Am Rande

Der Winterpause sei dank, lenken wir den Blick in diesen Tagen auf Sportarten, die am Rande ein Dasein fristen, das sie nahe der Insolvenz bringt.

Auch deshalb, weil das öffentliche Interesse nur noch marginal ist. Die Sportschau in den 70er Jahren bestand stets zu einem Gutteil - aus Trabrennen.

Und? Wann haben Sie, da Ihnen die Namen Rolf Dautzenberg und Heinz Wewering so vertraut sind, wie anderen heutzutage Neymar und Messi, das letzte Mal ein schönes Trabrennen, sagen wir aus Dinslaken, in eben jener Sendung gesehen?

Eben! Dabei leisten Tier und Mensch in diesem Sport Beachtliches. Die jüngste Verleihung des „Goldhelms“ brachte es zu Tage: Michael Nimczyk fährt in der Szene wahrlich alles in Grund und Boden, wenn diese flapsige Umschreibung erlaubt ist. Der Pferdewirt ist zum vierten Mal Träger des Goldhelms, sicherte sich den Titel mit 769 Starts und siegte davon 192mal. Verbuchen konnte er (oder besser gesagt die Besitzer der Pferde) am Ende 549 084 Euro an Gewinnsumme.

1400 Karrieresiege verzeichnet die Statistik für den gerade einmal 28-Jährigen. Das macht Staunen. Über so großen Erfolg. Und darüber, wie wenig dieser bekannt ist.