Alle Plätze in den deutschen Frauen-Bobs vergeben

Winterberg..  Zehn Tage noch, dann beginnt an der Bobbahn in Winterberg die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft 2015. Zehn Tage noch, an denen der eine oder andere deutsche Athlet um sein Ticket zur Kappe zittern oder kämpfen muss. Unter anderem beim Weltcup an diesem Wochenende in Sotschi geht der Kampf um die Plätze im deutschen Team in die finale Phase.

Die Entscheidungen bei den Bob-Damen sind allerdings bereits getroffen. „Es hat sich heraus kristallisiert, dass diese drei Paare die besten sind“, sagt Bundestrainer Rene Spies im Gespräch mit dieser Zeitung. In Winterberg werden demnach Anja Schneiderheinze (ESC Erfurt) mit Anschieberin Annika Drazek (BSC Winterberg), Stefanie Szczurek (BSR Rennsteig Oberhof) mit Erline Nolte (BSC Winterberg) sowie Cathleen Martini (SC Oberbärenburg) mit Stefanie Schneider (PSV Meiningen) den Kampf um die Medaillen aufnehmen. Dieses Trio sorgte unlängst auch bei der Europameisterschaft angeführt von Schneiderheinze für ein schwarz-rot-goldenes Podest.

„Dazu haben wir drei Anschieberinnen als Ersatz nominiert“, erklärt Spies, der besonders gerne Nolte und Drazek ihre Nominierung mitteilte. „Sie haben durchaus gejubelt“, sagt er grinsend über die zwei Damen seines Heimatklubs.

Weltcup wird abgewartet

Bei den Herren starten mit Francesco Friedrich (SC Oberbärenburg) und Nico Walther (BRC Riesa) zwei Piloten im Zweier- und im Viererbob. Maximilian Arndt (BSR Rennsteig Oberhof) wird lediglich im Vierer- und Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) nur im Zweierbob antreten. „Die Situation bei den Anschiebern ist hier allerdings komplizierter“, sagt Rene Spies. Deshalb wollen Chefbundestrainer Christoph Langen und er den Weltcup in Sotschi abwarten. „Es kann sogar sein, dass eine Entscheidung erst kurz vor der WM fällt.“