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Ein harter Auftakt für die Giants

29.08.2009 | 15:28 Uhr
Ein harter Auftakt für die Giants

Düsseldorf. Im Start-Monat Oktober stehen vier Auswärtsspiele, aber nur eine Heimpartie an. Am kommenden Donnerstag beginnt die Vorbereitung. Elf Testspiele stehen an, rund 25 taktische Systeme müssen gelernt werden.

Aller Anfang hält so seine Tücken bereit. Das musste auch Jonathan Cox erfahren. Der Neuzugang bei den Bundesliga-Basketballern der Giants hatte sich bestens auf seine neue Heimat vorbereitet, ein paar deutsche Wörter gelernt und eine Landkarte von Europa mitgebracht. Auf der ist auch das rund 326 Kilometer nordwestlich gelegene Den Helder eingezeichnet.

„In jeder Trainingseinheit wird ein bisschen was neues dazu kommen”, hat Kuczmann einen langsam ansteigenden Aufbau geplant.

Im niederländischen Nordseeküsten-Ort beziehen die Giganten vom 7. bis 10. September ihr Trainingslager. Cox hat aber noch kein Gefühl für die Distanzen in Europa. „Ist es sehr kalt dort oben im Norden”, fragte der 23-Jährige bange. Und sorgte für Erheiterung im Giants-Büro.

Wichtiger, als die im Vergleich zu den USA geringeren Entfernungen zu verinnerlichen ist für den neuen Power Forward aber jener Lehrstoff, der ab dem kommenden Donnerstag auf dem Plan steht. Dann bittet Cheftrainer Achim Kuczmann zur ersten Trainingseinheit mit Basketball.

Bis zum Saisonstart am 9. Oktober bei den Phantoms Braunschweig gilt es, rund 25 taktische Systeme zu lernen, die Kuczmann und „Co” Hansi Gnad ausgetüftelt haben. Elf Testspiele (die NRZ berichtete) sollen dabei helfen. Die Systeme werden aber nicht mit dem Holzhammer eingetrichtert. „In jeder Trainingseinheit wird ein bisschen was neues dazu kommen”, hat Kuczmann einen langsam ansteigenden Aufbau geplant.

Große taktische Veränderungen wird es allerdings nicht geben. „Wir werden da anknüpfen, wo wir in der vergangenen Saison aufgehört haben”, erklärte Kuczmann. Es wird offensiv also wieder einen Mix aus Distanzwürfen und überraschenden Attacken zum Korb geben. In der Defensive wird wieder das Hauptaugenmerk auf einer variablen Zonenverteidigung liegen.

Für Stirnrunzeln sorgt indes der BBL-Spielplan. „Der scheint mir nicht durchdacht zu sein”, sagt Kuczmann. Im Oktober stehen vier Auswärts-partien und nur ein Heimspiel an. „Das ist ein hartes Programm. Dieser Monat ist sehr wichtig. Anfang November wird man schon eine Standortbestimmung vornehmen können”, so der 55-Jährige.

Der ist froh, dass er mit Cox und B. A. Walker nur zwei Neue integrieren muss, während viele Konkurrenten kräftig Personal gewechselt haben: „Es kommt uns sicherlich gerade am Anfang entgegen, dass wir unser Team weitgehend zusammen gehalten haben.”

Oliver Schaal

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