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Basketball-Bundesliga

Giants verlieren auch Spiel sieben

08.11.2010 | 16:15 Uhr
Giants verlieren auch Spiel sieben

Düsseldorf. Die Giants kassierten am Sonntagabend gegen Tübingen aufgrund eines miserablen zweiten Viertels mit 74:88 ihre siebte Niederlage und warten weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis.

Beim Verlassen der Reisholzer Katakomben warf Igor Perovic noch einen letzten Blick auf seinen Trainerkollegen Murat Didin zurück und ließ den vielleicht entscheidenden Satz des Abends über die Lippen gleiten. „Don’t give up!“ –  „Gib nicht auf!“ – empfahl der Headcoach der Tigers Tübingen seinem Düsseldorfer Pendant der Giants.

Giants-Trainer Murat Didin. Foto: Uwe Schaffmeister

Was angesichts der auf sieben Niederlagen in sieben Saisonpartien in der Basketball-Bundesliga angestiegenen Nullnummern-Serie leichter dahergesagt als derzeit realisierbar erscheint. Das 74:88 gegen größtenteils bissige schwäbische Raubkatzen diente nur bedingt als fruchtbarer Nährboden für Hoffnungen auf eine Trendwende. Lediglich die ersten fünfeinhalb Spielminuten ließen 2069 nimmermüde Berufsoptimisten, sofern sie es mit dem Tabellenletzten hielten, hoffen. Die Reisholzer suchten mit Ex-Tübinger Steven Wright und Saison-Debütant London Warren in der Startfünf ihr Heil aus der Distanz, was zumindest für ein intaktes Selbstvertrauen sprach. Haynes, Famutimi und Wischnewski nahmen nacheinander goldrichtig Maß und schraubten die Führung mit ihrem Dreier-Hattrick auf 15:6. Tübingen flüchtete sich geschockt in eine Auszeit, während Giants-Aufbauspieler DeAndre Haynes mit rudernden Armen am liebsten jeden einzelnen Zuschauer zur Anfeuerung aus den Sitzschalen mobilisiert hätte.

Doch es wurde schnell wieder ruhig im Reisholzer Hallenrechteck. Mit der ersten Viertelsirene sorgte Dane Watts nicht nur für die 26:24-Führung der Gäste. Der Treffer schien die Giants bis in die Wurfhand verunsichert zu haben. Denn was sich die Reisholzer im zweiten Viertel erlaubten, grenzte an einen sportlichen Offenbarungseid. Tübingen traf aus allen Lagen, genoss allerdings auch unter dem Giants-Korb absolute Narrenfreiheit. Raubkatze Kenneth Wiliams stand unter dem Brett der Gastgeber reihenweise dermaßen frei, dass er sich über Gesellschaft bestimmt gefreut hätte – nur fühlte sich für den 25-jährigen US-Boy auch dann keiner zuständig, als dieser zum dritten Mal in Folge zum Korbleger hochstieg und auf 33:27 erhöhte. Was erst der Anfang vom vorzeitigen Ende der Giants war, die diesen Durchgang mit 10:30 (!) fast kampflos abschenkten.

Trainer Murat Didin, normalerweise ein Irrwisch an der Seitenlinie, erstarrte mit verschränkten Armen zur Salzsäule. Nach der Halbzeitansprache im garantiert dreistelligen Dezibelbereich starteten die Giants zur Aufholjagd und kamen durch Famutimis doppelten Freiwurf auf 62:72 nach 30 gespielten Sekunden im letzten Viertel heran. Der Glaube an eine Wende war allerdings ebenso vergebens wie wahrscheinlich jener an einen Sieg im kommenden Spiel. Am Freitag geht es zu Rekordmeister Alba Berlin.

Marcus Gülck

Kommentare
08.11.2010
21:29
Giants verlieren auch Spiel sieben
von Maxi Bohnen | #1

Tut mir Leid, aber Rekordmeister ist Bayer Leverkusen, nicht Alba!

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2010-11-08 16:15
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