Giants-Frust kam wie ein Kater am Morgen nach der Party
09.11.2009 | 18:38 Uhr 2009-11-09T18:38:00+0100
Düsseldorf. Am Tag danach setzte der Frust ein. Am Sonntag hatten die Bundesliga-Basketballer der Giants im Auswärtsspiel beim MBC Weißenfels eine sportliche Achterbahnfahrt auf dem Parkett hingelegt, unterlagen trotz einer grandiosen Aufholjagd noch mit 96:101 nach Verlängerung.
Nach dem anfänglichen Stolz, einen 26-Punkte-Rückstand mit einem 32:9-Lauf noch egalisiert zu haben, kehrte wie ein Kater am Morgen nach einer Party mit etwas Abstand bei den Giganten dann doch der Frust über die ganze schwache erste Halbzeit ein.
„Klar überwiegt bei einer Niederlage die Enttäuschung, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit super aufgetreten sind. Hätten wir eine solche Leistung nur fünf Minuten lang in der ersten Halbzeit gezeigt, hätten wir die Partie gewonnen”, haderte Kapitän Gordon Geib. „Wir haben aber vor allem im zweiten Viertel nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.”
Geib persönlich war indes mit seiner bisher besten Saisonleistung zur Triebfeder der Aufholjagd avanciert. Was ihm ein Sonderlob von Cheftrainer Achim Kuczmann bescherte. Dies gab es auch für die Youngster Tom und Ben Spöler sowie Matthias Goddek. „Die drei haben uns, gemeinsam mit Brant Bailey und eben Gordon, bei der Aufholjagd enorm geholfen”, attestierte Kuczmann.
Für den 55-Jährigen selbst war die Nacht kurz. Nach der Rückkehr gegen ein Uhr in der Früh saß der Trainer bereits am Montagmorgen um 8 Uhr wieder in seinem Büro an der Nürnberger Straße und studierte intensiv die DVD-Aufzeichnung der Partie. Vor allem die unglücklichen Aktionen in der Verlängerung, als die Giganten mit vier Fehlwürfen den durchaus möglichen Sieg buchstäblich wegwarfen, wurmten Kuczmann sehr.
Die herausgefilterten Fehler und Erkenntnisse werden Bestandteil der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen die Baskets Bamberg am Samstag (18.30 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) sein.
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