Crailsheim legt Berufung gegen Wertung von Phoenix-Spiel ein

Will die 0:40-Wertung nicht hinnehmen: Crailsheim-Coach Silvano Poropat.
Will die 0:40-Wertung nicht hinnehmen: Crailsheim-Coach Silvano Poropat.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Wegen eines Staus hatte es der Aufsteiger nicht pünktlich nach Hagen geschafft. Die BBL wies den Einspruch gegen das verloren gewertete Spiel zurück.

Crailsheim.. Basketball-Bundesligist Crailsheim Merlins hat wegen der als verloren gewerteten Partie gegen Phoenix Hagen Berufung gegen die Entscheidung der BBL-Spielleitung eingelegt. Wie der Tabellenletzte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mitteilte, begründete Rechtsanwalt Jürgen Hägele die fristgerechte Berufung damit, dass durch einen Lkw-Unfall auf der Autobahn am vergangenen Samstag "eine unvorhersehbare und für die Merlins unabwendbare Situation entstanden ist, was nach der Spielordnung der BBL höhere Gewalt" dargestellt habe. Nun muss das Schiedsgericht über die endgültige Wertung der ausgefallenen Begegnung entscheiden.

Die BBL hatte einen Einspruch gegen das mit 0:2 Wertungspunkten und 0:40 Korbpunkten verloren gewertete Spiel am Dienstag zurückgewiesen. Der Aufsteiger hatte es vor einer Woche wegen des Wintereinbruchs nicht pünktlich nach Hagen geschafft, weil der Bus der Crailsheimer auf der A6 im Stau stecken geblieben war. Die Merlins hatten unter anderem "höhere Gewalt" für ihr Nichtantreten angeführt.

BBL-Spielleiter Dirk Horstmann hatte diese Begründung nicht anerkannt, da nach ständiger Verbands-Rechtsprechung ein Stau auf der Autobahn "kein unvorhersehbares oder unabwendbares Ereignis" sei. "Vielmehr muss heute bei der Anreise mit dem Auto oder dem Bus damit gerechnet werden, dass man in einen Stau gerät", hieß es in der Mitteilung der Liga. (dpa)