Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Tennis

Asarenka verteidigt ihren Titel bei den Australian Open

26.01.2013 | 13:27 Uhr
Asarenka verteidigt ihren Titel bei den Australian Open
Gewann die Australian Open: Wiktoria Asarenka.

Melbourne.  Wiktoria Asarenka bleibt nach ihrem zweiten Grand-Slam-Titel die Nummer eins der Tenniswelt. Die topgesetzte Weißrussin gewann das spannende Finale der Australian Open gegen Li Na aus China mit 4:6, 6:4, 6:3. Asarenka sagt über Melbourne: „Ich werde diesen Ort immer in meinem Herzen behalten.“

Wiktoria Asarenka ließ vor Verzückung ihren Schläger fallen und konnte ihre Tränen nicht länger zurückhalten. Nach einem Spießrutenlauf verteidigte die topgesetzte Weißrussin ihren Titel bei den Australian Open erfolgreich und bleibt nach ihrem zweiten Grand-Slam-Titel die Nummer eins der Tenniswelt.

Asarenka gewann das spannende Finale von Melbourne gegen die einstige French-Open-Gewinnerin Li Na (China) mit 4:6, 6:4, 6:3 und durfte sich über ein Rekordpreisgeld in Höhe von umgerechnet 2,56 Millionen Dollar freuen. Nach dem 2:40 Stunden dauernden Match weinte die wegen ihrer umstrittenen medizinischen Auszeit im Halbfinale in die Kritik geratene Asarenka hemmungslos.

„Es waren zwei lange Wochen für mich. Ich werde diesen Ort immer in meinem Herzen behalten. Und ja: Happy 'Australia Day' an alle“, sagte sie bei der Siegerehrung und blickte in ihre Box. Dort feierte ihr Freund, der US-Rapper Redfoo, ausgelassen mit einigen seiner Bandmitglieder.

Erneute Finalniederlage für Li Na in Melbourne

Durch ihren Finalerfolg behauptete die 23-Jährige ihre Führung in der Weltrangliste, die sie bei einer Endspielniederlage an die bereits im Viertelfinale ausgeschiedene Wimbledonsiegerin Serena Williams (USA) verloren hätte. Die unterlegene Weltranglistensechste Li Na verpasste indes, die bislang älteste Melbourne-Siegerin zu werden. Die 31-Jährige hatte bereits das Finale der Australian Open 2011 gegen die Belgierin Kim Clijsters verloren.

Diesmal hatte Li Na gleich mehrere Schrecksekunden zu überstehen. Zunächst knickte sie im zweiten sowie dritten Satz jeweils mit dem linken Fuß um. Beim zweiten Mal fiel die Asiatin zu allem Überfluss noch so unglücklich auf den Kopf, dass sie erneut eine medizinische Auszeit nehmen musste

Li Na begann das Endspiel vor 15.000 Zuschauern in der Rod-Laver-Arena zwar mit einem Doppelfehler, ging dann aber mit 5:2 in Führung. Beide Spielerinnen zeigten allerdings Schwächen beim Aufschlag. Im ersten Satz gab es insgesamt sieben Breaks. Bezeichnend, dass der topgesetzten Asarenka beim vierten Satzball von Li Na ein Doppelfehler unterlief.

Asarenka mit wichtigem Break im zweiten Satz

In der Folge steigerte sich US-Open-Finalistin Asarenka, die nach ihrem ersten Grand-Slam-Coup vor einem Jahr in Melbourne die Führung in der Weltrangliste übernommen hatte. Die Juniorensiegerin der Australian Open 2005 ging mit 3:1 in Führung, verlor aber nach Lis Verletzungspause fünf Punkte in Serie. Das wichtige Break im 58-minütigen zweiten Satz gelang Asarenka zum 5:4.

Die Vorentscheidung im dritten Durchgang fiel, als die Branchenführerin der Chinesin den Aufschlag zur eigenen 3:2-Führung abnahm. Bei ihrem ersten Matchball profitierte Asarenka vom insgesamt 57. unbedrängten Fehler von Li Na. Zuvor war das Finale wegen eines zehnminütigen Feuerwerks zur Feier des 'Australia Days' unterbrochen worden.

Die Sympathien in der Arena waren klar verteilt. Während Publikumsliebling Li Na gefeiert wurde, spendeten die Zuschauer der Weißrussin nur höflich Beifall. Asarenka war nach ihrem Halbfinalsieg gegen Teenie Sloane Stephens (USA) in die Kritik geraten, weil sie kurz vor dem Ende des Matches eine umstrittene und knapp zehnminütige medizinische Auszeit genommen hatte. (sid)



Kommentare
Aus dem Ressort
Borussia Mönchengladbach erwartet heißen Tanz in Sarajevo
Europa League
Bei der Rückkehr auf die internationale Bühne erwartet Borussia Mönchengladbach einen heißen Tanz. Im Playoff-Hinspiel zur Europa League muss der Bundesliga-Sechste beim FK Sarajevo mit einer hitzigen Atmosphäre und einem hochmotivierten Gegner rechnen.
Andreas Voss nicht mehr im Koma –  gute Aussichten
Koma
Gute Nachrichten! Andreas Voss ist wieder wach und ist auf dem Weg der Besserung. Wie berichtet hatte sich der frühere MSV-Profi einem vermeintlich leichten Eingriff unterzogen. Doch Komplikationen führten dazu, dass der 35-Jährige ins Koma fiel und sogar mit dem Tod rang.
Für Feltscher kommt der MSV vor der Nationalmannschaft
Portrait
Rolf Günther Feltscher Martinez hat schon eine bewegte Karriere hinter sich. Beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg will der sechsmalige Nationalspieler Venezuelas erst einmal fit werden, um für seinen neuen Klub Vollgas geben zu können - erst dann kommt die Nationalmannschaft.
RWO lässt im Pokal nichts anbrennen - 6:0 gegen Blau-Weiß
Niederrheinpokal
Das Erstrundenderby zwischen Blau-Weiß und Rot-Weiß Oberhausen war eine klare Sache für den Regionalligisten. Nach drei Treffern in der ersten Viertelstunde war der Drops gelutscht, danach schalteten die Gäste vor 1500 Zuschauern einen Gang zurück, gewannen aber noch mit 6:0.
Junge Eishockey-Spieler sollen bei der DEG in Ruhe reifen
Eishockey
Die Nachwuchsförderung bleibt bei der Düsseldorfer EG ein Steckenpferd. „Wir wollen auch in den kommenden Jahren eine gute Adresse für junge Spieler bleiben“, betont DEG-Chefcoach Christof Kreutzer. Allerdings auf eine sanftere Tour - junge Spieler sollen sich in Ruhe entwickeln.
Umfrage
Welcher Klub kann Bayern München im Meisterschaftskampf gefährlich werden?

Welcher Klub kann Bayern München im Meisterschaftskampf gefährlich werden?

 
Fotos und Videos
Rot frisst Blau mit 6:0
Bildgalerie
Niederrheinpokal
2. Sparkassen-Firmenlauf
Bildgalerie
Fotostrecke
BSV Menden - SC Wiedenbrück 0:2
Bildgalerie
Fussball Wesfalenpokal