Bamberg bleibt Alba Berlin auf den Fersen

Berlin..  Der Hallenverweis für Trainer Sasa Obradovic war der passende Weckruf für die Basketballer von ALBA Berlin. Keine 48 Stunden nach der Euroleague-Pleite bei Roter Stern Belgrad siegte der Bundesliga-Tabellenführer zu Hause ungefährdet mit 91:60 gegen medi Bayreuth. Mit dem 19. Sieg im 20. Spiel untermauerten die Berliner am Samstag ihre Spitzenposition in der Tabelle. Schärfster Verfolger mit vier Punkten Rückstand bleiben die Brose Baskets Bamberg.

So kurz nach einem schlechten Spiel wie in Belgrad sei es nicht einfach gewesen, so eine gute Reaktion zu zeigen, sagte ALBA-Trainer Obradovic. Dass der stets temperamentvoll mitgehende Coach nach zwei Technischen Fouls die Halle verlassen musste, beeindruckte den Tabellenführer vor mehr als 10 000 Zuschauern dabei nicht. „Es wirkte fast, als hätte meine Disqualifikation meinem Team gut getan, denn danach sind sie richtig aufgewacht und haben noch stärker gespielt“, sagte Obradovic.

Bayreuths Headcoach Michael Koch räumte ein, dass sein Team dem konstanten Druck von ALBA nicht gewachsen gewesen sei. „Wir haben gefightet so gut es ging, aber heute war hier nichts zu holen für uns“, sagte er.

Bayern München durfte sich am Samstag über den höchsten Sieg der bisherigen Saison freuen. Der Meister zeigte sich nach dem Einzug ins Eurocup-Achtelfinale blendend aufgelegt und deklassierte Phoenix Hagen mit 124:79. Schmerzlich vermisst wurde bei den Hagenern Center Keith Ramsey, der mit einem Bänderriss noch mehrere Wochen ausfällt.

Tabellenzweiter bleiben die Brose Baskets Bamberg, die EWE Baskets Oldenburg am Sonntag im Heimspiel vor 6800 Zuschauern mit 89:82 besiegten. Der Oldenburger Adam Chubb traf mit 24 Punkten am häufigsten. Bester Werfer der Oberfranken war Joshua Duncan mit 21 Punkten.

Der Tabellenvierte ratiopharm Ulm besiegte das Schlusslicht Crailsheim Merlins mit 86:71.