Alejandro Valverde hängt auf dem Schlussanstieg Rivalen ab

Huy..  Der spanische Radprofi Alejandro Valverde hat die 79. Auflage des Halbklassikers Flèche Wallonne wie im Vorjahr gewonnen. Der Kapitän vom Movistar-Team holte sich nach 205,5 Kilometern den Sieg auf dem legendären Schlussanstieg nach Huy hinauf vor dem Franzosen Julian Alaphilippe und dem Schweizer Michael Albasini.

Das Rennen wurde dabei von vielen Stürzen überschattet. Auch Chris Froome, der Tour-de-France-Sieger von 2013, kam zu Fall und spielte beim Finale an der durchschnittlich 9,6 Prozent steilen Mur von Huy keine Rolle mehr.

Die Entscheidung fiel rund 300 Meter vor dem Zielstrich, als sich Valverde von seinen Rivalen absetzte. Für den einst wegen Dopings überführten Spanier war es bereits der dritte Sieg beim Flèche, womit er unter anderem zu Eddy Merckx aufschloss. „Es war ein hartes Rennen, auch wegen der vielen Stürze“, sagte Valverde. Bei strahlendem Sonnenschein und eigentlich besten Bedingungen war es im Verlauf des Rennens immer wieder zu Stürzen gekommen.

So kam auch der belgische Ex-Weltmeister Philippe Gilbert zu Fall und musste aufgeben. Froome traf es elf Kilometer vor dem Ziel, mit Schürfwunden setzte der Brite seine Fahrt aber fort.

Martin leistet Führungsarbeit

In Szene setzte sich auch der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin aus Deutschland, der viel Führungsarbeit bei der Verfolgungsjagd von Ausreißergruppen für seinen Kapitän Michal Kwiatkowski leistete. Der polnische Weltmeister, der am vergangenen Sonntag noch das Amstel Gold Race gewonnen hatte, war aber im Finale chancenlos. Als nächste Chance wartet am Sonntag der Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich.