Crailsheim Merlins einziger Bewerber für BBL-Wildcard

Die Crailsheim Merlins bewerben sich als einziger Club um die Wildcard für die Basketball-Bundesliga. Nach Angaben der Liga hat nur der Absteiger fristgerecht sein schriftliches Interesse hinterlegt und die entsprechenden Unterlagen eingereicht.

Köln.. Die Merlins müssen sich nun am 3. Juli bei der AG-Sitzung der BBL in Braunschweig den anderen Erstligisten präsentieren. Danach entscheidet die Gesellschafterversammlung, bestehend aus dem Präsidenten der AG Basketball Bundesliga und einem Vertreter des Deutschen Basketball Bundes, ob Crailsheim den durch den Rückzug der Artland Dragons freigewordenen Platz bekommt.

Sollten die Merlins den Zuschlag erhalten ist für den Club eine Zahlung in Höhe von 250 000 Euro fällig. Die Vereine der Bundesliga haben sich bereits dafür ausgesprochen, dass die Liga auch in der kommenden Saison aus 18 Teams bestehen soll. Von daher ist davon auszugehen, dass der Tabellenletzte der vergangenen Spielzeit die Wildcard bekommt. Der zweite Absteiger, die TBB Trier, hatte auf eine Bewerbung verzichtet. Der finanziell angeschlagene Club will in der zweiten Liga Pro A einen Neuanfang starten.

Der neue Präsident der Basketball-Bundesliga soll ebenfalls bereits auf der nächsten Sitzung aller Vereine am 2./3. Juli in Braunschweig gewählt werden. Eigentlich war die Entscheidung erst für Ende September vorgesehen. Da im Sommer aber auch ein Nachfolger für Geschäftsführer Jan Pommer gefunden werden muss, hat sich das aktuelle Präsidium um Alexander Reil entschlossen, die Wahl vorzuziehen.

Reil hatte im Dezember des vergangenen Jahres offiziell die Nachfolge von Thomas Braumann angetreten, der sein Amt zum 30. Juni 2014 nach acht Jahren aufgegeben hatte. Bei der Abstimmung hatte sich Reil, der auch Vorsitzender der MHP Riesen Ludwigsburg ist, gegen den externen Kandidaten Hans-Jürgen Appelrath durchgesetzt. Beide sollen auch jetzt wieder Interesse am Posten haben.