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2,13-m-Riese Björn Schoo macht Phoenix Mut für neue Saison

30.07.2012 | 18:21 Uhr
2,13-m-Riese Björn Schoo macht Phoenix Mut für neue Saison
Als guter Schussblocker profilierte sich Björn Schoo (links) in der 2. Bundesliga ProA. Künftig räumt er eine Klasse höher bei Phoenix Hagen unter den Körben ab.Foto: Michael Gohl

Hagen.   Mit stattlichen 2,13 Metern und seinen Qualitäten als Schlussblocker bringt Phoenix-Neuzugang Björn Schoo eine bislang unbekannte Qualität in den Kader des Basketball-Bundesligisten. Bei der Suche nach einem großen US-Neuzugang ist Hagen nun flexibel.

Seinen Vertrag hat er kürzlich noch einmal verlängert, der Längste im Team ist Bernd Kruel aber nicht mehr. Lichte 2,09 m weist der Routinier von Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen auf, sein künftiger Teamkollege dagegen misst noch vier Zentimeter mehr: Mit 2,13-m-Mann Björn Schoo (31) von ProA-Ligist USC Heidelberg ist Phoenix einig, dieser komplettiert die Rotation an deutschen Spielern . "Er ist tatsächlich noch ein Stück größer und schwerer als ,Storch´", sagt Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann. Jüngst beim Tryout in Hagen trafen beide Center bereits aufeinander. Herkelmann: „Schoo gibt uns mit seiner Größe und seinen Qualitäten als Schussblocker etwas, was wir so noch nicht hatten.“

Björn Schoo machte auch schon Bundestrainer Bauermann auf sich Aufmerksam

Das zeigte Schoo beim Vorspielen vor den Phoenix-Trainern Ingo Freyer/Steven Wriedt, noch vor Flügelspieler Acha Njei war er sofort gefragtester Kandidat. Der lange Center, dessen Heimatverein der TV Bad Säckingen in Bad Württemberg ist, hat nicht nur bereits Bundesliga-Erfahrung gesammelt, als er in der Saison 2008/09 für die Köln 99ers spielte. Er machte 2006 auch den damaligen Bundestrainer Dirk Bauermann auf sich aufmerksam, der Schoo nach dessen Zeit bei der Northern State University ins Sommercamp der A-Nationalmannschaft einlud.

Den Sprung in den Kader um Dirk Nowitzki für die WM in Japan schaffte er aber nicht. Zuletzt spielte Schoo in der 2. Bundesliga in Hannover und dann zwei Jahre beim USC Heidelberg, wo er 2011 angesichts von 8,3 Rebounds und 14 Punkten im Schnitt zum ProA-Center der Saison gekürt wurde. In der letzten Spielzeit holte er in durchschnittlich 20 Minuten Einsatzzeit 8,8 Punkte und 6,2 Rebounds, den Vertrag verlängerte der USC indes nicht.

Bis zum Trainingslager in Kaiserau sollen alle Transfers abgeschlossen sein

In Hagen traut ihm Herkelmann durchaus zweistellige Einsatzzeiten zu, vor allem verschafft er dem Klub bei der Suche nach einem großen US-Neuzugang mehr Flexibilität. „Das muss jetzt kein schwerer Brettcenter mehr sein, sondern kann ein Akteur mit mehr Tempo , Sprungkraft und Athletik sein“, sagt Herkelmann, „ein paar Kilogramm weniger, dafür agiler.“ Ein solcher Center soll ebenso wie noch ein Import-Flügelspieler bis zum Trainingsstart am 15. August verpflichtet sein.

„Ingo Freyer will den Kader dann unbedingt komplett haben“, sagt Herkelmann, zumal wenig später (20.-27. August) ein einwöchiges Trainingslager in der Sportschule Kaiserau ansteht. Dabei sein soll im erweiterten Kader dann auch Niklas Geske, der im Training einen sehr guten Eindruck gemacht hat. Mit Regionalligist AstroStars Bochum, für den der 18-Jährige wie für die Phoenix Juniors spielt, möchte man vereinbaren, dass er auch regelmäßig beim Erstliga-Team dabei ist.

Ex-Hagener John Turek soll Führungsrolle in Ludwigsburg übernehmen

Für Erstaunen hat bei Phoenix ein Transfer der Konkurrenz gesorgt: US-Spieler John Turek, in der Saison 2009/10 Leistungsträger in Hagen und zuletzt bei Erstligist Trefl Sopot Center des Jahres in Polen, spielt künftig für die Neckar-Riesen Ludwigsburg und soll dort eine Führungsrolle übernehmen. „Das wundert mich sehr“, reagierte Herkelmann, für Phoenix sei der 29-Jährige nicht auch nur annähernd finanzierbar gewesen: „Offensichtlich hat Ludwigsburg noch immer erheblich mehr Geld zur Verfügung als wir.“ Erst kürzlich hatten die Neckar-Riesen Phoenix bei Nationalspieler Lucca Staiger überboten.

Axel Gaiser



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