Aachener Ultras kapitulieren offenbar im Kampf gegen Rechts

Am Rande eines Spiels kam es zu Übergriffen unter den Aachen-Fans.
Am Rande eines Spiels kam es zu Übergriffen unter den Aachen-Fans.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Medienberichten zufolge haben sich der Alemannia-Aachen-Fanclub "Aachen Ultras" aufgelöst. Der Schritt sei die Konsequenz eines anhaltenden Konflikts mit rechts gerichteten Fan-Gruppierungen der Alemannia. Zwischen beiden Lagern hatte es in der Vergangenheit handgreifliche Auseinandersetzungen gegeben.

Aachen.. Die "AC Ultras", ein Fanclub des insolventen Fußball-Drittligisten Alemannia Aachen, haben sich laut "Spiegel Online" aufgelöst. Nach Informationen des Internetportals will die Gruppierung, die den ehemaligen Bundesligisten seit 1999 unterstützte, keine Alemannia-Spiele mehr besuchen.

Handgreifliche Auseinandersetzungen mit rechtsorientierter Fan-Gruppierung

Wie "Spiegel Online" weiter berichtete, fühle sich die Fan-Organisation "vom Verein im Stich gelassen und hilflos den rechtsorientierten Aachen-Anhängern "Karlsbande Ultras" ausgesetzt". Zwischen beiden Fanblocks hatte es zuletzt des öfteren auch handgreifliche Auseinandersetzungen gegeben.

Alemannia Aachen Am Montagnachmittag äußerste sich der Verein in einer Stellungnahme zu den Vorwürfen der "AC Ultras". Darin heißt es, die Anschuldigungen könnten seitens der Alemannia nicht nachvollzogen werden, "denn der Verein hat den Ultras verschiedene Unterstützung – zum Beispiel in Form von kostenlosen Räumlichkeiten, dem gewünschten Block im Stadion inklusive Umbau mit zusätzlichen Wellenbrechern, Parkausweisen, Begleitung von Auswärtsspielen durch eigenen Ordnungsdienst etc. – zukommen lassen".

Verein habe "vielfach versucht, zu vermitteln"

Ferner sei vielfach versucht worden, zwischen den einzelnen Fan-Gruppen zu vermitteln und besonders rechten Tendenzen in den Fan-Lagern entgegen zu wirken: "Alemannia Aachen hat sich in der Vergangenheit klar gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt positioniert und wird dies auch künftig tun. Wer dagegen verstößt, kann kein Fan der Alemannia sein und schadet dem Verein."

Insolvenz Jüngste Auseinandersetzungen werden "genau untersucht"

Darüber hinaus kündigte die Alemannia an, die jüngsten Vorfälle beim Spiel der Aachener bei Viktoria Köln genau zu untersuchen untersucht. Dort war es am Wochenende erneut zu Auseinandersetzungen der "AC Ultras" mit anderen Fan-Gruppen gekommen. "Sollten gewaltbereite Randalierer ausfindig gemacht werden, wird der Verein entsprechend seinen Möglichkeiten reagieren", heißt es in der Stellungnahme.