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Hagen vor dem Alba-Spiel: "Eine Chance hat man immer"

15.11.2009 | 12:55 Uhr

Hagen. Wenn ein Aufsteiger bei einem Titelfavoriten gastiert, dann sind die Rollen klar verteilt. „Aber eine Chance hat man immer”, sagt Ingo Freyer, Coach von Phoenix Hagen, vor dem Gastspiel bei Alba Berlin am Sonntag.

Jonathan Kale +++ Foto: Michael Kleinrensing

Um 7 Uhr machen sich die Volmestädter morgen auf den Weg in die Hauptstadt, wo um 17 Uhr das Basketball-Bundesliga-Duell zwischen den „Albatrossen” und den „Feuervögeln” angepfiffen wird. Gute Nachricht für die Hagener Fans: Jonathan Kale wird mit dabei sein. Nach seiner Knöchelverletzung stieg der US-Center wieder ins Training ein.

Inwieweit er am Sonntag in der „o2 World”, wo gespielt wird, schon wieder voll belastbar ist, stand gestern zwar noch nicht fest. Dennoch gingen die Überlegungen der Phoenix-Offiziellen dahin, Matthias Grothe nun doch in Hagen zu lassen, damit er am Sonntag ab 13 Uhr seine Phoenix Youngsters im U16-Bundesliga-Derby gegen den BBV Hagen coachen kann. Zumal auch Center-Kollege John Turek nach einem Trauerfall heute aus den USA zurück erwartet wird.

„Wir fahren ohne Druck nach Berlin, können dort frei aufspielen”, hat sein Team laut Phoenix-Trainer Ingo Freyer nichts zu verlieren. Vielleicht, so der Hagener Übungsleiter, könne seine Mannschaft ja angesichts dieser Konstellation die zuletzt so oft an den Tag gelegten Wurfschwächen einmal ablegen.

Für Freyer ist es auch eine Reise in die Vergangenheit: Als Spieler von Alba Berlin feierte der heute 38-Jährige mit dem Gewinn des Korac-Pokals seinen größten Erfolg.

Heute haben die Alba-Asse überwiegend amerikanische und südosteuropäische Pässe. Coach Luka Pavicevic setzt auf gestandene Akteure mit Europa-Erfahrung. Julius Jenkins (12,6 Punkte) und der vielseitige Immanuel McElroy (11,6 Punkte, 5,7 Rebounds) sind ebenso gut in die Saison gestartet wie Center Blagota Sekulic. Aber auch Centerkollege Adam Chubb, US-Guard Rashad Wright, die Flügel Dragan Dojcin und Kenan Bajramovic, die deutschen Nationalspieler Steffen Hamann und Philip Zwiener sowie der amerikanischen Flügelspieler Derrick Byars, der beim 93:59-Sieg in Paderborn debütierte, sind Asse, die Alba zu einem heißen Titelaspiranten machen. Aber auch Top-Teams straucheln manchmal.

Rainer Hofeditz

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