Aachener Ultras kapitulieren offenbar im Kampf gegen Rechts
14.01.2013 | 12:32 Uhr 2013-01-14T12:32:50+0100
Aachen. Medienberichten zufolge haben sich der Alemannia-Aachen-Fanclub "Aachen Ultras" aufgelöst. Der Schritt sei die Konsequenz eines anhaltenden Konflikts mit rechts gerichteten Fan-Gruppierungen der Alemannia. Zwischen beiden Lagern hatte es in der Vergangenheit handgreifliche Auseinandersetzungen gegeben.
Die "AC Ultras", ein Fanclub des insolventen Fußball-Drittligisten Alemannia Aachen , haben sich laut "Spiegel Online" aufgelöst. Nach Informationen des Internetportals will die Gruppierung, die den ehemaligen Bundesligisten seit 1999 unterstützte, keine Alemannia-Spiele mehr besuchen.
Handgreifliche Auseinandersetzungen mit rechtsorientierter Fan-Gruppierung
Wie "Spiegel Online" weiter berichtete, fühle sich die Fan-Organisation "vom Verein im Stich gelassen und hilflos den rechtsorientierten Aachen-Anhängern "Karlsbande Ultras" ausgesetzt". Zwischen beiden Fanblocks hatte es zuletzt des öfteren auch handgreifliche Auseinandersetzungen gegeben .
Unter den Fans von Alemannia Aachen ist es offenbar zu einem brutalen Übergriff gekommen. Das "Bündnisses aktiver Fußballfans" (BAFF) sagt, dass beim Spiel in Saarbrücken (2:1) Aachener Ultras Opfer "eines gezielten und äußerst brutalen Angriffs rechter Gruppen aus der Aachener Fanszene" geworden...
Am Montagnachmittag äußerste sich der Verein in einer Stellungnahme zu den Vorwürfen der "AC Ultras". Darin heißt es, die Anschuldigungen könnten seitens der Alemannia nicht nachvollzogen werden, "denn der Verein hat den Ultras verschiedene Unterstützung – zum Beispiel in Form von kostenlosen Räumlichkeiten, dem gewünschten Block im Stadion inklusive Umbau mit zusätzlichen Wellenbrechern, Parkausweisen, Begleitung von Auswärtsspielen durch eigenen Ordnungsdienst etc. – zukommen lassen".
Verein habe "vielfach versucht, zu vermitteln"
Ferner sei vielfach versucht worden, zwischen den einzelnen Fan-Gruppen zu vermitteln und besonders rechten Tendenzen in den Fan-Lagern entgegen zu wirken: "Alemannia Aachen hat sich in der Vergangenheit klar gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt positioniert und wird dies auch künftig tun. Wer dagegen verstößt, kann kein Fan der Alemannia sein und schadet dem Verein."
Der Traditionsverein Alemannia Aachen, im Jahr 2007 noch Bundesligist, ist pleite. Im Oktober tat sich ein Finanzloch von 4,5 Millionen Euro auf. Vordergründig ist der Stadionbau schuld. Die Stadt fühlt sich betrogen, der Oberbürgermeister spricht von krimineller Energie.
Jüngste Auseinandersetzungen werden "genau untersucht"
Darüber hinaus kündigte die Alemannia an, die jüngsten Vorfälle beim Spiel der Aachener bei Viktoria Köln genau zu untersuchen untersucht. Dort war es am Wochenende erneut zu Auseinandersetzungen der "AC Ultras" mit anderen Fan-Gruppen gekommen. "Sollten gewaltbereite Randalierer ausfindig gemacht werden, wird der Verein entsprechend seinen Möglichkeiten reagieren", heißt es in der Stellungnahme.

17:44
Blablablabla...und wieder so ein klammer Provinzclub, der Worthülsen liefert von wegen "unser Club ist klar gegen Rechts" usw. usf....aber spätestens beim nächsten Heimspiel gerne wieder die Karten unter den Gesinningsgenossen absetzt anstatt mal einfach die Krawallmacher draußen zu lassen...
16:58
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