Auch Co-Trainer Wriedt verlängert bei Phoenix Hagen

Verlängert bei Phoenix: Co Trainer Steven Wriedt (links, hier mit Chefcoach Steven Wriedt).
Verlängert bei Phoenix: Co Trainer Steven Wriedt (links, hier mit Chefcoach Steven Wriedt).
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Steven Wriedt, Co-Trainer beim Basketball-Bundesligisten Phoenix Hagen, spricht über die Hagener Heimschwäche und den finalen Auftritt gegen Bonn.

Hagen.. Für die Klubverantwortlichen bei Phoenix Hagen stand es nie infrage: Das dienstälteste Trainer-Duo der Basketball-Bundesliga arbeitet weiter zusammen. Chefcoach Ingo Freyer hat vor geraumer Zeit seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert, nun folgt Assistent Steven Wriedt. Mit Geschäftsführer Oliver Herkelmann einigte sich der 44-Jährige gestern auf zwei weitere Spielzeiten, nur die Unterschrift fehlt noch. Seit acht Jahren bildet Wriedt ein eingespieltes Gespann mit Freyer - eine solche, im jüngsten 70:77 gegen Trier gipfelnde Negativ-Heimserie wie in dieser Saison ist für ihn aber ebenso neu wie unerklärlich. Über die Saison gerade daheim sprach die WP mit dem Co-Trainer, der sogar schon seit 2006 - damals noch mit Chefcoach Ralf Risse - im Amt ist.

Erst ein richtiger Sieg, dafür schon 14 Niederlagen am Ischeland: Gibt es Erklärungsansätze für solch eine Serie, wo Phoenix gleichzeitig auswärts stark wie nie aufgetrumpft ist?

Steven Wriedt: So richtig verstehen wir das auch nicht. Vielleicht hängt es mit den ersten Heimspielen zusammen, in denen wir noch nicht komplett waren und mögliche Siege verpasst haben. Hätten wir da gegen Bremerhaven, Braunschweig und Bayreuth gewonnen, sähe es heute vielleicht ganz anders um das Selbstvertrauen aus. So aber möchte keiner mehr Verantwortung übernehmen, wenn es in die Crunchtime geht. Bis auf David Bell, aber der fehlt uns ja jetzt. Und ein Larry Gordon als Flügel braucht die Zuarbeit der anderen.

Spielbericht Im Aufbau bekommen mit Niklas Geske und Jonas Grof zwei Youngster viel Spielzeit, dagegen hat Zamal Nixon immer weniger Anteile. Liegt dort das zentrale Problem?

Wriedt: Die Jungs geben ihr Bestes, mit 18, 19 ist man eben nicht in der Lage, Spiele zu entscheiden. Was Zamal angeht: Ich habe noch nie erlebt, dass ein amerikanischer Profi nach gutem Start in so ein Loch fällt und nicht wieder herauskommt. Dabei haben wir ihm auch in der Rückrunde immer wieder Zeit gegeben, gegen Bremerhaven, Bamberg und Frankfurt hat er mehr als 30 Minuten gespielt, herausgekommen ist wenig. Man darf aber auch nicht vergessen, dass seine Verpflichtung im letzten Sommer eine Notlösung war, er war schon in Deutschland und sehr günstig. Da muss man dankbar sein, dass er uns in der Hinrunde ein paar Spiele gewonnen hat, ohne die wir wohl abgestiegen wären.

Die Fans am Ischeland reagieren zunehmend wütender auf die vielen Heimschlappen, gehen vor dem Ende und pfeifen das Team aus. . .

Wriedt: Ich habe großes Verständnis für alle Anhänger, das tut uns richtig leid für die Leute. Ich hoffe aber, sie verstehen, dass wir von Beginn an in einer ganz anderen Situation waren als in den Jahren davor. Da haben wir die Play-Offs erreicht oder nur knapp verpasst, jetzt war es Abstiegskampf von Anfang an. Schon die Team-Zusammenstellung im Sommer war schwierig. Was wir an Verstärkung kriegen konnten, haben wir genommen. Erstaunlich, dass wir unter diesen Bedingungen noch so viele Mannschaften mit mehr Geld hinter uns gelassen haben. Und wenn wir neun Heim- und zwei Auswärtssiege hätten, wäre alles in Ordnung.

Klappt es jetzt wenigstens im letzten Heimspiel gegen Bonn?

Wriedt: Die Hoffnung ist da, in Bonn haben wir ja noch ohne Dino Gregory gewonnen. Und es ist ein Nachbarschaftsduell. Die Amerikaner verstehen zwar nicht so richtig, was ein Derby ist. Wir werden es ihnen noch erklären.