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Die schwere Last, Bayern München zu sein

19.02.2012 | 14:00 Uhr
Dirk Bauermann und Bayern sind auswärts schwach
Dirk Bauermann und Bayern sind auswärts schwach

Dirk Bauermann, Trainer des Basketball-Bundesligisten Bayern München, erklärt sich die Auswärtsschwäche seines Teams mit dem Druck der Weltmarke Bayern.

Frankfurt (SID) - Uli Hoeneß als ausgewiesenen Basketball-Experten zu bezeichnen, geht wahrscheinlich etwas zu weit. Mit der Bundesliga-Arithmetik kennt sich der Bayern-Präsident allerdings aus, nicht nur im Fußball. Mit einer desaströsen Auswärtsbilanz wie die der Münchner Korbjäger sinken die Chancen auf eine erfolgreiche Saison von Woche zu Woche. Und so kam Hoeneß bereits vor der zehnten Pleite im elften Spiel in fremder Halle bei den Frankfurt Skyliners (49:68) zum Schluss: "Da müssen wir schon noch zwei oder drei gewinnen, wenn wir in die Play-offs wollen."

Wie das gelingen soll, weiß Coach Dirk Bauermann derzeit nicht so genau. Die Vorstellung in Frankfurt bezeichnete er als "nicht akzeptabel", brachte aber gleich Verständnis für seine junge Mannschaft auf. "Das 'mir san mir' haben die Basketballer noch nicht verstanden. Der Druck, für diese Weltmarke unterwegs zu sein, gehört ständig dazu", sagte der frühere Nationaltrainer und stellte nach der katastrophalen Leistung in Frankfurt klar: "Das zeigt, dass die Mannschaft ein Problem hat, auswärts mit dem Druck im Kopf zurechtzukommen."

Die Niederlage in Frankfurt folgte ausgerechnet einer Galavorstellung in eigener Halle. Gegen das Überraschungsteam aus Ulm hatten die Bayern ihren elften Sieg im zwölften ausverkauften Heimspiel gefeiert - mit Uli Hoeneß mittendrin. Matchwinner Je'Kel Foster war seinem obersten Boss vor Freude gar völlig verschwitzt in die Arme gesprungen.

Die jungen Bayern tragen schwer an der Last, ein Ableger der polarisierenden Fußballer zu sein. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison war die Halle in Frankfurt ausverkauft. "Wir sind aber eine Mannschaft, die sich diese Aufmerksamkeit und diese Zielscheibe auf dem Rücken noch nicht verdient hat", meinte Bauermann.

Anders als Meister Brose Baskets Bamberg, der Inbegriff der Bundesligakonstanz. Der Spitzenreiter hatte gegen das Schlusslicht aus Göttingen nie Probleme und gewann 101:68. Auch Verfolger Ulm hatte sich von der Niederlage in München erholt und besiegte Bremerhaven 98:71. Alba Berlin wahrte als Tabellenvierter den Anschluss mit einem 94:70-Sieg im Verfolgerduell gegen die Artland Dragons.

sid

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