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Athleten fordern mehr Mitsprache

15.10.2012 | 15:48 Uhr

Mehr Mitsprache in den Verbänden und ein höheres Fördertempo haben die Athletenvertreter der 62 Spitzenverbände des DOSB auf ihrer Vollversammlung in Bonn gefordert.

Köln (SID) - Mehr Mitsprache in den Verbänden und ein höheres Fördertempo haben die Athletenvertreter der 62 Spitzenverbände des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) auf ihrer Vollversammlung in Bonn gefordert. "Die Basis eines jeden Verbandes, nämlich der Athlet, ist die wichtigste Informationsquelle, um den Sport weiterzuentwickeln. Die Athletenvertreter sollten in allen Verbänden Sitz und Stimme im Präsidium haben. Der DOSB und einige Spitzenverbände gehen hier schon mit gutem Beispiel voran", sagte Christian Breuer, Vorsitzender der Athletenkommission des DOSB.

Die Aktivensprecher von 49 Verbänden, darunter auch die Olympiasiegerinnen Lena Schöneborn (Moderner Fünfkampf) und Miriam Welte (Bahnradsport), verlangten zudem eine Erhöhung des Fördertempos. "Die bei uns sehr willkommene Leistungssportförderung, für die wir dankbar sind, muss mit der Schnelligkeit des Sports mithalten. Wir brauchen Entscheidungsfreudigkeit in kurzen Zeitabschnitten und schnell anpassungsfähige Budgets, die keine Mühlen von Prüfungen und Genehmigungen durchlaufen müssen. Die Förderung des Spitzensports muss in Kooperation mit dem DOSB viel sportartspezifischer erfolgen als bisher", sagte Breuer.

Als unbefriedigend bezeichneten die Athletenvertreter die Situation der Nationalen Deutschen Anti-Doping-Agentur (NADA). Deren Vorstandsmitglied Lars Mortsiefer hatte berichtet, dass seine Organisation zehn Wochen vor Beginn des neuen Jahres noch nicht sagen könne, wie der NADA-Etat im neuen Jahr ausschaut. "Die Athleten nehmen für einen sauberen Sport große Einschränkungen auf sich. Deshalb erwarten wir, dass die NADA als Kontrollinstanz auch adäquat und verlässlich ausgestattet wird", meinte Christian Breuer.

Zwei Tage lang diskutierten die Athletenvertreter über die Zukunft des Spitzensports in Deutschland und riefen die 27,5 Millionen Mitglieder in den 91.000 Sportvereinen dazu auf, die "Stimme für den Sport" zu sein. "Unsere Athleten brauchen Rückendeckung aus der Bevölkerung - das Land sollte stolz auf sie sein und das bei jeder Gelegenheit zeigen", erklärte Breuer.

sid

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