Bayern-Basketballer stehen vor einem Umbruch

Trotz aller Enttäuschung über die knapp verpasste deutsche Meisterschaft saß Marko Pesic am Montag bereits wieder in seinem Büro. Schließlich steht dem Geschäftsführer von Bayern München ein ereignisreicher Sommer ins Haus.

München.. Das Gesicht der Mannschaft wird sich aller Voraussicht nach deutlich ändern, auch wenn Pesic sagt, "dass ein großer Umbruch eigentlich nicht unser Ziel ist." Doch obwohl sich die Münchner trotz aller Probleme erneut bis ins Finale gekämpft haben, braucht die Mannschaft eine Auffrischung.

Vor allem auf den deutschen Positionen im Kader wird es einige gravierende Veränderungen geben. Für die Nationalspieler Robin Benzing und Lucca Staiger dürfte es ebenso wenig eine Zukunft an der Isar geben wie für die Routiniers Jan-Hendrik Jagla und Yassin Idbihi. Idbihi und vor allem Staiger werden mit den Brose Baskets Bamberg in Verbindung gebracht. Wohin die Reise für Benzing und Jagla, die unter Coach Svetislav Pesic zuletzt kaum noch Spielzeit bekamen, geht, ist ungewiss.

"Wir werden uns jetzt mit dem Präsidium zusammensetzen und sehen, was für Vorstellungen und Maßgaben es dort gibt", sagte Pesic. "Eine Pause gibt es in diesem Geschäft für die Verantwortlichen nicht. Es geht immer weiter."

Einer der ersten Gesprächspartner von Pesic wird in den kommenden Tagen Heiko Schaffartzik sein. Der Vertrag des Aufbauspielers läuft ebenfalls aus, seine Zukunft hat der Nationalspieler bislang offen gelassen. "Heiko ist ein Spieler, der mit seiner Art einzigartig in Deutschland ist", sagte Pesic und lobte: "Er ist einer, der immer vorangeht, ein Spieler mit Charakter." Allerdings wurde Schaffartzik von Trainer Svetislav Pesic im Laufe der Saison auch öffentlich kritisiert, was dem gebürtigen Berliner nicht geschmeckt hat.

Fest steht, dass die Münchner auf einigen Positionen athletischer werden müssen. In den Medien werden bereits diverse Namen potenzieller Zugänge gespielt, unter anderem werden in Tibor Pleiß, Maik Zirbes und Tim Ohlbrecht drei deutsche Center genannt. Schließlich ist auch die Zukunft von John Bryant unklar, der weiter von der NBA träumt. "Sollte das nicht klappen, ist Bayern aber mein erster Ansprechpartner", sagte der Amerikaner, der eine starke Finalserie gespielt hat.

Viel wird auch davon abhängen, ob die Bayern trotz des verpassten Titels wieder in der Euroleague spielen. Anfang Juli will die Euroleague entscheiden, welche Clubs eine Wildcard bekommen.