Zwischen Lostrommel und Killerspiel-Entsorgung
15.10.2009 | 16:04 Uhr 2009-10-15T16:04:00+0200Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden veranstaltet am Wochenende die Aktion „Familien gegen Killerspiele!“. Im Rahmen dieser Aktion kann jeder seine „Killerspiele“ in einen Container werfen. Und damit die Entsorgung nicht so schwer fällt, gibt es sogar etwas zu gewinnen.
Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden ruft zur Entsorgung der sogenannten „Killerspiele“ auf. Die Stiftung, die nach dem Amoklauf in Winnenden ins Leben gerufen wurde, hat es sich zum Ziel gesetzt, in kürzester Zeit ein Verbot von „Computer-Killerspielen durchzusetzen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“.
Ziele wie das Aufarbeiten der Ereignisse in Winnenden und Wendlingen, ein besserer Jugendschutz im Internet oder Gewaltprävention an Schulen sind lobenswert. Dennoch sehen besonders die Spieler und Verbotsgegner das Vorgehen der neuesten Aktion durchaus kritisch. So soll die geplante Entsorgungsaktion von „Spielen, die das Töten von Menschen simulieren“, am 17. Oktober vor der Staatsoper in Stuttgart stattfinden. Die Spiele sollen dann in einen Container geworfen werden. Das Bündnis wirbt zudem damit, dass es im Rahmen der Aktion ein Gewinnspiel gibt.
„Direkt nach dem Einwurf können die Personen ein Los ziehen. Hauptgewinn ist ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, auf dem sich die Unterschriften des aktuellen Kaders befinden.“
Den Berichten von Stigma-Videospiele.de zufolge ist ein Entsorgungsunternehmen in Göppingen Partner der Aktion. Woraus sich schließen lässt, was mit den Spielen nach der Veranstaltung passiert. Ob die Nationalmannschaft diese Aktion wissentlich unterstützt, stellt die Webseite ebenfalls infrage. Vielleicht sogar berechtigt, denn seit unserem Interview mit Nationalspieler Marcel Jansen vom HSV wissen wir, dass er die Killerspielthese nicht unterstützt und wie viele andere Fußballer gerne mal Videospiele genießt.
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08:32
@ElKonsolero:
Ich denke mal der Kommentar war Ironisch gemeint-genauso wie Auto´s verbieten weil adurch Menschen sterben oder Flugzeuge,oder Politiker oder Religionen...
17:53
@ bangsta
Laut focus war er ein Einzelgänger und hatte wohl psychische Probleme sowie massive Ängste.
Am besten den Artikel hierzu lesen:
http://www.focus.de/panorama/welt/ansbach-amoklaeufer-voller-hass-auf-schule_aid_437759.html
@ Lauda
Schützenvereine zu verbieten ist genauso stummpfsinnig als ein Killerspielverbot. Nur weil es zu Einzelfällen kommt (und genau das sind Amokläufe) in denen Mitglieder eines Schützenvereines Amok laufen muss man diese nicht gleich verbieten. Auch hier ist die klare Mehrheit (wie auch bei den Killerspielen) vernünftig und können verantwortungsvoll mit ihren Waffen umgehen.
Vielmehr sehe ich immerzu Paralellen im sozialen Bereich. Die Täter waren zumeist sozial ausgegrenzt, hatten psychische Probleme und Zukunftsängste. Und genau hier ist der Punkt an dem man ansetzten muss und nicht durch Verbote von Freizeitgestaltungen wie Games, Paintball, Schützenvereine oder Jagdvereine.
P.S. Ich bin kein Mitglied eines Schützenvereins, falls du mir deswegen die Objektivität absprechen willst
10:21
Für ein sofortiges Verbot aller Schützenvereine !!!
Fast alle Amokläufer hatten direkten Kontakt zu den Trachtengruppen mit den stockkonservativen Werten, die nachweislich der Gesellschaft schaden.
Ächtet Sie, wo Ihr nur könnt und stopft Ihnen die Gamsbärte in die aggressiven Kehlen !!!
09:16
Ich kann den meisten KOmmentaren hier nur zustimmen.
Sich um die Opfer kümmern - sich um die Kinder kümmern - jeder sollte sich etwas mehr um seine Familie bzw. die Angehörigen kümmern. Dann würden auch nich soviele Idioten auf die Idee kommen, sich in den Medien durch solche Aktionen wiederfinden zu wollen.
09:12
Tja, da habae Leute die Wortschöpfung Killer-Spiele mal wörtlich genommen. ^^
Vielleicht sollten die Eltern dazu aufrufen richtige Waffen & Munition abzugeben, denn damit kann man Menschen umbringen und nicht mit einem Computerspiel.
Letztlich sollte man eher die Frage stellen: wozu braucht ein Privathaushalt 17 scharfe Waffen und 1400 Schuß Munition, anstatt über Killerspiele zu debattieren...
08:20
„Computer-Killerspielen durchzusetzen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“
Gibt es tatsächlich Computerspiele bei denen Menschen sterben? Das ist ja wirklich krass. Das sollte verboten werden, eindeutig.
Ich kenne nur die Spiele wo man auf ein Polygonmodell mit Texturen zielen muss - dabei stirbt keiner.
08:06
So leid es mir um die Angehörigen geht. Aber das ist purer Weltfremder Aktionismus.
Grundsätzlich halte ich auch nichts von den Killerspielen CS und Co-Ich spiele lieber friedlichere SPiele wie World of Warcraft etc.Aber viele Leute haben noch immer nicht begriffen,das es nicht der Computer,das Spiel,die Rockmusik oder der Fernseher sind die aus Menschen Mörder und ähnliches machen,sondern die Gesellschaft und vor allem die Erziehung.
Eigentlich sollte man eine Aktion starten: Einen riesigen Container aufstellen,wo ALLE Eltern,die sich NICHT um ihre Kinder kümmern, die NICHT schauen was ihre Kinder spielen- Eltern die ihre Kinder vor dem Computer/Spielekonsole regelrecht abschieben um sich ja nicht mit deren Problemen zu belasten- DIESE Eltern sollten freiwillig in den bereitgestellten Container springen und sich Symbolisch entsorgen lassen.
Meine Kinder (zwischen 10 und 18) spielen auch am PC oder schauen fern. Die älteren spielen auch mal ein Ballerbumm-Spiel. Trotzdem haben sie ihren Weg im Leben gefunden - WEIL WIR UNS UM UNSERE KINDER KÜMMERN !!! Wir schauen und hören nicht weg,wenn sie mit Problemen kommen. Wir ignorieren Verhaltensänderungen nicht einfach. Wenn man Kinder in die Welt setzt, hat man eine Verantwortung übernommen. Nur leider vergessen viele Eltern diesen Part - Die Kids sind gut zum rumzeigen solange sie Klein sind- danach werden sie in ihre Zimmer geschoben und es wird nur noch auf den Ausszug mit 18 gewartet.
Traurig das dann aber alles auf die böhsen Medien (Spiele,Musik,Fernsehen) geschoben wird wenn dann was passiert,anstatt den Fehler bei sich zu suchen.
07:46
Hier gehts doch nur darum ein Verbot von „Computer-Killerspielen durchzusetzen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“.
Hey, schonmal ein Spiel gesehen, was einen Menschen auf dem Gewissen hat.....
man man man
07:41
[...]ein Verbot von „Computer-Killerspielen durchzusetzen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“.
Habe ich etwas verpasst? Welche Spiel dient dazu Menschn zu töten? Ich weiß das alle Spiele sowas simulieren aber nicht direkt zu töten.
Anstatt ein großteil der Schuld die Killerspiele in die Schuhe zu schieben, sollten die lieber mal sich um 360° umdrehen und auch in anderen Richtungen denken. Dann werden sie feststellen, dass die Amokläufer nicht nur Gewaltinteressiert sind, auch umgang mit Waffen pflegen (meist sogar durch die Familie!) und anderweite Probleme haben (soziale Abgrenzung, Mobbing, Zukunfslosigkeit oder ähnliches).
Sicher sind gewaltverherlichende Spiele ein weiteres Anreitz dafür aber wenn man diese verbietet dann gibt es weiterhin andere Medien! Gewalt im Fernsehn, Gewalt in der Realität überall gibt es Gewallt und wird dann dort auch alles verboten?
Und außerdem ist es eine Frechheit pauschal zu sagen das alle Spieler potentielle Amokläufer sind, denn dem ist nicht so!
Hier ein guter Artikel von Spiegel Online zum Thema Amok:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,654048,00.html
02:30
Ist vielleicht nicht ganz passend zum Thema, aber wurde der Amokläufer von Ansbach mittlerweile nach seinen Beweggründen befragt, oder liegt der noch im Koma?
Hat man ja auch nichts mehr von gehört...