Gutes Viertel ist für Phoenix Hagen in Berlin viel zu wenig

Unter dem Korb hatten die Hagener, rechts Youngster Moritz Krume, in Berlin große Probleme. Sie verloren das Reboundduell mit 21:41.
Unter dem Korb hatten die Hagener, rechts Youngster Moritz Krume, in Berlin große Probleme. Sie verloren das Reboundduell mit 21:41.
Foto: Jörg Laube
Was wir bereits wissen
Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen musste sich am Sonntag Alba Berlin mit 72:108 geschlagen geben. Derweil schaffte Bamberg den 18. Sieg in Serie.

Berlin.. Die größte Halle der Basketball-Bundesliga am Berliner Ostbahnhof hat einen neuen Namen, die Machtverhältnisse sind geblieben. Auch im siebten Auftritt bei Alba Berlin unterlag Phoenix Hagen, mit 72:108 (38:52) wurde es diesmal – wie so oft – wieder eine Niederlage der höheren Art. „Angesichts der Mittel, die uns zur Verfügung stehen, haben wir nicht so schlecht gespielt“, befand Phoenix-Trainer Ingo Freyer dennoch, „gerade die jungen Spieler können aus so einem Spiel viel mitnehmen.“

Nachbericht Über Verletzungsprobleme klagten beide Teams vor dem Duell am Ostersonntag, die Gastgeber konnten dies angesichts ihres weit tieferen Kaders allerdings besser kompensieren. Zumal Nationalspieler Niels Giffey sein Comeback gab, während Ismet Akpinar, Robert Lowery und Jonas Wohlfahrt-Bottermann fehlten. Den Hagener vermissten mit D.J. Covington nominell nur einen Akteur, doch zwei weitere Stammkräfte gingen angeschlagen in die Partie: Nicht nur J.J. Mann, zuletzt gegen Bremerhaven umgeknickt, hatte nur eine Trainingseinheit in dieser Woche absolvieren können, auch Center Owen Klassen klagte über eine Knieverletzung.Der kanadische Center startete dennoch mit Tapeverband, erzielte auch die ersten Punkte der Partie. Und läutete damit ein starkes Auftaktviertel der Hagener ein, die früh ihren Rhythmus von der Dreierlinie fanden. Ivan Elliott und Brandon Jefferson hielten Phoenix so im Spiel (14:14, 6. Minute), auch wenn die Berliner von Beginn an die Bretter dominierten. Nach Will Cherrys 20:17 indes trafen bis zur ersten Sirene nur noch die Hagener, ein Dreier Manns und zwei Freiwurfpunkte von Niklas Geske brachten beim 20:22 die Viertelführung.

Bei Phoenix Hagen wollten die Dreier nicht mehr fallen

Es war indes das letzte Mal, dass die Gäste vorn lagen. Am Korb griffen die Berliner nun weit energischer zu, ihre Dominanz dort wurde erdrückend. Am Ende gewannen sie das Reboundverhältnis mit 41:21. Und da bei Phoenix die Dreier nun nicht mehr fielen, bei den Gastgebern dagegen Dragan Milosavljevic und Akeem Vargas in Serie aus der Distanz trafen, setzte sich Alba zunehmend ab. Beim 31:27 (15.) war Phoenix noch einigermaßen dran, mit dem dritten Foul Klassens und dessen Zwangspause auf der Bank indes war der Weg frei für die Gastgeber. Auch wenn sich die Phoenix-Youngster wie Moritz Krume oder Julian Jasinski nach Kräften wehrten.

Kurz vor der Pause erhöhte Alba noch auf 14 Punkte, nach dem Wechsel ging es dann schnell. Beim 61:46 (25.) konnte Geske zwar nochmal verkürzen, ehe die Berliner die immer zahlreicher werdenden Ballverluste der Hagener gnadenlos nutzten. Spätestens bei Jordan Taylors 75:50 (28.) war die Partie entschieden, nun war nur noch die Höhe des Berliner Sieges fraglich. Zumal bei Phoenix kein Stammspieler in der Offensive seinen Rhythmus fand, David Bell etwa den Großteil seiner 15 Punkte erst im Schlussviertel nach Giffeys 94:66 (35.) - der endgültigen Entscheidung – erzielte. So blieb den Gästen nur die Schlusspointe, ein schöner Floater des jungen Pascal Zahner-Gothen, der wenige Sekunden vor Ende so seine ersten Bundesliga-Punkte erzielte.

Alba Berlin: Giffey (11), King (6), Kikanovic (10), Loncar (9), Vargas (6), Liyanagae (4), Milosavljevic (21), Cherry (12), Taylor (18), Ashley (11).

Phoenix Hagen: Klassen (9), Bell (15), Hess, Geske (6), Zahner-Gothen (2), Mann (9), Krume (2), Elliott (12), Keßen (1), Jasinski, Grof (4), Jefferson (12).