Oldenburger Donnervögel rupfen die Giants Düsseldorf
24.10.2009 | 12:04 Uhr 2009-10-24T12:04:00+0200
Oldenburg. Nach einem ersten starken Viertel kassierten die Düsseldorfer am Freitagabend mit 62:83 beim Deutschen Meister Baskets Oldenburg ihre dritte Auswärtsniederlage.
„Hubird” hatte gut Lachen. Das quietschgelbe Federvieh-Maskottchen der Baskets Oldenburg hüpfte am Freitagabend mit den Fans des Deutschen Meisters ausgelassen um die Wette. Nicht ohne Grund. Die „Donnervögel” hatten den Giants beim 62:83 (16:13, 30:41, 44:66) die allseits erwartete Lehrstunde erteilt.
Wieder blieb nur der Trostpunkt
Auch im dritten Auswärtsspiel blieb für die Reisholzer „Riesen” nach den Niederlagen in Braunschweig (67:80) und vor Wochenfrist in Trier (84:87 nach Verlängerung) wieder einmal nur der Trostpunkt des Verlierers.
Da half es wenig, dass die Mannschaft von Giants-Trainer Achim Kuczmann in Niedersachen zunächst an die starke (Defensiv-)Leistung vom 73:49-Heimpremierensieg gegen die Gießen 46ers anknüpfen konnte.
13:1 Rebounds für die Giants im ersten Viertel
Unter den Brettern beanspruchten die Giants den Luftraum der Oldenburger „Donnervögel” zunächst für sich. 13:1 (!) Rebounds bis zur ersten Viertelsirene sprachen eine deutliche Sprache. Die daraus resultierende 16:13-Führung war vollauf verdient. Aber nur von kurzer Dauer.
Angesichts der stark stehenden Düsseldorfer Abwehr suchte Meister Oldenburg sein (Wurf-)Glück aus der Distanz, mit Erfolg. Allen voran Oldenburgs US-Import Joshua Neville Carter stellte mit einem Feuerwerk aus Drei-Punkte-Treffern zu Beginn des zweiten Viertels unter Beweis, warum er noch immer mit einer Quote von 50 Prozent Rekordhalter in dieser Statistik seines amerikanischen College-Teams Texas A&M ist.
Oldenburgs Carter mit Dreier-Festival
Der Hattrick des 22-Jährigen aus der Drei-Zähler-Distanz, dazu ein Dreier von Teamkollege Majstorovic zum 25:19 nach 14 Spielminuten und schon war es um die Minimalhoffnung der Giants geschehen, vom Oldenburger Terminstress profitieren zu können.
Doch der Premierensieg in der Euroleague beim polnischen Meister Asseco Prokom schien die Baskets eher zu beflügeln als schwere Beine zu verleihen. Mit 28:14 und 24:14 gingen die Viertel zwei und drei an die Hausherren, die es angesichts einer 66:44-Führung vor dem finalen Durchgang entspannt angehen lassen konnten. Indes häuften sich bei den Giants die leichtfertigen Ballverluste.
Zwei Auszeiten beruhigten nicht
Mit zwei Auszeiten versuchte Achim Kuczmann das Spiel seiner Mannschaft im dritten Viertel zu beruhigen - vergebens! Nach dem Schlusspfiff zeigte sich der Giants-Coach gefrustet: „Wir haben leider nur im ersten Viertel ordentlich mitspielen können. Danach hat Oldenburg richtig aufgedreht und jeden unserer individuellen Fehler gnadenlos bestraft!”
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