Ab in die WG

Wir möchten uns entschuldigen. Vorab. Wir haben nullkommanichts gegen den Hamburger SV, aber wie schon gestern machen wir ihn hier am Rande, wo eher die lustigen, abseitigen Geschehnisse des Sports besprochen werden, zum Thema.

Denn in Hamburg, wo der hiesige Fußball-Klub eine erstaunliche Misserfolgs-Serie hinlegt und schon den vierten Trainer der Saison installiert hat, sorgt vor dem brisanten Derby gegen Werder Bremen ein fingiertes Wohnungs-Inserat im Internet für Belustigung.

„Junggebliebener Mann (49 Jahre) sucht eine WG für zwei Monate“ ist da zu lesen. Dazu ein Bild von Bruno Labbadia, dem neuen Trainer, der seit Mittwoch im Amt ist. Damit die Wohnungssuche auch erfolgreich ist, wurde das Gesuch um ein paar persönliche Zeilen erweitert: „Meine Interessen sind Sport und die Arbeit mit Erwachsenen mit Lernschwäche und Motivationsproblemen.“

Ein Spaß.

Finden wir nicht lustig.

Ist ja total unrealistisch.

Also, im Ernst: Eine Wohngemeinschaft für zwei Monate?

Das hieße, Labbadia würde in der Zeit nicht entlassen. Nach dem bisherigen Gebaren des HSV können wir das kaum glauben.

Nochmals: Entschuldigung.