Copeland raubt Phoenix in Schlusssekunden den Sieg
25.04.2010 | 11:02 Uhr 2010-04-25T11:02:00+0200Trier. Dieser Saison-Endspurt ist nichts für schwache Nerven. Gestern Abend verpasste Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen mit der hauchdünnen 77:78 (44:44)-Niederlage bei Konkurrent TBB Trier den Befreiungsschlag im Abstiegskampf.
Das Zittern um den Ligaerhalt hält so für den Aufsteiger auch an den letzten beiden Spieltagen unvermindert an. Der Kampf um den letzten Platz in der Bundesliga spitzt sich zu einem West-Duell zwischen Düsseldorf und Hagen zu. Nachdem Schlusslicht Paderborn mit der 72:83-Heimniederlage gegen Frankfurt endgültig abgestiegen ist, atmet man in Gießen (89:70 gegen Bamberg) und Trier auf.
An der Mosel allerdings musste Gastgeber TBB lange um den Sieg zum Ligaerhalt zittern, erst die Gunst der Referees, der überragende Chris Copeland und entscheidende Fehler der Hagener in der Schlussphase ließen den Großteil der 3650 Besucher jubeln. „Wir sind alle total enttäuscht”, drückte Phoenix-Aufsichtsratschef Thomas Haensel aus, was der mitgereiste Hagener Tross fühlte. Und Coach Ingo Freyer bedauerte: „Die Chance war da.”
Den besseren Start hatten die Gastgeber, vor allem unter dem Korb bereiteten sie den Hagenern arge Probleme. Weder der in die Startformation gerutschte Aaron Fleetwood noch Jonathan Kale konnten Liga-Topwerfer Copeland bremsen, auch Center-Oldie George Evans setzte zunächst Akzente. Beim 11:5 (5. Minute) bat Freyer zur ersten Auszeit, beim 17:7 (7.) durch Evans war der Trierer Vorsprung zweistellig.
Chase Griffins erster Dreier brachte die Gäste besser ins Spiel, seine Schnelligkeit nutzte er zum 21:18 (9.). Dennoch blieb Trier zunächst vorn, erst Bernd Kruel bekam nach Kales frühem dritten Foul (9.) Copeland etwas besser in den Griff. Da gleichzeitig nun John Turek die Initiative unter dem Korb ergriff, bekamen die Gäste nun allmählich die Oberhand. Tureks Dreier zum 33:34 (15.) brachte sie erstmals in Führung. Nun hatten die Hagener leichte Vorteile, auch wenn die Schiedsrichter es nicht gut mit ihnen meinten. Die Halbzeit-Statistik von 5:13 Fouls entsprach nicht den Geschehnissen auf dem Parkett, Kale ging mit vier Fouls belastet in die Kabine.
Nach dem Wechsel änderten die Unparteiischen ihre Linie etwas, pfiffen nun auch häufiger gegen die Gastgeber. Die aggressiv verteidigenden Hagener nutzten es dazu, sich zum 48:55 (25.) abzusetzen. Doch Copeland hielt Trier im Spiel, beim Dreier von Jamal Shuler (29., 57:57) war wieder alles offen. Im Nervenspiel blieb Phoenix fokussiert, nun waren es Griffin und zweimal Zygimantas Jonusas, die aus der Distanz wieder für einen Vorsprung sorgten (66:73, 34.). Auch beim 72:77 (36.) hoffte der Phoenix-Anhang noch auf einen Gästesieg.
Dann brachte Freyer für Jonusas und den ebenfalls ordentlich spielenden Rolandas Alijevas wieder Michael Jordan und Quentin Pryor aufs Parkett. Die vermeintliche Stammfünf - allen voran Pryor - indes agierte nun unglücklich in der Offensive, Trier kam Punkt um Punkt heran. 55 Sekunden vor dem Ende verpassten Kale und Turek beim 76:77 den Sieg bringenden Korbleger, nach zwei verworfenen Freiwürfen machte es Copeland 14 Sekunden vor der Schlusssirene besser. Und da Trier erst ein Foul hatte, konnten die Gastgeber dreimal den letzten Phoenix-Angriff unterbrechen. Es blieben nur drei Sekunden - und auch der letzte Verzweiflungswurf von Kale verpasste den Korb.
Frenetisch feierten daraufhin die Trierer den Klassenerhalt, das Zittern bei den Gästen hält an - am Sonntag in Braunschweig (17 Uhr). Und nicht nur Haensel fand: „Das war heute überflüssig.”
TBB Trier: Shtein, Raivio (7), Gilingham (3), Evans (15), Neitzel (7), Pekovic, Copeland (30, 8 Rebounds), Shuler (16, 3/4 Dreier).
Phoenix Hagen: Pryor (9), Griffin (15), Jonusas (11, 3/4 Dreier), Fleetwood (2), Kruel (5), Alijevas, Jordan (9, 1/5 Dreier), Kale (6), Turek (20, 9 Rebounds).
Viertel: 24:18, 20:26, 15:17, 19:16.
Teamstatistik: 57,7:50,0 % Wurfquote, 5/12:8/19 Dreier, 13/22:11/17 Freiwürfe, 26:32 Rebounds, 10:12 Ballverluste, 6/18 Assits.
Zuschauer: 3560.
22:43
Was er dafür kann? Einen Spieler auszuwechseln, der offensiv einen Lauf hat, ist immer heikel. Auch wenn grundsätzlich nachvollziehbar ist, in den letzten 5 Minuten die Stammformation zu bringen. Aber ich denke schon, dass Freyer sich über die Entscheidung ärgern wird. Aber hinterher is man immer schlauer... Immerhin: Die Mannschaft lebt!
20:00
Was kann Ingo dafür, das die Spieler in 4 min keine Pkt machen???
Egal dann muss Morgen Braunschweig dran glauben.;-
17:25
Super leistung von ingo weiter so