79:91 - Phoenix bleibt auch im Auswärts-Look heimschwach

Gegen die Artland Dragons musste Phoenix Hagen bereits die neunte Niederlage vor heimischer Kulisse hinnehmen.
Gegen die Artland Dragons musste Phoenix Hagen bereits die neunte Niederlage vor heimischer Kulisse hinnehmen.
Foto: Michael Kleinrensing
Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen wartet weiter auf den zweiten Heimsieg. Gegen die Artland Dragons halfen auch die blauen Trikots nicht.

Hagen.. Auch im ungewohnten Auswärts-Look schwächelt Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen weiter daheim. Das 79:91 (39:41) gegen die Artland Dragons war bereits die neunte Schlappe der in der Fremde so erfolgreichen Schützlinge von Trainer Ingo Freyer am heimischen Ischeland. „Wir hatten von Beginn an nicht den Energie-Level, den wir brauchen, um zu gewinnen“, bedauerte der Coach nach der Partie in der mit 3145 Zuschauern erneut ausverkauften Enervie Arena.

In blauen Trikots, eigentlich die Auswärts-Farbe und damit erfolgversprechend, versuchten sich die Hagener am zweiten Heimsieg auf dem Ischelandhallen-Parkett. Und erwischten den besseren Start (6:2, 3. Minute). Doch die Dragons entwickelten als erste Zielgenauigkeit aus der Distanz, zwei Dreier von Brandon Thomas und Dennis Horner führten zum 8:12 (5.). Und da Andreas Seiferth und Kenny Frease am Brett ihre Überlegenheit ausspielten, lagen die Gäste bis zum 13:16 (7.) zurück, ehe Phoenix aufs Tempo drückte. Eine 7:0-Führung dank etlicher Ballgewinne brachte die Führung zurück, in der ersten Viertelpause lagen die Hagener vorn.

Phoenix vergibt zu viele Chancen

Dort jedoch schienen sie ihre Konzentration abgelegt zu haben. Fast sechs Minuten blieben die Gastgeber nun ohne Feldkorb, agierten in der Offensive überhastet und fehlerhaft. Nach dem 25:22 (14.) dominierten die Dragons, zumal Seiferth-Gegenspieler Dino Gregory mit dem dritten Foul früh vorerst auf die Bank musste. Erst nach dem 25:31 gelang Keith Ramsey per Fastbreak-Dunking der erste Feldkorb (16.). Die Gäste blieben dennoch vorn, auch weil Phoenix selbst an der Freiwurflinie viele Chancen liegen ließ. Erst nach dem 31:37 durch Horners Dreipunktspiel kamen die Hagener wieder etwas heran, die ersten Dreier von David Bell – an diesem Abend mit ungewohnt vielen Stolperern - und Zamal Nixon sorgten für den nur knappen Pausen-Rückstand.

Und zwischenzeitlich übernahm Phoenix dank Nixons Fastbreak beim 46:45 (23.) sogar wieder die Führung, Dragons-Coach Tyron McCoy bat zur Auszeit. Und fand die richtigen Maßnahmen, beim 47:56 (25.) führte sein Team schon wieder deutlich. Und blieb jetzt vorn, weil man seine Qualitäten von der Dreierlinie unter Beweis stellte. Etwa David Holston und Lawrence Hill, beide vor der Pause noch ohne Punkte, die am Ende zweistellig scorten. Beim 65:71 (33.), durch den agilen Ramsey, dem etliche Ballgewinne gelangen, durften die Phoenix-Fans noch hoffen. Doch die Hagener vergaben zu viele Chancen gerade bei Fastbreaks, zum Teil fast slapstick-reif. Eine böse 0:17-Serie später, in der die Gäste immer wieder aus der Distanz oder über Seiferth trafen (65:88, 37.), hatten die Dragons die wahren Kräfteverhältnisse unter Beweis gestellt. Dank Larry Gordon kam Phoenix noch etwas, für die Hinspielniederlage vor wenigen Wochen hatte sich der Favorit aber eindrucksvoll revanchiert. Und Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann bedauerte: „Wir hatten heute zu wenige Spieler, die offensiv da waren, wo sie sein könnten.“

Phoenix Hagen: Bell (9), Nixon (22), Gordon (17), Brown (6), Gregory, Ramsey (10), Igbavboa (10), Geske (5), Bleck.

Artland Dragons: Graves (8), Hill (12), Seiferth (24), Thomas (7), Doreth (8), Holston (12), Toppert (3), Horner (8), Frease (8), McCray (1), Grünheid.

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