Auf Schalke ist die Luft noch nicht raus

Gelsenkirchen..  Es gibt auch noch gute Nachrichten aus Schalke. Der Platz an der Grillostraße und die Schalker Straße sollen erneuert und belebt werden, Gelsenkirchens Städtebauer wollen die Gegend aufwerten.

Was das mit dem FC Schalke 04 zu tun hat? Leider wenig – außer, dass einige seiner Fans von solchen Maßnahmen privat profitieren werden. Erneuerung und Belebung aber könnten auch dem Verein gut bekommen, die Suche nach positiven Ansätzen gestaltet sich allerdings derzeit schwierig. Seit dem vergangenen Wochenende, seit diesem ernüchternden 0:0 gegen den SC Freiburg, herrscht die Gewissheit, dass das Saisonziel Champions League satt verfehlt werden wird. Zudem plagt die Schalker die Sorge, dass sie auch noch die Europa League verpassen könnten. Bei diesem Szenario wäre die Spielzeit dann voll in den Sand gesetzt.

Hoffen auf Huntelaar

„Die Luft ist noch lange nicht raus, wir müssen noch Platz fünf verteidigen“, betont deshalb Manager Horst Heldt, und auch Trainer Roberto Di Matteo fordert: „Wir müssen die Europa League absichern, dass muss für alle Motivation genug sein.“

Am Sonntag ab 17.30 Uhr wäre eine gute Gelegenheit, die neuen, bescheideneren Ansprüche zu unterfüttern. Allerdings spielt Schalke beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg, der sich in dieser Bundesliga-Saison im eigenen Stadion noch keine Blöße gegeben hat. Besonders unglücklicher Umstand für Schalke: Am Donnerstagabend gestatteten sich die Wölfe im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den SSC Neapel ein 1:4-Heimdebakel. Es dürfte nun damit zu rechnen sein, dass sie sich gegen die Blau-Weißen rehabilitieren wollen.

Schalkes traditionell wegen vieler Ausfälle geplagter Trainer Di Matteo kann mal wieder nicht aus dem Vollen schöpfen. Angreifer Eric-Maxim Choupo-Moting wird wegen einer Dünndarm-Entzündung ausfallen, Christian Fuchs ist von einem Magen-Darm-Infekt ausgebremst worden, Max Meyer hat eine solche Erkrankung gerade erst überstanden und ist noch geschwächt, Marco Höger fehlt wegen einer Gelbsperre, Sidney Sam wird wieder von muskulären Problemen verfolgt, und der zurückgekehrte Julian Draxler hat noch nicht genügend Power für 90 Minuten.

In solchen Lagen benötigt ein Team Spieler, die genügend Klasse und Erfahrung haben, um das Boot auch durch schwere Stürme zu steuern. Klaas-Jan Huntelaar müsste ein solcher Spieler sein, doch der Niederländer hat seit Monaten mit sich selbst zu kämpfen – seit November hat er in der Bundesliga nicht mehr getroffen. Di Matteo vertraut ihm trotzdem weiterhin. „Am Schluss brauchst du auch einfach mal etwas Glück“, sagt der Trainer. Und denkt dabei sicher nicht nur an Huntelaar.

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