Aus für Rennen in Deutschland nicht sicher

Jerez de la Frontera..  Im Poker um das Deutschland-Rennen in dieser Formel-1-Saison hat Bernie Ecclestone seine Aussage, es werde keinen Start auf deutschem Boden geben, wieder abgeschwächt. „Wir tun unser Bestes, vielleicht haben wir am Wochenende eine Antwort“, sagte der Geschäftsführer der Formel 1 in einem Gespräch der englischen Nachrichtenagentur Press Association. Darin machte Ecclestone auch die deutschen Zuschauer mitverantwortlich für die derzeitige Misere. „Letztlich, und nur Gott weiß warum, ist das deutsche Publikum lausig“, zitierte ihn PA. Zuvor hatte die Rhein-Zeitung von einem Fax berichtet, in dem der 84 Jahre alte Brite sein Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht habe, dass in diesem Jahr weder auf dem Nürburgring noch auf dem Hockenheimring gefahren würde.

Nürburgring wäre an der Reihe

Das würde bedeuten, dass in dem Jahr, in dem der deutsche Werksrennstall Mercedes seinen Kons­trukteurstitel verteidigen will und mit Weltmeister Lewis Hamilton und Vizechampion Nico Rosberg als Topfavoriten antritt sowie Sebastian Vettel mit Ferrari eine neue Ära einläuten möchte, kein Rennen im Autobauerland stattfinden würde. Es wäre das erste Mal seit 1960.

Das Rennen ist für den 19. Juli vorgesehen gewesen. Der Hockenheimring gilt schon länger als mögliche Alternative für den finanziell schwächelnden Nürburgring, der an der Reihe wäre. Die beiden Kurse wechseln sich seit 2009 ab.