Arminia Bielefeld hofft auf Hilfe
27.05.2010 | 18:36 Uhr 2010-05-27T18:36:00+0200
Essen.Arminia Bielefeld ist auf finanzielle Hilfe der Stadt Bielefeld angewiesen.
Dass Fußballtrainer auf Abruf arbeiten, ist eine Grundregel, die auch für Christian Ziege gilt. Ziege ist seit Mittwoch Trainer und Manager bei Zweitligist Arminia Bielefeld. Und er könnte am heutigen Freitag schon wieder aufgaben- und arbeitslos sein.
Allerdings wird nicht die Vereinsführung der Ostwestfalen über Zieges Zukunft entscheiden, sondern der Rat der Stadt der Bielefeld. Die klamme Kommune, die 150 Millionen Euro Schulden hat, soll dem Traditionsklub einen Kredit von 4,8 Millionen Euro gewähren. Lehnt der Rat der Stadt das ab, drohen dem Klub, der bis Mai 2009 noch in der 1. Bundesliga spielte, Insolvenz, Lizenzentzug und Zwangsabstieg in den Amateurfußball. Arminia hat einen Millionen-Schuldenberg angehäuft, über den einige Erstligisten aus der heimischen Region nur müde lächeln können. Die Ostwestfalen benötigen jetzt 10,2 Millionen Euro, um die Lizenz und damit die Zweitklassigkeit zu erhalten. Macht die Stadt mit, würden regionale Unternehmen mit weiteren Millionen das Restloch stopfen. Deshalb fiebert Ostwestfalen dem Rats-Entscheid entgegen. Arminia-Fans haben Kerzen in den Kirchen der Stadt angezündet und demonstriert. Sowohl der Fußballgott als auch die Schicksalsgöttin Fortuna wurden um Unterstützung gebeten.
„Wir wollen auf dem Platz ehrliche Arbeit abliefern“, hat Christian Ziege angekündigt. Ehrliche Arbeit hätten sich die Arminia-Fans in den letzten Jahren auch von ihrer Vereinsführung gewünscht.

14:29
RWE, Arminia, diese ganzen überschuldeten Vereine am Tropf der öffentlichen Hand. Es ist ein Witz, daß der Steuerzahler dafür gerade steht. Abwickeln und gut ist...
21:50
Nunja... im Falle einer Insolvenz sind die Kosten für die öffentliche Hand wesentlich höher! Abgesehen davon subventioniert die Stadt auch ihre Theater mit über 15.000.000 € jährlich! Nicht das ich für eine Schließung der der Theater wäre, aber ich denke mal, dass das öffentliche Interesse an einem Profifußballverein ist a) größer und b) für eine weitaus größeren Querschnitt der Bevölkerung von Bedeutung ist!
21:14
Die Stadt Bielefeld ist nahezu überschuldet und soll nun locker flockig ca. 5 Millionen mal eben übernehmen?
Keine gute Idee
20:25
Also den Aspekt mir der Arroganz kann ich auch nicht nachvollziehen! Immerhin hat der Verein bislang alles selbst finanziert und sich nicht, wie in anderen Städten (Bsp. Alemannia Aachen, bei denen die Stadt letztlich auch noch als Bürge einspringen musste), im Vorfeld ein schickes Stadion hinstellen lassen (das im Fall Aachen zum Großteil aus Mitteln der Stadt und des Landes NRW finanziert wurde)! Das diese neue Tribüne in Bielefeld ziemlich schlecht kalkuliert wurde ist Fakt, aber was soll denn die Stadt mir dieser Bauruine dann anstellen? Im Falle einer Insolvenz würden ja auch viele Betriebe auf ihr Geld verzichten müssen und so auch schnell in wirtschaftliche Schieflage geraten; abgesehen davon hängen wohl auch mehr als die bereits erwähnten, direkt betroffenen Arbeitsplätze bei der Arminia, von der Lizenzvergabe ab! Meine Meinung: Pro Kreditvergabe/Bürgschaft der Stadt - Pro Arminia!
20:11
Jetzt ein Neuanfang mit Brinkmann. Arminia ist wirklich zum Lachen. Provinzverein bleibt Provinzverein
19:42
Wo hast du denn Arroganz gesehen? Arminia ist der wichtigsten Werbeträger in OWL und bietet so weit ich weiß über 700 Kindern und Frauen die Möglichkeit, sportlich aktiv zu sein. Sei Es Hockey, Fußball oder sonst was. Außerdem wären bei einer Insolvenz mit Auflösung des Vereins 180 weiter Leute arbeitslos in Deutschland, obwohl wir eigentlich schon genug davon haben. Ganz klar: Arminia muss Profifußball spielen!
19:16
Arminia hat es nicht verdient im Profi-Fußball zu verbleiben. Bei der Vereinsführung und der Arroganz die Armina in den letzten Jahren gegenüber kleineren Sportvereinen und den eigenen Fans an den Tag gelegt hat, ist das verlangte Rettungspaket eine Zumutung.
Ganz klar... rein in die Insolvenz und dann erhobenen Hauptes wieder anfangen. Man kann keinem Wähler und keinem normalen Bürger vermitteln, warum Geld für Kinderbetreuung und Sportprojekte oder Spielplätze fehlen, aber einem maroden Verein, der schon seit etlichen Jahren nur misswirtschaftet Millionen an Krediten und Bürgschaften zustimmen. Nein, das geht so nicht.