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Von Slim zu DSi – Lohnen sich die neuen Konsolen?

18.12.2009 | 06:00 Uhr
Von Slim zu DSi – Lohnen sich die neuen Konsolen?

Sony und Nintendo haben in diesem Jahr wieder ordentlich abgespeckt und machen es dem Käufer nicht leicht. Doch sind die neuen Slim-Produkte wirklich so gut? Wir haben die alten und neuen Konsolen miteinander verglichen und wollten wissen, ob sich vielleicht auch ein Schnäppchen machen lässt.

PS3 Slim vs. PS3

Es hat ja wirklich einige Zeit gedauert, bis die PlayStation 3 richtig ins Rollen kam. Viele hatten Sonys schwarzes Konsolenzugpferd schon lange für tot erklärt. Zur diesjährigen gamescom sollte es jedoch eine Kehrtwende geben, die die PlayStation 3 wieder zurück ins Rennen brachte. Der Preis und die Konsole wurden kleiner und die Verkaufszahlen schossen in die Höhe. Während man in der ersten Woche noch ein Wachstum von 1000% verzeichnen konnte, stieg dieses in den folgenden sieben Tagen sogar auf 10.000% an. Doch nicht nur das neue Design, das den Klavierlack durch eine matte Beschichtung ersetzte, wusste und weiß selbst heute noch zu überzeugen. Neben einer größeren Festplatte, die von 80 GB auf 120 GB aufgestockt wurde, ist auch der um etwa 34% reduzierte Stromverbrauch nicht zu verachten. Eigentlich gibt es also keinerlei Gründe, warum man nicht zur Slim-Variante greifen sollte. Eigentlich.

Ein Punkt, der schon bei den vorherigen Modellen für heftige Kritik sorgte, war die nur in Bruchteilen vorhandene Abwärtskompatibilität. Diese ist im Falle der Slim, was PlayStation-2-Spiele angeht, vollständig verschwunden und so laufen nur noch PSone-Spiele auf dem neuesten Modell. Wer also hofft, seine umfangreiche Sammlung an PS2-Klassikern auch auf der neuen Konsole spielen zu können, muss hier leider mit einer Enttäuschung rechnen. Auch die verschiedenen Kartenslots, die beim Vorgängermodell noch vorhanden waren, sind bei der Slim nicht mehr zu finden. Wer also die eigenen Bilder direkt über eine SD-Karte auf die Konsole spielen will, muss die Daten vorher auf einen USB-Stick ziehen. Eine Änderung, die jedoch nur den wenigsten ein Dorn im Auge sein wird, ist das Wegfallen der Installation eines zweiten Betriebssystems. Das Ausführen eines Linux-Betriebssystems ist auf der neuen Konsole somit nicht mehr möglich.

All jenen, für die die am Nachfolgermodell vorgenommenen Änderungen nicht allzu schwer ins Gewicht fallen, sei die PlayStation 3 Slim wärmstens ans Herz gelegt. Sie nimmt nicht nur weniger Platz weg, sondern überzeugt auch durch geringeren Stromverbrauch und eine größere Festplatte. Preislich liegen sowohl das Slim- als auch das Vorgängermodell im gleichen Bereich von etwa 300 Euro (UVP).

PSP Go! vs. PSP

In der Spielindustrie will man von den normalen Datenträgern weg und den digitalen Vertrieb etablieren. Sony hat diesen mutigen Schritt mit der PSP Go! gewagt, einem Modell, das die Nachfolge der PSP antreten soll. Seit dem 1. Oktober ist die kleinere Version des Sony-Handhelds erhältlich und sorgt für gemischte Gefühle. Die PSP Go! braucht im Gegensatz zum Vorgänger keine UMD-Disc mehr, sondern greift auf einen eingebauten, 16 GB großen Speicher zurück. Zudem werden Flash-Speicherkarten unterstützt. Das bedeutet aber auch, dass man sämtliche Spiele nur noch im Online-Vertrieb über den PlayStation Store herunterladen kann.

Das eingebüßte UMD-Laufwerk hat den Vorteil, dass die PSP Go! im Vergleich zur PSP wesentlich leichter und auch vom Umfang her kleiner ist. Die Go! ist dadurch besser zu verstauen und mutet nicht mehr so klobig an. Ein Opfer des Größenunterschiedes musste jedoch bei der Display-Größe gebracht werden: 3,8 Zoll misst der Monitor der PSP Go!, was durchaus zum Spielen ausreicht, aber um einiges kleiner als der Bildschirm des Vorgängers ist. Abstriche müssen auch Besitzer von PSP-Zubehör wie dem GPS-Empfänger Go Explore machen - den kann man nicht anschließen. Nett ist dagegen die Idee, dass man über den eingebauten Bluetooth-Adapter andere Headsets und den PS3-Controller anschließen kann.

Die PSP Go! ist mit all ihren technischen Feinheiten ein guter Handheld, kann sich jedoch noch nicht wirklich gegen ihren großen Bruder durchsetzen. Die über 100 Spiele im PlayStation Store und die neuesten Toptitel wie Little Big Planet oder Assassin`s Creed gibt es auch für die normale PSP. Darüber hinaus ist die PSP Go! auf preislicher Ebene teurer als die alte PSP. Die Go! hat momentan noch keinen wirklichen Vorteil für den Spieler, den er nicht auch mit der alten Konsole haben könnte. Mit dem nicht mehr vorhandenen Laufwerk liegt die PSP Go! vielleicht im Trend für zukünftige Entwicklungen und ist durchaus komfortabler für unterwegs, momentan fährt man jedoch mit der alten PSP vor allem durch das Preis-Leistungs-Verhältnis besser.

Nintendo DS vs. DSi

Der Nintendo DS ist die erfolgreichste Konsole bisher.

DSi, DSi XL oder DS Lite? Diese drei Nintendo-Handhelds stehen momentan in direkter Konkurrenz zueinander. Der DSi ist die neueste Version der mobilen Konsole und hat im Vergleich zum DS Lite einige Veränderungen durchgemacht. Neben einem 66 x 49 mm großen Display verfügt der DSi zusätzlich über eine eingebaute Kamera und einen Schacht für SD-/SDHC-Karten. Auf der einen Seite könnt ihr dadurch Musik im AAC-Format abspielen, dafür musste jedoch der entsprechende Slot für GBA-Spiele weichen.

Ähnlich wie bei der PSP Go! bietet der DSi ein erweitertes Online-Angebot mit dem DSi-Ware-Online-Shop und dem eingebauten Opera-Internet-Browser, der das Surfen über WLAN erlaubt. Die zweite Kamera eröffnet vor allem für die dafür zugeschnittenen Spiele weitere Möglichkeiten. Allerdings muss man abwägen, wie stark man diese Art von Spielen nutzt, damit sich die zweite Kamera auch wirklich lohnt. DSi-exklusive Spiele sind momentan noch Mangelware, bisher zeigen sich die neuen technischen Möglichkeiten eher in kleinen Minispielen, die den Kauf eines DSi unserer Meinung nach nicht wirklich rechtfertigen. Durch die Regionalsperre könnt ihr zudem keine importierten Spiele nutzen.

Wer noch ein paar Monate wartet, der kann im ersten Quartal 2010 auch den DSi XL ins Auge fassen. Die neue Version des DSi-Handhelds von Nintendo kommt mit zwei 4,2 Zoll großen LC-Displays daher und wiegt dementsprechend auch etwas mehr. Im Vergleich zum Vorgänger, dessen Displays 3,25 Zoll messen, ist das Gerät mit 314 Gramm gut 100 Gramm schwerer.

Allerdings sind nicht nur die Displays größer, auch der Stylus-Stift verändert sich. Sein Design erinnert jetzt mehr an einen Kugelschreiber. Zudem soll sich auch die Akkulaufzeit des Gerätes verbessern. Nintendo verspricht rund zwei Stunden mehr Laufzeit. Besonders für ältere Leute soll der DSi XL interessant sein. Die Dimensionen des Handhelds sind dann zwar nicht mehr so handlich, wer sich aber daran nicht stört, der könnte vielleicht Geld sparen. Momentan kostet der DSi XL in Japan umgerechnet 150 Euro und läge demnach in einer Preisklasse mit dem NDS Lite.

Wer also gerne weiterhin GBA-Spiele genießen möchte, sollte zum NDS Lite greifen. Auch was das Spielangebot angeht, macht es noch keinen großen Sinn, sich auf den DSi zu stürzen. Das Online-Angebot spricht jedoch für ihn.

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Nicole Lange, Mircafar Mirzayev

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Kommentare
01.03.2010
22:05
Von Slim zu DSi – Lohnen sich die neuen Konsolen?
von Edard Hauff | #2

So ergerlich was bei ps3 NW ab geht so viel Geld für nix

22.12.2009
08:56
Von Slim zu DSi – Lohnen sich die neuen Konsolen?
von testpott.de | #1

Zu DS und DSi noch eine Anmerkung:
Durch den weggefallenen GBA Slot kann der Nintendo DSi auch leider diverses Zubehör wie z.B. den Guitar Hero Grip oder die praktische Klaviertastatur von Easy Piano nicht mehr nutzen.
http://www.testpott.de/index.php?id=196

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