17 Medaillen für den TV Refrath
18.01.2010 | 17:21 Uhr 2010-01-18T17:21:00+0100Refrath. Die Westdeutschen Meisterschaften der Altersklassen U13 bis U19 wurden auch in diesem Jahr Mülheim an der Ruhr ausgetragen. Dort hatte der TV Refrath vor genau einem Jahr mit nur einer Silber- und einer Bronzemedaille ein rabenschwarzes Wochenende erlebt.
Umso ehrgeiziger ging das Refrather Trainertrio Dominik Miltner, Daniel Stark und Heinz Kelzenberg am 16./17.01.2010 mit den insgesamt 21 qualifizierten Nachwuchsspielern zu Werke. Und diesmal war die Ausbeute für den TVR überragend: 17 Medaillen gewannen die Refrather Spielerinnen und Spieler insgesamt, darunter drei goldene.
In der Altersklasse U13 hatten sich Runa Plützer, Bernhard Smidt und Samuel Hsiao qualifiziert. Plützer (11 Jahre) gewann ihre erste Runde, bevor sie gegen die spätere Bronzemedaillengewinnerin ausschied. Auch die beiden Jungen konnten vollends überzeugen: Hsiao scheiterte im Einzel in der Runde der besten Acht am späteren Sieger aus Wesel, Smidt konnte jedoch in der gleichen Runde sogar den Topgesetzten ausschalten und sich schließlich völlig überraschend die Bronzemedaille sichern. Im Doppel kamen beide Refrather mit ihren Partnern ins Viertelfinale. Als Höhepunkt spielte sich Samuel Hsiao mit Partnerin Selina Kloth (Hövelhof) im Mixed bis ins Finale, wo er mit 15:21 im Entscheidungssatz den Titel knapp verpasste. Heinz Kelzenberg: „Bernhard und Samuel haben mir am Wochenende sehr große Freude bereitet, beide haben ganz toll gespielt“.
In U15 kam Janice Kaulitzky im Einzel auf Rang drei und erreichte im Doppel und Mixed jeweils das Endspiel. Während sie mit Torben Trapp im Mixedfinale in zwei Sätzen unterlegen war, hatte sie im Mädchendoppel mit Jasmin Wu (Mülheim) den Sieg ganz dicht vor Augen. Gegen die Topfavoriten reichte es beim 19:21 im dritten Satz nicht ganz zum Westdeutschen Meistertitel. Über einen dritten Platz freuen konnte sich noch Dinah Riss im Mixed U15 an der Seite ihres Duisburger Partners Zieschang.
Die größten Hoffnungen ruhten am Wochenende jedoch auf den Spielerinnen und Spielern in den beiden höheren Altersklassen. In U17 startete Tabea Sänger nach längerer Verletzungspause in allen drei Disziplinen. Zunächst lief es im Mixed an der Seite von Fabian Janik nicht so gut: Die Mitfavoriten schieden im Viertelfinale aus. Im Mädchendoppel konnte sie jedoch mit Lea-Lyn Stremlau aus Oberhausen Silber gewinnen, und im Einzel holte sie sich ohne Satzverlust souverän den Westdeutschen Meistertitel. Dies gelang auch völlig überraschend Mark Byerly an der Seite von Mark Lamsfuß (DJK Wipperfeld), die im Finale die haushohen Favoriten Brüning/Mester (Gütersloh/Emsdetten) zur Verzweiflung brachten. Heinz Kelzenberg: „Ich muss lange zurückdenken, wann ich ein so hochklassiges Jugendspiel gesehen habe. Das war stellenweise der Wahnsinn, was die beiden gespielt haben“. In derselben Konkurrenz holte sich Fabian Janik mit Sebastian Haardt die Bronzemedaille, dies gelang bei den Mädchen auch Marie Kelzenberg an der Seite von Sara Janssens (Beuel).
In U19 ging Raphael Beck im Doppel und Mixed als Mitfavorit ins Rennen und rechnete sich im Einzel Außenseiterchancen aus. Mit zum großen Teil fehlerlosen Leistungen erreichte er in allen drei Disziplinen das Endspiel. Heinz Kelzenberg: „Die Belastung war mit insgesamt elf Spielen ziemlich groß, denn er war der einzige Spieler, der in allen drei Disziplinen so weit gekommen ist“. So reichte es im Mixedfinale dank einer großen Energieleistung zum Titelgewinn in drei knappen Sätzen. Im darauffolgenden Einzel verschenkte Beck eine 11:4-Führung und unterlag dann dem wesentlich frischer wirkenden Beueler Julien Gupta in zwei Sätzen. Gupta war es auch im Doppel, der mit seinem Partner gegen Beck/Scherpen die Oberhand behielt.
Bei ihren letzten Jugendmeisterschaften wollte sich auch Mette Stahlberg noch einmal den Titel sichern. Doch im Finale gegen Kira Kattenbeck, gegen die sie eine Woche zuvor noch knapp gewinnen konnte, lief nichts zusammen, so dass sie sich mit Silber zufrieden geben musste. Zwei dritte Plätze holte sich erfreulicherweise Lisa-Marie Wust, die im Einzel und Doppel ihre Setzplätze rechtfertigte und nun ebenfalls mit einer Nominierung zu den Deutschen Meisterschaften rechnen darf.
Heinz Kelzenberg zeigte sich voll zufrieden: „Nicht nur die Medaillengewinner haben überzeugt, sondern auch einige Spieler dahinter. Beispielsweise hat mich das Doppel mit Sebastian Brings und Kevin Mischke begeistert, die im Viertelfinale in drei Sätzen scheiterten“.
Siebzehn Medaillen sind nicht nur eine überragenden Ausbeute für den TVR, sondern bedeuten auch die Gewissheit, dass so viele Spielerinnen und Spieler wie nie zuvor an den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften teilnehmen, die über Karneval in Wesel stattfinden. Kelzenberg: „Wenn es optimal läuft, dann sind es neun Refrather, die nominiert werden“.
Text: Heinz Kelzenberg, Fotos: TVR.

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