1. BV Mülheim zieht positive Bilanz bei Westmeisterschaften
19.01.2010 | 07:31 Uhr 2010-01-19T07:31:00+0100Mülheim. Mit der fünften Ausrichtung der Westdeutschen Badminton-Meisterschaften der Schüler und Jugend seit 2006 bot der 1. BV Mülheim am 16. und 17. Januar in der Mülheimer RWE-Sporthalle erneut eine rundum gelungene Veranstaltung.
So fiel einmal mehr das Resümee von Eltern, Betreuern, Zuschauern und auch den Schiedsrichtern positiv aus. Über 300 Nachwuchsspielerinnen und -spieler aus ganz Nordrhein-Westfalen ermittelten ihre Landesmeister im Einzel, Doppel und Mixed der Altersklassen U13, U15, U17 und U19. Erst nach dem 340. Spiel standen alle Sieger fest, und sie konnten ihre Urkunden und die Preise glücklich in Empfang nehmen.
Erfolgreichster Spieler und dreifacher Westdeutscher Meister wurde Lars Schänzler vom TTC Brauweiler, der in der Altersklasse U15 dominierte. Das gleiche Kunststück gelang Kira Kattenbeck vom TV Emsdetten bei den Damen U19. Mit insgesamt fünf Goldmedaillen avancierte der TV Emsdetten auch zum erfolgreichsten Verein bei diesen Titelkämpfen. Als fleißigster Medaillensammler erwies sich der TV Refrath. Gleich 17 Mal stand dessen Vereinsnachwuchs auf dem Podest, und ließ damit die „Verfolger“ vom BC Hohenlimburg und von der Spvgg. Sterkrade-Nord mit je neun Plätzen auf dem Siegertreppchen weit hinter sich.
Zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge zeigte sich BVM-Trainer Berthold Altenbeck. Obwohl es dieses Mal nicht zu einem Titelgewinn für den 1. BV Mülheim reichte, zog er mit zwei Mal Silber, sechs Mal Bronze und drei Viertelfinalteilnahmen eine positive Bilanz.
Beste in Reihen der Mülheimer waren Jasmin Wu (U15) und Alina Kölsch (U19), die jeweils im Endspiel der Doppel ihrer Altersklasse standen und einmal Dritte im Einzel bzw. Mixed wurden. Diese Platzierung schafften durch ihren Semifinaleinzug auch Robin Maly (GD U13) sowie René Rother (HE, HD und GD U19).
Denkbar knapp und entsprechend spannend verlief das Endspiel im Mädchendoppel U15, in das Jasmin und ihre Partnerin Janice Kaulitzky vom TV Refrath mit einem mühelosen 21:8 und 21:14-Erfolg über Anne Scheiber/Sophia Schneider (BC Phönix Hövelhof) eingezogen waren. 21:19, 17:21 und erneut 21:19 hieß es am Ende aber für die topgesetzten Linda Efler/Jennifer Karnott (TV Emsdetten/1. BC Düren). Karnott ist die „Angstgegnerin“ von Jasmin Wu, wie die Mülheimer Schüler-Nationalspielerin in einem kurzen Interview verriet. Das zeigte sich auch im Halbfinale, als Jasmin ihr einmal mehr mit 24:26 und 17:21 unterlegen war.
Absolut chancenlos im Finale des Damendoppels U19 blieben erwartungsgemäß Alina Kölsch/Lisa Fillbrunn (Spvvg. Sterkrade-Nord) beim 14:21 und 4:21 gegen Kira Kattenbeck (TV Emsdetten/Lena Bonnie (1. BC Düren), da beide mit erheblichem Trainingsrückstand bei diesen Meisterschaften antraten. So war schon der 21:18, 20:22 und 21:18-Sieg in der Vorschlussrunde über Maren Deinken/Vanessa Kiehl (Union Lüdinghausen) nicht unbedingt eingeplant. Auch mit ihrem dritten Rang im Mixed an der Seite von Fabian Stoppel (BC Hohenlimburg) hatte Alina bei ihren letzten Auftritt in der Jugendklasse nicht gerechnet. Die Niederlage mit 18:21 und 14:21 gegen die späteren Westmeister Raphael Beck/Kira Kattenbeck (TV Refrath/TV Emsdetten) ließ sich daher gut verschmerzen.
Auf einem ausgeglichen hohen Niveau spielen die besten sechs Herren in der Altersklasse U19. Hier entscheidet die Tagesform über Sieg oder Niederlage, da jeder jeden schlagen kann. René Rother vom 1. BVM zog in allen Disziplinen in die Vorschlussrunde ein, und sicherte sich damit drei Mal Bronze. In einem hochklassigen Einzel unterlag er dem neuen Titelträger Julien Gupta vom 1. BC Beuel in drei Sätzen mit 22:24, 21:14 und 15:21.
Im Doppel mit Steffen Becker (Spvgg. Sterkrade-Nord) hieß der Kontrahent im Halbfinale erneut Gupta. An dessen Seite spielte Beckers Teamkamerad Niclas Lohau. In einer nervenaufreibenden Partie über die volle Distanz fiel die Niederlage des Mülheim-Sterkrader-Gespanns mit 21:19, 19:21 und 18:21 etwas unglücklich aus. Nur das Mixed war eine relativ klare Angelegenheit für die Gegner. Mit einer 13:21 und 11:21-Niederlage gegen Lohau/Bonnie blieb für Rother und seine Partnerin Fabienne Köhler (FC Langenfeld) das Finale unerreichbar.
Die erste Medaille für den 1. BV Mülheim eroberte U13-Spieler Robin Maly im Mixed mit Cara Noreen Frey (Hülser SV). Beide zeigten eine bravouröse Leistung und verloren ihre Halbfinalbegegnung gegen die an Position eins gesetzten Samuel Hsiao (TV Refrath)/Selina Kloth (BC Phönix Hövelhof) knapp mit 21:18, 15:21 und 15:21.
Für Timon Ufermann/Fabian Stoppel (BC Hohenlimburg) im HD U19, Ulrich Lin/Lorena Gawlina (Gladbecker FC) und Mia Cammertoni/Jonas Mügge (BC Phönix Hövelhof) im GD U15 kam im Viertelfinale das Aus.
Text: Wim Kölsch, Teaserbild (Jasmin Wu): Claudia Pauli, Fotos: Florian Wechsung

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