Phoenix Hagen setzt auf baldige Rückkehr von Keith Ramsey

Keith Ramsey (rechts, hier gegen Göttingens Dominik Spohr) soll bald wieder ins Phoenix-Team zurückkehren.
Keith Ramsey (rechts, hier gegen Göttingens Dominik Spohr) soll bald wieder ins Phoenix-Team zurückkehren.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Nach der happigen 79:124-Schlappe beim FC Bayern München setzt Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen darauf, dass der verletzte Keith Ramsey bald ins Team zurückkehrt.

Hagen.. Über die Rekord-Niederlage der Saison in der Liga ist niemand erfreut, natürlich auch bei Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen nicht. „Sie haben uns den Hintern versohlt“, bekannte US-Flügel Todd Brown nach der 79:124-Schlappe beim FC Bayern München unumwunden. Dass die derbe Packung beim Meister Spuren hinterlässt, davon geht man in Hagen indes nicht aus. Zumal leichte Hoffnung besteht, dass der in München schmerzlich vermisste Keith Ramsey nach seinem Bänderriss vielleicht sogar schon am nächsten Sonntag im Auswärtsspiel bei der BG Göttingen, spätestens aber eine Woche später gegen die Artland Dragons wieder dabei sein kann.

Den bösen Auftritt in der bayerischen Landeshauptstadt will man am Ischeland schnell abhaken. „Natürlich ist das im ersten Moment frustrierend“, räumt Geschäftsführer Oliver Herkelmann ein, verwies aber auch auf die Ergebnisse der Konkurrenz im unteren Mittelfeld: „Da haben auch einige andere Teams mit 30 Punkten verloren.“ Die tabellarische Situation ist für die aktuell auf Platz zwölf rangierenden Hagener unverändert, da auch alle Mannschaften hinter ihnen nicht punkten konnten. Und bei der Niederlage in München verwiesen die Phoenix-Verantwortlichen auch auf die unterschiedlichen personellen Voraussetzungen. „Bei Bayern kommt mit Vladimir Stimac ein Vize-Weltmeister von der Bank, bei uns mit Moritz Krume der Dritte der Nachwuchs-Bundesliga“, nannte Herkelmann ein Beispiel bei den Centern, Co-Trainer Steven Wriedt verwies auf die Spielmacher: „Münchens Micic ist eines der Top-Aufbautalente in Europa, wir haben mit Niklas Geske ein Toptalent in NRW.“

Nachwuchskräfte konnten Spielzeit sammeln

Wobei angesichts der früh entschiedenen Partie die Nachwuchskräfte im Phoenix-Kader von Chefcoach Ingo Freyer reichlich Spielzeit erhielten. Arber Tolaj etwa, dem seine ersten Bundesliga-Punkte (4) - darunter ein Dreier - gelangen oder eben Krume, der schon länger nicht mehr zehn Minuten auf dem Parkett gestanden hatte. Und Fabian Bleck rückte für Ramsey sogar erstmals in die Startfünf.

Analyse Angesichts der aus den Vorjahren so nicht gekannten Verletzungssorgen - nach Urule Igbavboa, Bleck und Larry Gordon jetzt Ramsey - erhalten die Youngster ohnehin mehr Einsatzzeit als vor Saisonbeginn geplant. Und der Wunsch des Trainergespanns, zumindest temporär für die Ausfallphase des US-Centers oder als Versicherung für den Fall weiterer Verletzungen sogar bis Saisonende einen zusätzlichen Akteur zu verpflichten, ist nachvollziehbar. Wobei Herkelmann bereits betonte, dass eine Verpflichtung für drei Monate aus finanziellen Gründen momentan nicht realisierbar sei: „Wir haben uns ja gerade erst mit externer Hilfe einen sechsten Amerikaner leisten können.“

Kurzzeit-Ersatz für Ramsey kein Thema mehr

Auch Gedankenspiele, für Ramsey noch einen Kurzfrist-Ersatz zu holen, werden aktuell wieder zurückgestellt. Denn die Genesung des 27-Jährigen macht gute Fortschritte. „Es sieht sehr gut aus, dass Keith auf jeden Fall beim Heimspiel gegen die Artland Dragons wieder spielen kann“, sagte Herkelmann nach einer Besprechung mit den Trainern: „Es gibt sogar eine kleine Chance, dass er schon am Samstag in Göttingen wieder dabei ist.“ Wobei Wriedt einschränkte, dass ein Einsatz Ramseys nur bei uneingeschränkter Belastbarkeit Sinn mache: „Wenn Keith nicht schnell spielen kann, hilft er uns nicht weiter.“