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Basketball-Nationalteam

Günther ist Protagonist für Pesics Tempo-Stil

09.08.2012 | 18:57 Uhr
Günther ist Protagonist für Pesics Tempo-Stil
Eine größere Rolle erhofft sich Per Günther (rechts) beim Aufbau des neuen Basketball-Nationalteams. Foto: dapd

Hagen/Ulm.   Im Vorjahr wurde er noch aussortiert, bevor es wirklich ernst wurde. Jetzt könnte Per Günther eines der Gesichter beim Neuaufbau der Basketball-Nationalmannschaft unter dem als Bundestrainer zurückgekehrten Svetislav Pesic werden.

Am Wochenende beim Super-Cup in Bamberg testen der Spielmacher von Vizemeister Ulm und seine Teamkollegen letztmals , eine Woche später geht es in seiner Heimatstadt Hagen gegen Luxemburg um Punkte in der Europameisterschafts-Qualifikation (18. August, 19 Uhr, Enervie Arena).

Beliebtester Bundesliga-Spieler

In der ausgehenden Ära des Bundestrainers Dirk Bauermann war er ganz klar die Nummer drei auf der Spielmacher-Position, an den erfahreneren und mit NBA-Star Dirk Nowitzki eingespielten Steffen Hamann (Bayern München) und Heiko Schaffartzik (Alba Berlin) führte kein Weg vorbei. Das war im Sommer 2011, ein Jahr später sind die Vorzeichen für Per Günther erheblich günstiger. An Ulms überragender Saison, die erst von Meister Bamberg im Finale um die deutsche Meisterschaft gestoppt wurde, hatte der 24-Jährige großen Anteil, im Nachgang wählten ihn die Fans zum beliebtesten Bundesliga-Spieler. Der verletzte Hamann pausiert im Nationalteam, Nowitzki heiratet heimlich auf einer Insel - und der schnelle Pesic-Stil kommt dem Hagener entgegen. Um eine Nominierung für den endgültigen Kader für die EM-Qualifikation macht sich Günther deshalb wenig Sorgen: „Ich wäre schon sehr überrascht, wenn ich in diesem Jahr nicht dabei wäre.“

Pesic legt großen Wert auf den Fastbreak

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Welche Rolle er in Pesics Konzept spielt, kann er aber nach dem ersten Trainingsmonat und wechselnden Einsatzzeiten in den bisherigen Tests noch nicht richtig einschätzen. „Wahrscheinlich wird sie größer sein als in den letzten Jahren“, hofft er, „aber bisher wurde viel experimentiert. Es wird sich wohl erst jetzt herauskristallisieren, auf wen der Trainer in den wichtigen Spielen setzt.“ Dass er nun mit anderem Selbstbewusstsein im Kreis der Nationalspieler auftritt, verhehlt Günther auch nicht: „Nach der letzten Saison verspreche ich mir schon etwas mehr Spielzeit.“ Auch weil dem schnellen Spielmacher der nun gepflegte Spielstil mit viel Tempo-Basketball entgegenkommt. „Coach Pesic legt großen Wert auf den Fastbreak, wir sollen in den ersten sechs, acht Sekunden attackieren“, sagt er, „defensiv ist sein Konzept ähnlich wie das bisherige. Da haben wir schon ein paar starke Spiele gemacht und nur 60 Punkte zugelassen.“

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Offensiv läuft es noch nicht durchgängig rund, was indes niemanden wundert. „Das war jetzt eine lange Phase mit Spielen, die von der Belastung her einem Trainingslager ähnlich war. Da gingen schon mal ein paar Würfe daneben“, erklärt Günther, „das wird jetzt ein bisschen gedrosselt. Und wir werden auch in der Offensive Qualität hinzugewinnen.“ Dass in der Findungsphase des neuen Nationalteams mit Luxemburg als erstem Pflichtspiel-Gegner in der Europameisterschafts-Qualifikation nicht unbedingt eine Basketball-Großmacht nach Hagen kommt, ist den Auswahlspielern da durchaus recht. „Für den Auftakt ist das doch ein ganz guter Gegner“, sagt Günther, macht aber auch klar: „Ein Spiel, das noch mehr eine Pflichtaufgabe ist, gibt es wohl nicht.“

Axel Gaiser

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