Phoenix Hagen siegt dank Zauberwurf von Niklas Geske

Niklas Geske wird von den Phoenix-Kollegen gefeiert. Bayreuths Je’Kel Foster lässt den Kopf hängen.
Niklas Geske wird von den Phoenix-Kollegen gefeiert. Bayreuths Je’Kel Foster lässt den Kopf hängen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Phoenix Hagen feiert einen spektakulären Auswärtssieg bei medi Bayreuth (76:73). Niklas Geske trifft mit der Schlusssirene aus der eigenen Hälfte.

Bayreuth.. „Er fühlte sich ganz gut an!“ So beschrieb Niklas Geske relativ cool den spektakulärsten Korb, der er jemals für Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen erzielt hat. Kurz vor der Schlusssirene setzte der 20-Jährige noch in der eigenen Hälfte und im Lauf zu einem finalen Wurf auf den Bayreuther Korb an - der Ball fällt tatsächlich durch die Reuse! Die Unparteiischen erkennen den „Buzzerbeater“ als Dreier innerhalb der regulären Spielzeit an. Phoenix Hagen hat das Basketball-Bundesliga-Spiel bei medi Bayreuth mit 76:73 (37:36) gewonnen. Geske sei Dank!

Die Aufregung hätten sich die Schützlinge von Trainer Ingo Freyer ersparen können. Fünf Minuten vor Schluss führten die Gäste, die schwach angefangen hatten und sich ab Abschnitt zwei stetig steigerten, mit elf Punkten (71:60). Dann stellten die Gastgeber auf Zonenverteidigung um, womit Todd Brown und Co. nicht klar kamen. Die Dreier fielen nicht mehr und auf andere Art und Weise gab es auch kein Durchkommen mehr. Bayreuth kam Punkt um Punkt heran und hätte Keith Ramsey nicht ein paar spektakuläre Blocks eingestreut, hätten die Oberfranken schon eher den Ausgleich geschafft als 20 Sekunden vor Schluss durch zwei verwandelte Freiwürfe von Javon McCrea (73:73).

"Euphorie pur" bei Phoenix-Matchwinner Niklas Geske

Phoenix, mittlerweile ohne seinen mit Foulhöchstzahl ausgeschiedenen Topscorer David Bell, war jetzt völlig konfus, bekam nicht einmal mehr den Einwurf zum eigenen Mann. Ballbesitz Bayreuth - und noch 20 Sekunden auf der Uhr!

Freyer-Interview Aber Je’Kel Foster vergibt kurz vor Schluss, alles sieht nach einer Verlängerung aus. Bis es Niklas Geske einfach mal probiert. „Als der Ball reinging, war das Euphorie pur“, beschrieb der Youngster kurz darauf die Szene. Nicht nur bei ihm selbst, bei allen Phoenix-Fans, in der Halle wie an den Bildschirmen. Dieser „Buzzerbeater“ ging schon am Samstag in die Klubgeschichte ein! Er sicherte vor 3249 Zuschauern übrigens den sechsten Saison-Auswärtssieg.

„Bei dem Wurf am Ende war viel Glück dabei“, gab Phoenix-Coach Ingo Freyer zu, „das Hinspiel haben wir knapp mit einem Punkt verloren, so ist das mit der Gerechtigkeit manchmal.”

Phoenix Hagen: Bell (21), Gregory (17), Geske (10), Brown (10), Igbavboa (8), Ramsey (8), Nixon (2), Bleck.

Topwerfer medi Bayreuth: Bowman (21), Hughes (17). McCrea (13), Foster (11).