Hagen-Coach Freyer warnt vor Bonns "geiler Mannschaft"
22.10.2009 | 23:55 Uhr 2009-10-22T23:55:00+0200
Hagen. Die Tabelle lügt in diesem Fall. „Bonn ist eine geile Mannschaft”, sagt Ingo Freyer, Trainer des Basketball-Bundesligisten Phoenix Hagen, über den aktuellen 17., bei dem die „Feuervögel” Freitag zu Gast sind. Ab 20 Uhr wird im Telekom Dome gespielt.
Dass die Gastgeber, der amtierende Vizemeister, von ihren bisherigen drei Saisonpunktspielen nur eines (in Ulm) gewinnen konnten, ist für den Phoenix-Coach lediglich eine Momentaufnahme. „Die Bonner sind viel besser als es die Tabelle besagt. Die Mannschaft hat sehr viel Potenzial”, so Freyer, „besonders unter dem Korb - aber nicht nur hier.”
Ensminger erlebt seinen dritten Frühling
Angeführt werden die Baskets von Neuzugang Chris Ensminger. Der 35-jährige Center erlebt derzeit seinen dritten oder vierten Frühling. Mit 15,3 Punkten und 7,7 Rebounds war er bisher der herausragende Bonner Akteur. Neu dabei sind auch die US-Guards Bryce Taylor und Jared Jordan sowie Nationalspieler Tim Ohlbrecht. Zu den Leistungsträgern gehören außerdem Flügel Vincent Yarbrough und die Center Patrick Flomo und John Bowler.
„Was Bonn unter dem Korb aufbieten kann, ist mehr als beachtlich”, findet Ingo Freyer. Gespannt ist der Hagener Übungsleiter besonders darauf, wie Aaron Fleetwood gegen Yarbrough heute Abend aussehen wird: „Das ist ein ganz gestandener Mann, einer der besten Spieler auf seiner Position in der Liga.”
Turek soll für Entlastung sorgen
Was man von John Turek (noch) nicht sagen kann. Der neue US-Center, der Donnerstag in Hagen eintraf, soll heute für Phoenix in der Bundesliga debütieren. „Taktisch kann er natürlich noch nichts draufhaben”, dämpft Ingo Freyer zu große Erwartungen. „Aber zu wissen, dass jemand auf der Bank sitzt, der der Mannschaft zumindest für ein paar Minuten Entlastung bringen kann, ist ein gutes Gefühl.”
Bernd Kruel nach einer Grippe und Matthias Grothe (Steißbeinprellung) sollten heute wieder voll einsatzfähig sein. „Auch Quentin Pryor hat in dieser Woche Fortschritte gemacht”, hofft Freyer, dass man dies auch heute im Spiel sehen wird.
Bonn mehr unter Zugzwang als Phoenix
Die Gastgeber, die nach einem 89:81-Starterfolg in Ulm ihre beiden bisherigen Heimspiele gegen die Artland Dragons (75:76) und den Mitteldeutschen BC (71:91) verloren, sind im dritten Saisonauftritt vor heimischen Fans mehr in Zugzwang als Phoenix Hagen. Für Bonns Trainer Michael Koch war insbesondere die Heimschlappe seiner Baskets gegen den Mitteldeutschen BC, am Sonntag um 19 Uhr in der Hohenlimburger Phoenix-Halle Gegner des Freyer-Teams, enttäuschend: „Der MBC hat gut verteidigt, während wir dauernd mit dem Kopf durch die Wand wollten. Diese Leistung lässt sich auch nicht mit unseren beiden angeschlagenen Aufbauspielern entschuldigen. Von jedem Spieler hätte mehr kommen müssen.“
Das soll Freitag gegen Hagen nachgeholt werden. Was die Feuervögel ihrerseits verhindern wollen.
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