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Giants ziehen die Wildcard

15.07.2010 | 13:14 Uhr
Giants ziehen die Wildcard
Endlich Gewissheit: die Düsseldorf Giants bleiben der BBL erhalten.

Düsseldorf.Die Giants Düsseldorf werden das 18 Mannschaften umfassende Teilnehmerfeld der Basketball-Bundesliga (BBL) komplettieren. Der Lizenzligaausschuss bescheinigte den Rheinländern ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, so dass die Giants die ihnen zugeteilte Wildcard wahrnehmen können.

Mit einem echten Kraftakt haben die Verantwortlichen der Giants Düsseldorf das scheinbar Unmögliche möglich gemacht: Die Basketballer aus NRWs Landeshauptstadt werden auch in 2010/11 am Spielbetrieb der Beko Basketball Bundesliga teilnehmen können.

„Es war alles andere als eine leichte Aufgabe, die die Verantwortlichen zu bewältigen hatten - noch dazu in einer sehr sportlichen Zeit“, sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer nach der Lizenzerteilung: „Dennoch ist es ihnen gelungen, solide wirtschaftliche Grundlagen für die Zukunft zu schaffen.“

Nachdem das Team um Geschäftsführer Claudio Di Padova in den vergangenen Monaten mit Hochdruck an einem Neustart gearbeitet hatte, gab der Lizenzligaausschuss am Donnerstag grünes Licht. Der Vorsitzende des Lizenzligaausschusses, Alexander Reil, bestätigte den Giants Düsseldorf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Auf Grundlage der eingereichten Unterlagen hätte man keine Bedenken, den Düsseldorfern die Lizenz zu erteilen. Somit war die höchste, zugleich aber auch letzte Hürde auf dem Weg zur Teilnahme an der 45. Saison in der Beko BBL gemeistert.

Große Freude in Düsseldorf

Entsprechend groß war die Freude bei Claudio Di Padova: „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung des Lizenzligaausschusses. In den letzten Wochen haben wir sehr hart dafür gearbeitet, unser Basketball-Projekt am Standort Düsseldorf erhalten zu können.“

Ganz besonders bedankte sich Di Padova bei Murat Didin. Der ehemalige Trainer der Frankfurt Skyliners hatte den Düsseldorfern entscheidende Kontakte zu Sponsoren vermittelt. In der nächsten Saison wird der türkische Cheftrainer bei den Giganten an der Seitenlinie stehen. „Mit ihm haben wir einen sehr erfahrenen und erfolgreichen Trainer gefunden. Gemeinsam mit Murat möchten wir ein junges und hungriges Team aufstellen, um das Düsseldorfer Publikum mit Kampf und Emotionen zu begeistern“, so Di Padova.

Das ist auch nötig, wenn die Düsseldorfer den Klassenerhalt schaffen möchten. Die Giants waren in der vergangenen Saison nach nur acht Siegen in 34 Ligaspielen als zweites Team neben den Paderborn Baskets abgestiegen und profitierten am Ende vom Aufstiegs-Verzicht des Pro-A-Vizemeisters Cuxhaven BasCats. Düsseldorf hatte in den zurückliegenden Wochen im laufenden Insolvenzverfahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Bundesliga-Standort am Rhein zu erhalten.

Die Rettung des Projektes sei ohne die Unterstützung der Stadt Düsseldorf und ohne die kooperative Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Horst Piepenburg nicht möglich gewesen. „Mein Dank gilt außerdem den neuen Gesellschaftern und dem Team der Giants-Geschäftsstelle, das in den vergangenen Wochen und Monaten unter schwierigen Umständen Außergewöhnliches geleistet hat“, betont der Geschäftsführer der neu gegründeten Düsseldorf Basketball GmbH.

Für die Giants Düsseldorf beginnt ihre dritte Spielzeit am Freitag, den 1. Oktober, mit einem Auswärtsspiel beim diesjährigen Playoff-Halbfinalisten Eisbären Bremerhaven. Erster Gegner im heimischen Burg-Wächter Castello ist am Freitag, den 8. Oktober, der Deutsche Meister Brose Baskets aus Bamberg.

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Kommentare
15.07.2010
18:49
Giants ziehen die Wildcard
von wild wild west | #1

Da wird mal schnell die alte GmbH und die Schulden entsorgt. Die Gläubiger schauen in die Röhre und Di Padova macht weiter als ob nichts gewesen ist. Das nenne ich mal wirklich krass. Die nächste Insolvenz wird bei dem bisher kolpotierten Etat nicht lange auf sich warten lassen. Das die Giants in Person von Di Padova nicht rechnen können, wurde in den letzten zwei Jahren eindeutig bewiesen. Finanzspritzen der Stadt bis zum abwinken und dann doch noch mit über 300.000 Euro in die Insolvenz gegangen. Seriös geht anders. Für mich haben die Giants alle Glaubwürdigkeit verloren.

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