Phoenix Hagen bekommt in Bayern höchste Klatsche der Saison

David Bell brachte Phoenix Hagen zunächst sogar in Führung.
David Bell brachte Phoenix Hagen zunächst sogar in Führung.
Foto: Jörg Laube/Funke FotoServices
Was wir bereits wissen
Die Basketballer von Phoenix Hagen fuhren nicht mit Sieges-Ambitionen zu Meister FC Bayern München. Am Ende verloren sie mit 45 Punkten Differenz.

München.. Die höchste Saisonniederlage wurde es, natürlich, da hatte selbst das 83:122 gegen Oldenburg keinen Bestand. Wenigstens die höchste Pleite der Klubgeschichte indes verhinderten die jungen Deutschen im Team von Phoenix Hagen in der Schlussphase. Bei der 79:124 (44:65)-Niederlage geriet der Basketball-Bundesligist aus Westfalen bei FC Bayern München aber ganz böse unter die Räder. „Wir haben uns nicht gewehrt, haben nicht gegengehalten“, bedauerte Phoenix-Flügel Fabian Bleck nach der Vorführung beim Meister, „irgendwann haben wir aufgehört, uns zu konzentrieren, und die Köpfe hängen gelassen.“

Phoenix zunächst auf Augenhöhe

Ganze acht Minuten lief alles nach Plan für die Gäste auch ohne den verletzten Keith Ramsey im Audi Dome: David Bell brachte Phoenix mit dem ersten Angriff in Führung, auch danach agierten die Hagener zunächst auf Augenhöhe. Sie fanden immer wieder den freien Dreierschützen, zum 19:19 (7. Minute) glich Zamal Nixon aus der Distanz aus. Und wenig später lag das Freyer-Team beim 21:24 sogar in Führung, weil Todd Brown und Urule Igbavboa Bayern-Fehler zu zwei Fastbreaks genutzt hatten (8.). Das sah sich Bayern-Trainer Svetislav Pesic nicht mehr länger mit an, er bat zur Auszeit. Und muss wohl die richtigen Worte gefunden haben. Eine schnelle 7:0-Serie brachte die Gastgeber wieder nach vorne, bis zur Pause hatte Robin Benzing dem Favoriten schon einen kleinen Vorsprung verschafft.Jetzt erhöhten die Bayern den Defensivdruck schon auf den Phoenix-Aufbau, unter dem Korb waren John Bryant, Vladimir Stimac und Co. ohnehin drückend überlegen. Verletzungspech

Bayern körperlich überlegen

Immer wieder griffen sich die körperlich weit stärkeren Bayern-Center die Offensiv-Rebounds in Serie, erarbeiten zweite und dritte Wurfchancen für ihr Team. Bis zum 44:36 (14.) durch Dino Gregory blieben die Hagener noch einigermaßen dran, dann setzte sich der Favorit durch sieben Punkte von Bryce Taylor ab. Beim 51:36 (15.) hatte Freyer Gesprächsbedarf in der Auszeit, eine Änderung bewirkte er indes nicht mehr. Nun dominierten die Münchner, während sein Team am Brett etliche Chancen vergab. Freie Dreierschützen gegen die aggressive Bayern-Defensive fand man nicht mehr, im ganzen zweiten Viertel nahmen die Hagener nur einen Distanzwurf. Und da das Pesic-Team unter dem Korb weiter leichtes Spiel hatte – das Reboundverhältnis ohne den verletzten Keith Ramsey betrug schon jetzt 28:12 - , wuchs der Rückstand bis zur Pause an. Und die Bayern ließen trotz stetig wachsenden Vorsprungs nicht nach. Analyse

Nachwuchsspieler bekamen Einsatzzeit

Die ersten vier Minuten der zweiten Hälfte gestatteten sie den sichtbar resignierenden Gästen keinen Korb, beim 85:55 (28.) durch Stimac war die 30-Punkte-Differenz erreicht. Die Frage nach dem Sieger war längst beantwortet, Freyer wechselte früh durch und gewährte den deutschen Nachwuchsspielern reichlich Einsatzzeit. Auch sein Gegenüber Pesic holte Akteure vom hinteren Ende der Bank aufs Parkett, doch dabei handelte es sich um die Nationalspieler Lucca Staiger und Jan Jagla. Auch die „Bayern-Reserve“ dominierte so mühelos, Nihad Djedovics Dreier zum 118:68 drei Minuten vor der Sirene ließ die höchste Phoenix-Schlappe überhaupt befürchten. Wenigstens das verhinderten Bleck, Niklas Geske, Urule Igbavboa, Moritz Krume und Arber Tolaj gegen Bayern München: Taylor (19), Bryant (17), Savanovic (13), Benzing 812), Micic (11), Jagla (10), Stimac (9), Zipser (9), Schaffartzik (8), Djedovic (8), Gavel (8), Staiger.Phoenix Hagen: Bell (13), Igbavboa (13), Brown (12), Gregory (10), Gordon (9), Geske (6), Nixon (6), Tolaj (4), Bleck (4), Krume.