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Für Nowitzki war die lange Pause "psychisch nicht einfach"

02.01.2013 | 13:30 Uhr
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Dirk Nowitzki wirft über Jan Vesely von den Washington Wizards hinweg.Foto: dapd

Washington.  NBA-Basketball-Star Dirk Nowitzki robbt sich nach schwieriger Operation langsam wieder heran, jetzt gab es einen Arbeitssieg gegen Schlusslicht Washington. Seine Hoffnungen auf die Playoff-Teilnahme hat er noch nicht aufgegeben, wie er im Interview mit der WAZ-Mediengruppe verrät.

Elf Punkte? Vor einem Jahr hätte Dirk Nowitzki über diese Punktbilanz nur müde gelächelt. Heute ist der alternde Star des früheren NBA-Champions Dallas Mavericks sichtlich froh über die erste zweistellige Ausbeute nach seiner Rückkehr aus der zweimonatigen Krankenpause infolge einer Operation am rechten Knie Mitte Oktober. Gegen die Washington Wizards, das mit vier Siegen und 25 Niederlagen schlechteste Team der amerikanischen Profibasketball-Liga, gelang den „Mavs“ am Neujahrsabend ein hart erkämpftes 103:94.

Nach sechs Niederlagen hintereinander wieder ein Sieg für die einst vom Erfolg verwöhnten Texaner, die in der Hauptstadt am Anfang indisponiert wirkten und wie der sichere Verlierer aussahen. Dank Vince Carter, der wegen seiner 23 Punkte und einem brachialen Slam-Dunk im Umkleideraum der begehrteste Interviewpartner war, hat die Mannschaft von Trainer Rick Carlisle die Partie im dritten Viertel noch umgebogen. Dirk Nowitzki war nach der Lockerungsmassage der letzte Spieler, der aus der Dusche kam. Ein kurzes Gespräch zwischen Abtrocknen und Anziehen.

Wie geht‘s dem Knie?

Dirk Nowitzki: Das ist die gute Nachricht: sehr gut. Ich kann wieder alles machen.

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Alles?

Dirk Nowitzki: Die Ausdauer kommt langsam zurück. Ich bewege mich besser. Jetzt müssen noch die Beine mitmachen. Mitte Januar hoffe ich wieder guten Basketball zu spielen.

Reicht das noch für die Playoffs, die Dallas seit zwölf Jahren nicht verpasst hat? Die Mavericks liegen in der Western Conference nur auf Platz 12 - bei 15 Mannschaften. 

Dirk Nowitzki: Ich habe noch nie aufgegeben. Es wird eng, aber wir haben noch viele Spiele. Da kann noch einiges passieren. Spätestens nach dem Allstar-Game im Februar müssen wir Bestform haben.

Was ist schief gelaufen bei Ihnen?

Dirk Nowitzki: Ich dachte, ich komme schneller wieder auf die Beine. Dann gingen nach der OP die Schwellungen im Knie nicht zurück. Ich konnte nichts machen. Das hat mich echt zurückgeworfen. Es hat ewig gedauert. 

Nowitzki-Mania in Berlin

Sie wirken schwer gefrustet. Haben Sie in Ihrer Karriere noch nie einen vergleichbaren Rückschlag wegstecken müssen?

Dirk Nowitzki: Nein. Das hat es mental für mich ja so schwer gemacht. Ich habe in der letzte Saison kein Spiel verpasst, und jetzt auf einen Schlag 27. Es ging nicht vorwärts. Ich hatte schwierige Tage, konnte nicht trainieren, war schlecht drauf. Danach habe ich mir den Hintern abgearbeitet, um wieder in Form zu kommen. Dem Team konnte ich trotzdem am Anfang nicht helfen. Psychisch nicht einfach.

Und jetzt? Sie hatten gegen Washington häufig Verschnaufpausen.

Dirk Nowitzki: Das war das fünfte Spiel nach meiner Zwangspause. Im Moment reicht die Puste noch nicht für einen längeren Einsatz. Aber es wird jeden Tag besser. Wenn es keinen Rückschlag gibt, denke ich, dass ich bald wieder 30 bis 35 Minuten spielen kann.

Ihr Trainer Rick Carlisle ist nach der Klatsche neulich gegen San Antonio ausgerastet, hat Strafen für schlechte Leistungen angedroht und einzelne Spieler im Training zusammengestaucht - Sie auch?

Dirk Nowitzki: Als Coach muss man auf die richtige Punkte drücken, damit die Mannschaft richtig reagiert. Und ja, Rick hat mich in der letzten Woche auch härter angefasst. Das ist in Ordnung. Er muss uns nach vorn treiben. 

Dirk Hautkapp

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