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Patzer in den Schluss-Sekunden ärgern Schalkes Trainer Skiba

16.01.2013 | 18:06 Uhr
Patzer in den Schluss-Sekunden ärgern Schalkes Trainer Skiba
Wieder einmal Schalkes Top-Scorer: Justin Smith – hier gegen Münsters Anton Arnst – gelangen bei der 94:102-Niederlage 26 Punkte.Foto: Thomas Schmidtke

Erle.   „Schlimmer kann man sich selbst nicht schlagen“, sagt er nach dem 94:102 gegen den UBC Münster, der sich in der Verlängerung durchsetzt. „Das ist mehr als ärgerlich. Schon bitter.“ Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hält sein Team beim 79:77 eigentlich alle Trümpfe in der Hand.

FC Schalke 04 -
UBC Münster 94:102 (39:41, 79:79)

Viertel: 23:16, 16:25, 17:13, 23:25.

Verlängerung: 15:23.

FC Schalke 04: Obradovic (11/3), Piechotta, Ramanauskas (10), Leidag, Hülsmann (1), Schmüdderich (7), Letailleur (10/2), Lehmann (13/3), Smith (26), Penev (16 ).

Es gibt solche und solche Niederlagen. Doch das 94:102 (39:41, 79:79), das die Basketballer des FC Schalke 04 in ihrer Partie der 1. Regionalliga am Dienstagabend gegen den UBC Münster kassierten (die WAZ berichtete kurz), tat besonders weh. „Schlimmer kann man sich selbst nicht schlagen“, sagte Heiko Skiba. Es waren die letzten 20 Sekunden, die beim Trainer fast für Fassungslosigkeit sorgten.

Es stand 79:77, als sich Jan Letailleur einen derben Ballverlust leistete. „Das Ding muss er festhalten, sich foulen lassen, an die Freiwurf-Linie gehen, zwei Dinger reinhauen, dann bist du mit vier Punkten vorne, und das Spiel ist entschieden“, sagte Heiko Skiba. Nachdem Kapitän Jan Letailleur dann Konrad Tota gefoult hatte, glich der UBC-Mann zum 79:79 aus. Noch 5,6 Sekunden standen auf der Uhr. Auszeit. Heiko Skiba erklärte auf der Taktik-Tafel, was zu tun ist. „Aber“, so formulierte der Schalker Trainer, was er dann gesehen hatte, „Milan Obradovic legt den Ball aus einem halben Meter daneben.“

In der Verlängerung, in die die Schalker ohne Justin Smith gehen mussten (fünftes Foul), gab es zwischendurch noch einmal Hoffnung, und zwar beim 92:94. Aber Milan Obradovic scheiterte mit seinem Versuch eines Drei-Punkte-Wurfes. Auf der anderen Seite klappte es jedoch. 92:97. „Da war das Spiel gelaufen. Münster hat in der Verlängerung alles getroffen“, sagte Heiko Skiba. Die Overtime wollte der Schalker Coach jedoch auch nicht als Maßstab nehmen, zumal nach Justin Smith auch noch Atanas Penev, Kevin Lehmann, Jan Letailleur und Milan Obradovic wegen ihres jeweils fünften Fouls vorzeitig das Parkett verlassen mussten. Dass es überhaupt zu dieser Verlängerung gekommen war, nervte Heiko Skiba. „Wir hatten dreimal die Chance, das Spiel zu gewinnen“, sagte er. „Und das musst du zu Hause auch machen. Das ist mehr als ärgerlich.“ Kurze Pause. „Schon bitter.“

Zwölf-Punkte-Führung – 19:7

Und so war auch schon längst wieder vergessen, dass die Schalker am Dienstagabend hervorragend ins Spiel gekommen waren. Keine fünf Minuten waren absolviert, da wechselte UBC-Trainer Philipp Kappenstein schon seinen Top-Mann aus. Allerdings nur kurz – um nämlich David Hicks einen kleinen Vortrag zu halten. Das brachte jedoch nichts. Überzeugend trat das Skiba-Team (noch) auf und zog vor allem dank seines US-Boys Justin Smith, dem im ersten Viertel 13 Punkte gelangen, zwischenzeitlich sogar einmal auf zwölf Zähler weg – 19:7.

Allerdings schafften es die Schalker in der Folge nicht, ihre Souveränität und Ruhe zu bewahren. Das nutzte der UBC und legte im zweiten Viertel einen 12:0-Lauf zur 30:25-Führung hin. Weil dann aber Kevin Lehmann und Jan Letailleur hintereinander mit ihren Dreiern erfolgreich waren (38:38), war die Spannung für den Rest des Spiels wieder garantiert. In der Schlussphase schien das Team von Heiko Skiba dann gegen die aggressiven Münsteraner, „die den Korb zugemacht haben“, wie Schalkes Trainer sagte, auch wieder auf einem guten Weg zu sein. Juozas Ramanauskas und Justin Smith (zwei plus eins) machten aus dem 70:72 nämlich eine Drei-Punkte-Führung, die dann schließlich auch beim 79:76 noch Bestand hatte. Aber dann!

Andree Hagel



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