31 Beckenschwimmer und acht Freiwasser-Athleten zur WM

31 Beckenschwimmer und acht Freiwasser-Athleten vertreten Deutschland bei den Weltmeisterschaften in Kasan. Angeführt wird das Aufgebot von Europameister Marco Koch und Weltrekordler Paul Biedermann.

Berlin.. Der 29-Jährige reist über 200 Meter Freistil ebenso auf Platz eins der Weltjahresbestenliste zu den Titelkämpfen in Russland vom 24. Juli bis 9. August wie Franziska Hentke (200 Meter Schmetterling). Koch hatte bei der Schwimm-WM 2013 als Zweiter über 200 Meter Brust die einzige deutsche Beckenmedaille geholt. Auf diesem Trio ruhen auch die größten Edelmetallhoffnungen im Becken.

Biedermann, Koch und der Olympia-Vierte Steffen Deibler waren aufgrund ihrer Vorleistungen bereits vornominiert. Keine Berücksichtigung fand Philip Heintz. Der EM-Zweite über 200 Meter Lagen hatte bei beiden Qualifikationen wegen Krankheit die Normzeiten nicht geschafft.

Team-Weltmeisterin Isabelle Härle wird in Kasan sowohl im Becken, das im WM-Stadion für 2018 derzeit errichtet wird, als auch im Freiwasser starten. Nach dem Rücktritt von Rekord-Weltmeister Thomas Lurz gehört die 39-jährige Angela Maurer zu den größten Medaillenhoffnungen im Freiwasser. Sein WM-Debüt gibt der 17-jährige Florian Wellbrock.

Chefbundestrainer Henning Lambertz sieht im Becken die Zielvorgabe des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) von vier bis sechs Medaillen als unrealistisch an. "Wir haben eine Situation, in der man mit drei Einzelmedaillenkandidaten liebäugeln kann", hatte Lambertz am Wochenende beim letzten Teil der WM-Qualifikation erklärt.

Beckenschwimmen

Frauen (13): Dorothea Brandt, Isabelle Härle (beide Essen), Annika Bruhn, Marlene Hüther (beide Saarbrücken), Leonie Antonia Beck (Würzburg), Franziska Hentke (Magdeburg), Sarah Köhler (Frankfurt/Main), Jenny Mensing (Wiesbaden), Alexandra Wenk (München), Lisa Graf (Berlin), Vanessa Grimberg (Stuttgart), Johanna Friedrich (Magdeburg), Theresa Michalak (Wuppertal)

Männer (18): Sören Meißner, Ruwen Straub (beide Würzburg), Hendrik Feldwehr, Christian vom Lehn (beide Essen), Christian Diener, Carl Louis Schwarz (beide Potsdam), Jan-Philip Glania, Marco di Carli (beide Frankfurt), Steffen Deibler (Hamburg), Marco Koch (Darmstadt), Paul Biedermann (Halle/Saale), Clemens Rapp (Heidelberg), Jacob Heidtmann (Elmshorn), Florian Vogel (München), Kevin Wedel (Mainz), Alexander Kunert (Gelnhausen), Christoph Fildebrandt (Saarbrücken), Maximilian Oswald (Berlin)

Freiwasserschwimmen

Frauen (3): Angela Maurer (Mainz), Isabelle Härle (Essen), Finnia Wunram (Magdeburg)

Männer (5): Christian Reichert, Alexander Studzinski (beide Wiesbaden), Rob Muffels, Florian Wellbrock (beide Magdeburg), Andreas Waschburger (Saarbrücken)