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Nowitzki und die Mavs haben ihren Meisterring

26.01.2012 | 13:48 Uhr
Nowitzki und die Mavs haben ihren Meisterring

Dallas.   Dirk Nowitzki hat nach monatelanger Wartezeit endlich seinen Meisterring erhalten. Bei der anschließenden Niederlage gegen die Minnesota Timberwolves war der Star der Dallas Mavericks wieder nur Zuschauer, fieberte aber als Co-Kommentator für das Fernsehen mit.

Dirk Nowitzki hatte sich in Schale geworfen. Im feinen Zwirn, mit Weste und Krawatte stand der Star der Dallas Mavericks auf dem Parkett im Scheinwerferlicht, als Mark Cuban endlich die Schatulle öffnete. 227 Tage nach dem Titelgewinn wurde dem 33-Jährigen zum Ende einer feierlichen Zeremonie als letztem Spieler der so lange ersehnte Meisterring in die Hand gedrückt, und Nowitzki genoss den besonderen Moment sichtlich.

"Wow, sieht gut aus", sagte der Würzburger und streckte sein neues Schmuckstück unter dem Jubel der Fans lächelnd in die Höhe. Der stolze, etwa 40.000 Dollar teure Ring passte ausgezeichnet zu Nowitzkis Aufzug, lieber hätte der Basketballstar aber wie seine Teamkollegen einen Trainingsanzug getragen.

Niederlage am Feiertag

Nowitzki ist außer Gefecht gesetzt, wegen anhaltender Probleme mit dem Knie und mangelnder Fitness absolviert Deutschlands Sportler des Jahres derzeit ein spezielles Trainingsprogramm und verfolgt die Spiele nur von der Tribüne aus. Auch nach der Ring-Feier mischte sich 'Big D' wieder unter die Zuschauer, doch diesmal übernahm der NBA-Star dabei einen Nebenjob.

Als Co-Kommentator war Nowitzki mit Kopfhörer und Mikro am Spielfeldrand für einen TV-Sender im Einsatz, aber die Unterstützung nützte nichts. Mit 90:105 unterlag der Meister ohne seinen besten Spieler den Minnesota Timberwolves, erneut verdarben sich die Mavs selbst einen Feiertag. Schon beim Saisonauftakt hatte sich der Titelverteidiger unter dem frisch aufgehängten Meisterbanner von Finalgegner Miami Heat demütigen lassen.

Sportlich betrachtet ist es deshalb eine gute Nachricht, dass nach der Übergabe der Meisterringe keine weitere Feier in Dallas geplant ist. Die Zeremonie, bei der auch die ehemaligen Spieler J.J. Barea und Peja Stojakovic dabei waren, war für die Mavericks der letzte Blick zurück. Der Kreis hat sich geschlossen. Ab sofort kann sich der Titelverteidiger voll und ganz auf die neue Saison konzentrieren - und das ist dringend nötig. Durch die erste Heimniederlage nach sieben Siegen in Serie ist Dallas im Westen aus den Play-off-Plätzen gerutscht.

Ein "sehr, sehr speziellen Abend"

Voraussichtlich am Sonntag wird Nowitzki im Spiel gegen die San Antonio Spurs zurückkehren. Bis dahin bleibt viel Zeit, in aller Ruhe den Anblick des für jeden Spieler individuell gestalteten Rings zu genießen. Auf der kleinen Trophäe mit der großen Bedeutung ist das Vereinslogo abgebildet, dezent mit blauen Linien verziert und vom Schriftzug 'Weltmeister' umrahmt. Nowitzkis Modell ist an der Seite mit seinem Namen und der Rückennummer 41 versehen. Dazu ziert ein Meisterstern die mit Diamanten besetzte silberne Fassung.

Nowitzki gefällt das teure Stück, für das er sich nach dem Titelgewinn massiv eingesetzt hatte, nachdem Cuban zunächst andere Vorstellungen formuliert und laut über Armbänder nachgedacht hatte. Bei seiner kurzen Ansprache bedankte sich Nowitzki für einen "sehr, sehr speziellen Abend" und ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss auch den mächtigen Klubboss zu würdigen.

'Ohne diesen Mann wäre nichts möglich gewesen. Er ist der größte Teambesitzer im Sport. Mark Cuban, vielen Dank', sagte Nowitzki. Den 53-Jährigen kommt die Freude aller Beteiligten teuer zu stehen. 1,4 Millionen Dollar hat der milliardenschwere Mavs-Boss beim angesehenen Juwelier Jostens auf den Tisch gelegt. Sein eigenes Exemplar wird Cuban Tag für Tag an eine der schönsten Rechnungen seines Lebens erinnern. (sid)

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