In Bayreuth will Phoenix Hagen den Trend fortsetzen

Gegen  Bayreuths Centergarde um Ronnie Burrell (rechts), im Hinspiel der entscheidende Akteur, müssen  Fabian Bleck und  die Phoenix-Spieler am Samstag besser gegenhalten.
Gegen Bayreuths Centergarde um Ronnie Burrell (rechts), im Hinspiel der entscheidende Akteur, müssen Fabian Bleck und die Phoenix-Spieler am Samstag besser gegenhalten.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Zweimal reiste Phoenix Hagen in dieser Saison zu Auswärtsspielen einen Tag eher an, beide Male gewann man. Auch zum Rückrunden-Auftakt am Samstag in Bayreuth machen sich die Hagener bereits am Freitag auf.

Hagen.. Der Bus Richtung Oberfranken startet am heutigen Freitag. Man will kein Risiko eingehen bei Phoenix Hagen, schließlich ist tags darauf am Zielort Schneefall angesagt. Außerdem hat der Basketball-Bundesligist in dieser Saison gute Erfahrungen gemacht mit der Anreise am Tag zuvor. Nur nach Ulm und Ludwigsburg reisten die Hagener zeitig - und gewannen. Und ein Sieg zum Rückrunden-Auftakt beim punktgleichen Team von medi Bayreuth (Sa., 18.30 Uhr, Oberfrankenhalle) könnte in der Tabelle einen ordentlichen Satz nach vorne bedeuten. Zumal Phoenix das Hinspiel daheim Ende November nur hauchdünn mit 78:79 verlor, es war übrigens der bislang einzige Auswärts-Coup der Bayreuther.

Seitdem haben sich beide Teams auf einer zentralen Position verändert. Nach Hagen kehrte Center Dino Gregory zurück, der gegen Bayreuths starke Centergarde um Allstar Javon McCrea, den von Phoenix schon mehrfach umworbenen Phillipp Heyden und die erfahrenen Brandon Bowman und Ronnie Burrell helfen soll. „Da ist Bayreuth besonders gut besetzt. Aber mit Gregory können wir auf jeden Fall besser gegenhalten als im Hinspiel“, ist Coach Ingo Freyer überzeugt.

Gibt Je’Kel Foster Bayreuth einen Schub?

Andererseits haben auch die Gastgeber sich in dieser Woche spektakulär verändert. Für den mit einer Hüftverletzung länger fehlenden Spielmacher Bryan Bailey kam der in der Liga aus seiner Zeit bei den Top-Team Oldenburg, München und Berlin bestens bekannte Je’Kel Foster. „Drei Tage sind natürlich eine kurze Zeit, um in ein Team hineinzufinden“, sagt Freyer, „aber so ein Neuer gibt ja immer auch einen Schub.“ Wobei die Bayreuther, bei denen noch die Guards Trevon Hughes, David Brembly und Simon Schmitz sowie der tschechische Nationalspieler Lukas Palyza auf dem Flügel zur Rotation zählen, in heimischer Oberfrankenhalle ohnehin eine starke 6:3-Bilanz vorweisen. Die letzten drei Partien vor der Allstar-Pause allerdings verlor das Team von Trainer Mike Koch. Freyer-Interview

Bei Phoenix verläuft der Trend genau umgekehrt, obwohl mit Larry Gordon (Muskelfaserriss) eine Stammkraft zuletzt fehlte. Der US-Flügelspieler wird mit nach Bayreuth fahren und sich mit aufwärmen. Ob die Gäste seinen Einsatz riskieren, ist nach einer erneuten MRT-Untersuchung allerdings ausgesprochen fraglich. „Wenn er sich jetzt verletzt, ist er richtig lange draußen“, gibt Freyer zu bedenken. Als Alternative auf der Flügelposition wird Youngster Jonas Grof, der bereits beim Sieg in Ludwigsburg einen starken Kurzeinsatz hatte, mitkommen und so das Spiel der Phoenix Juniors gegen Leverkusen verpassen. Erst am Samstag reist Arber Tolaj nach, der tags zuvor noch für Regionalligist BG Hagen im Spitzenspiel gegen Grevenbroich antritt.

Noch kein Termin

Weiter keine Entscheidung gibt es im Verfahren rund um die am 27. Dezember ausgefallene Partie zwischen Phoenix und Aufsteiger Crailsheim Merlins, die von Spielleiter Dirk Horstmann mit 40:0 für Hagen gewertet worden war. Ein Termin für die mündliche Verhandlung vor dem Schiedsgericht nach dem Crailsheimer Einspruch ist noch nicht gefunden, wie Liga-Sprecher Dirk Kaiser auf Anfrage bestätigte. „Wir wissen, dass das nicht auf die lange Bank geschoben werden kann, da hängt ja eine Menge dran“, sagte Kaiser, der mit einer Verhandlung „innerhalb der nächsten drei, vier Wochen“ rechnet.