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Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen

30.07.2009 | 12:01 Uhr
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen

Hagen. In sechs Wochen zur Bundesliga-Arena: Diesen Kraftakt ohne Beispiel stemmen die Basketballer von Phoenix Hagen mit Hilfe von Fans und Sponsoren. Am Freitag prüft die Liga-Spitze, ob der Aufsteiger in Rekordzeit eine spielfähige Arena realisiert hat. Dann ist Hagen endgültig erstklassig.

Im Minutentakt vorbei rollende Lkw im Rücken, das Hämmern eines Metallpresswerks im Ohr - und vor Augen etliche Tennis- und Badmintonfelder des Fitnesscenters „Injoy” in einer alten Industriehalle: Bundesliga-Geschäftsführer Jan Pommer und die Mitglieder seiner Delegation mussten Anfang Mai schon viel Phantasie mitbringen, um sich hinter der Bahnlinie im Hagener Ortsteil Hohenlimburg eine Erstliga-Spielstätte für 3000 Zuschauer vorstellen zu können. Doch die BBL-Verantwortlichen ließen sich auf Überzeugungskraft und Enthusiasmus der Hagener Vereins- und Stadtvertreter ein und gaben Phoenix die Chance, das Projekt zu realisieren. Mit dem höchst ambitionierten Stichtag 31. Juli.

Ehrenamtliche halfen rund um die Uhr

Dann, am Freitag, werden sie ein ganz anderes Szenario in Hohenlimburg erleben. Die gemieteten Stahlrohr-Tribünen für 3035 Besucher stehen auf den zum Schutz des Tennis-Belags verlegten Spanplatten, die blauen Sitzschalen sind installiert. Die Korbanlage - mit neuen Brettern und Ringen versehen - war nach den notwendigen Abrissarbeiten zuvor als erstes aus der Ischelandhalle geholt und unter das Hallendach montiert worden. Es folgte eine Trägerkonstruktion für die aufwändige Licht- und Tontechnik. Darunter ist mittlerweile das mobile Basketball-Feld - von den 2004 ein Jahr in der Bundesliga spielenden Schwelmer Baskets erworben - verlegt worden. Angesichts zahlreicher Beschädigungen an den Parkett-Brettern eine Sisyphusarbeit für etwa 25 Ehrenamtliche, die das letzte Wochenende fast rund um die Uhr in der Halle verbrachten.

Ein großes Puzzle mit mehr als 500 Teilen

In der Basketballhalle im Injoy brechen Helfer von Phoenix Hagen eine Mauer ab. Foto: Michael Kleinrensing

Helfer Uwe Schroer, in der Saison als Hallensprecher aktiv, fasst zusammen: „Das ist ein großes Puzzle mit mehr als 500 Teilen.” Eine Beschreibung, die insgesamt auf die nach der Mitte Juni erteilten Baugenehmigung unter enormem Zeitdruck zu erledigenden Arbeiten zutrifft. Neben dem Einsatz der Fachfirmen, viele von ihnen aus dem Kreis der Phoenix-Sponsoren, wird immer wieder die Hilfe der Fans benötigt. Bei der Boden-Verlegung ebenso wie beim Graben eines benötigten Fluchttunnels oder dem Durchbruch für einen neuen Haupteingang.

„Es war ja abzusehen, dass das eine Menge Arbeit wird”, sagt Timo Skupin von den „Supporters Hagen”, „da hatten wir im Vorfeld unsere Hilfe angeboten.” Auch die anderen Fanclubs „Quereinsteiger” und „G-Blocker” beteiligten sich nach Dienstschluss oder am Wochenende nach Kräften. Und Funktionsträger des Erstliga-Aufsteigers - von Aufsichtsrats-Chef Thomas Haensel über Co-Trainer Steven Wriedt und Mannschaftskapitän Matthias Grothe - griffen ebenfalls zu Schaufel oder Presslufthammer. „Ohne Ehrenamtliche würde das hier zusammenbrechen”, ist Andreas Marx deshalb überzeugt, der im Wechsel mit Martin Erlmann die Arbeiten koordiniert.

Spendenumlage und Sachleistungen nötig

Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann gibt zu, dass der Hallenbau immer teurer werde. Foto: Marco Siekmann

Auch Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann („Das Ganze ist ein Höllenaufwand”) räumt ein, dass nur so der geschätzte Kostenrahmen von 350 000 Euro etwa eingehalten werden kann. Ohnehin ist das Injoy-Projekt nur durch die kurzfristige Spendenumlage von 250 000 Euro und zusätzliche Sachleistungen der Sponsoren möglich.  Durch aktualisierte Anforderungslisten der BBL werde der Hallenbau zudem stetig teurer.

Eine Woche vor dem Stichtag machten sich Liga-Vertreter in Hohenlimburg ein Bild vom Fortgang der Arbeiten. Anfangs sehr skeptisch, so Marx, habe BBL-Präsident Thomas Braumann später betont, er sei beeindruckt von dem, was die Hagener auf die Beine gestellt haben.

Anzeigentafeln, Scheinwerfer und 24-Sekunden-Uhren

Bis Freitag bleibt aber immer noch viel Arbeit, sind Probleme zu lösen. Anzeigetafeln, Scheinwerfer und 24-Sekunden-Uhren müssen installiert werden und funktionieren, um die Lizenz-Auflagen zu erfüllen. „Wir schaffen das alles”, zeigt sich indes nicht nur Marx überzeugt. Und Hallensprecher Schroer ist sicher: „Das wird ein Vorzeigeprojekt, auf das wir stolz sein können.” Ein Baufest feiert die Phoenix-Familie am Freitag deshalb auf jeden Fall.

Axel Gaiser

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Kommentare
01.08.2009
10:11
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen
von sodiesdas | #8

achja, da spricht der Neid bei manni z.
Finde dich doch einfach damit ab, dass Hohenlimburg zwangseingemeindet wurde und nun halt zu Hagen gehört. ebenfalls basta !
Die Hagener haben es verdient, zumindest die,die Fans sind und dort mitgewirkt haben, dass endlich wieder guter Sport in einer ersten Liga gespielt wird. Ich gratuliere Phoenix ebenfalls. sie haben es sich echt verdient !!!

31.07.2009
17:15
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen
von götterdämmerung | #7

Glückwunsch zur Lizenz!
Und viel Erfolg für die kommende Bundesligasaison!

31.07.2009
12:37
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen
von manni z. | #6

ich will diese typen nicht in hohenlimburg, basta.
im übrigen sind wir keine hagener.
raus mit denen.

30.07.2009
10:35
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen
von Volmespatz | #5

Ja, so sind die !waschechten Hohenlimburger: Dumm, Taldenken und keine Spur weitsichtig! Der Kommentar von manni z spricht Bände. Zum Verein: Hoffentlich stellt Phoenix nicht den bald wieder arbeitslosen L. H. ein. Dann ist Schluß mit Bundesliga!

30.07.2009
09:56
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen
von fuchsschlau | #4

die Basketballer ziehen anderen Vereinen die Sponsoren ab.... wenn man diese Spendenbereitschaft für Basketball sieht fragt man sich... gibt es ich Hagen keine andere Sportart... hier liegt kein Neid , aber diese Sponsoren manchen Geschäfte und verdienen ihr Geld bei den Mitgliedern anderer Sportvereine, ist das Gerechtigkeit, andere Vereine sollten sich dann Gedanken machen.

30.07.2009
09:36
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen
von Jan | #3

erstmal daumen hoch für dieses umbau-projekt! - aber ich persönlich stehe dem ganzen etwas skeptischer gegenüber! wenn man bedenkt das ca. 15 km weiter erstliga eishockey gespielt wird, hotte ich das sich die beiden clubs, in wirtschaftlich schwierigen zeiten, nicht gegenseitig kannibalisieren! ich spreche natürlich jetzt nicht von den stammfans, sondern von der laufkundschaft! sehe es schon kommen wie die vereine um die gunst der zuschauer buhlen. und im schlimmsten fall hoffe ich das das iserlohner eishockey besser davon kommt da die basketballer jetzt in ihr revier eingefallen sind (sry für die ausdrucksweise).

30.07.2009
08:05
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen
von genuchistgenuch | #2

Lieber manni z.
Hohenlimburger sind auch Hagener!!!
Wie kann man so dämliches Zeug von sich geben. Du hast doch als Kind bestimmt immer alleine auf dem Schulhof gestanden.
Unfassbar! Da gibt es die Möglichkeit, Hagen einen sportlichen Höhepunkt zu erhalten, da gibt es endlich mal ein Beispiel dafür, dass man was bewegen kann und dann so ein Kommentar. Ich habe überhaupt keinen Draht zum Basketball und guck da gar nicht hin, aber was da möglich gemacht wurde und noch wird, find ich klasse!
Ich wünsche allen Beteiligten, d. die Saison sich lohnt. Schon mal drüber nachgedacht, Manni z., vielleicht wollen Hagener ja keinen manni z.?

29.07.2009
21:49
Phoenix Hagen lässt aus dem Nichts eine Halle entstehen
von manni z. | #1

hoffentlich lehnt der verband das ab.
hohenlimburg will keine hagener.

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