Auge für Talente

Klar, der Wechsel von André Schürrle zum VfL Wolfsburg ist sicher ziemlich spektakulär, ansonsten aber war der letzte Tag der Winter-Transferperiode nicht wirklich aufwühlend. Am Ende konnte fast nur von Wechseln berichtet werden, die aus diversen Gründen doch nicht zu Stande kamen.

Gerade diese könnten sich mit etwas Abstand allerdings als besonders interessant herausstellen. Denn viele gescheiterte Transfers beschäftigen die Fans ja häufig noch Jahre später. Beim 1. FC Saarbrücken wollte man Ende der 70er Jahre den jungen Michel Platini nicht haben, bei den Blackburn Rovers sah Vereinspräsident Jack Walker einst keine Verwendung für ein Talent namens Zinedine Zidane und Werder Bremen lehnte den angebotenen Torwart Petr Cech ab, weil den sparsamen Hanseaten die Ablösesumme von 600 000 Euro zu hoch erschien.

Für nur wenig mehr als ein Taschengeld wären einst auch zwei Talente zu haben gewesen, die kurz hintereinander beim FC Arsenal im Probetraining vorspielten. Arsene Wener aber winkte nur müde ab. Zu jung, zu untalentiert, zu schmächtig. Und so mussten die beiden sich anderweitig umsehen. Ihre Namen: Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic.