Nach Start beim MBC soll FC Bayern nach Hagen kommen

So könnte es beim ersten BBL-Heimspiel der kommenden Saison aussehen: Der FC Bayern zu Gast am Ischeland.
So könnte es beim ersten BBL-Heimspiel der kommenden Saison aussehen: Der FC Bayern zu Gast am Ischeland.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Der vorläufige Spielplan der kommenden BBL-Saison sieht beim Heimspiel-Auftakt von Phoenix Hagen ein Gastspiel des FC Bayern vor.

Hagen.. Für den Mitteldeutschen BC steht der Auftakt fest, bei Phoenix Hagen äußert man sich da noch weit vorsichtiger. Der vorläufige Spielplan der Basketball-Bundesliga für die Saison 2015/16 jedenfalls sieht zum Start am 3. Oktober ein Heimspiel des MBC in Weißenfels gegen die Hagener vor, die demzufolge wiederum vier Tage später zum ersten Auftritt am Ischeland den FC Bayern München empfangen würden. Wobei Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann den Vorbehalt betont, dass dieser Plan ein vorläufiger ist, immerhin stehen nach der Liga-Entscheidung für eine Wildcard erst 17 der 18 Erstligisten fest. Klar ist allerdings, dass nach dem Aufstieg des VfL Eintracht Hagen in die 2. Handball-Bundesliga angesichts fünf zusätzlicher Heimspiele dort die Terminabsprache für die Enervie Arena schwieriger wird.

Dauerkarten-Verkauf läuft bereits

Der Dauerkarten-Verkauf bei Phoenix hat in dieser Woche begonnen, zunächst können bisherige Besitzer bis Ende Juni ihr Abonnement verlängern. Und ungeachtet der desaströsen Heimbilanz der abgelaufenen Spielzeit mit nur einem Sieg ist das Interesse offenbar ungebrochen. Herkelmann jedenfalls kann keinen Rückgang feststellen, er berichtet vielmehr von etlichen Anfragen neuer Interessenten. Und für den voraussichtlichen Heimauftakt dürfte das Interesse besonders groß sein. Auch wenn die Partie gegen Bayern München gemäß des vorläufigen Spielplans auf einen Mittwoch (7. Oktober) terminiert ist. Am Wochenende darauf (9.-11.10.) müsste Phoenix zu Per Günther und ratiopharm Ulm, ehe Aufsteiger Gießen 46ers nach Hagen kommt (17./18.10.).

In der Regel samstags oder sonntags will Phoenix daheim spielen, wobei es an manchem Wochenende eng werden könnte. Immerhin müssen die Eintracht-Handballer in der 2. Liga 20 Heimspiele unterbringen, eine Spielklasse tiefer waren es noch 15. „In der 3. Liga hätten wir zwei Überschneidungen mit Phoenix-Heimspielen gehabt, jetzt sind es schon ein paar mehr“, weiß Eintracht-Organisator Thorsten Barteldrees. So haben die Handballer in der zweithöchsten Spielklasse allein sechs Doppelspieltage mit zwei Partien am Wochenende zu absolvieren, ein Termin davon kollidiert mit zwei Basketball-Partien. Zudem steht die Enervie Arena wegen der 50-Jahrfeier des Theodor-Heuss-Gymnasiums und dem Fußball-Hallenmasters zwei weitere Wochenenden nicht zur Verfügung. Und ob zusätzlich auch noch neun Heimspiele des TTC Hagen in der Tischtennis-Bundesliga einzuplanen sind, entscheidet sich bis zum Sonntag. Am 31. Mai endet die Frist, bis zu der feststeht, ob der TTC die Mittel für ein drittes Jahr in der Eliteklasse aufbringen und noch drei erstligataugliche Spieler verpflichten kann. Letzte Sponsorengespräche des Vereins, der am Freitag zur Mitgliederversammlung ins Vereinshaus Vorhalle einlädt (19.30 Uhr), laufen aktuell noch.

Gestandener Deutscher gesucht

Bei Phoenix hat man noch länger Zeit, den Kader für die Saison 2015/16 zusammenzustellen. Bisher stehen David Bell und Niklas Geske sowie als Doppellizenzler Jonas Grof - künftig mit dem Fokus in Hagen -, Marcel Keßen und Julian Jasinski unter Vertrag. Auch Moritz Krume soll bleiben, mehr als bisher mit Schwerpunkt Noma Iserlohn, Verhandlungen mit dem Spieleragenten von Fabian Bleck (Herkelmann: „Wir würden gern mit ihm weitermachen“) blieben bisher ergebnislos. „Erstmal haben die deutschen Spieler Priorität“, sagt Herkelmann, „einen gestandenen Deutschen brauchen wir noch, schon um unsere jungen Spieler anzuführen.“ Eine Rolle also, die Akteure wie Adam Hess oder Bernd Kruel in der Vergangenheit ausfüllten, in der Urule Igbavboa im Vorjahr nach starker Vorbereitung die Erwartungen dagegen nicht erfüllte. „Der Markt da ist viel enger als bei den Ausländern“, weiß Herkelmann, „etwa 40 bis 45 dieser Kategorie gibt es für 18 Teams - und die Nationalspieler darunter können wir uns nicht leisten.“ Bis Mitte Juni hofft man, einen entsprechenden Kandidaten - infrage kommen die Positionen zwei bis vier - zu finden. Um dann neben Kapitän Bell die weiteren Importspieler verpflichten zu können.