Videospiele und ihr Einfluss auf Familien
16.04.2009 | 10:30 Uhr 2009-04-16T10:30:00+0200Wie die Medien, verändern sich auch die Situationen in den Familien. Doch wie hat sich das familiäre Miteinander wirklich aufgrund der Medien verändert? Wir haben beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachgefragt.
Videospielen wird ein großer Einfluss auf Kindern nachgesagt, aber wie hat sich das Verhalten wirklich verändert? Sind Familien neuen Problematiken ausgesetzt? Wir haben beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachgefragt und einige Statements zu dieser Thematik erhalten.
Gibt es eine Veränderung im Familienbild durch den Einfluss von Video- und Computerspielen?
Video- und Computerspiele üben auf Kinder und Jugendliche eine große Faszination aus. Welche neuesten Spiele auf dem Markt sind, welche auch die Freundinnen und Freunde spielen und dass man doch schließlich auf dem Schulhof mitreden können muss – diese Diskussionen kennen wir alle. Über den Chat mit Freunden wird das Spielen zu einem Gemeinschaftserlebnis, das verbindet, und da ist es klar, dass Familie erstmal warten muss. Ganz wichtig ist, dass Kinder und ihre Eltern lernen, wie man mit diesen Medien umgeht, wo die Gefahren sind, die Risiken, die Fallen; aber auch, welche Möglichkeiten und Chancen diese Medien bieten.
Kinder und Jugendliche gehen sehr unbefangen damit um, und da kann es passieren, dass sie sich in dieser Vielfalt verlieren, schlicht den Überblick verlieren. All dies erschließt sich Eltern nicht, wenn sie diesen Angeboten ablehnend gegenüber stehen. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass Eltern mit ihren Kindern darüber sprechen, was solche Spiele so attraktiv macht. Und Eltern sollten hinhören, wenn ihre Kinder erklären, warum ihnen ein Spiel besonders gut gefällt. Aber nicht allein Video- und Computerspiele, die allgemeine Dominanz der Medien, nicht zuletzt durch Handy und Internet, beeinflussen unseren Familienalltag. Ganz wichtig ist, dass Kinder und ihre Eltern lernen, wie man richtig damit umgeht, wo die Grenzen und Gefahren liegen.
Wie stark beeinflussen Spiele die heutigen Familien?
Kinder können unglaublich hartnäckig sein und gerade, wenn Langeweile oder Schulstress nach Ablenkung rufen, ist das Video- und Computerspiel schnell zur Hand. Natürlich gibt es da Situationen, in denen Kinder und Eltern unterschiedlicher Meinung sind. Deswegen sollte es klare Spielregeln geben. Kinder versuchen immer mal wieder, diese Spielregeln zu durchbrechen. Aber auch das gehört dazu, sich damit auseinanderzusetzen, was geht und was eben nicht geht. Von großer Bedeutung sind klare Zeitgrenzen – in denen Computer- oder Videospiele gespielt werden können, aber auch Zeitgrenzen, in denen in der Familie zusammen gespielt wird. Einer der Einflüsse von Computerspielen besteht in der möglichen zunehmenden Isolierung und Abkapselung der Jugendlichen. Sie ziehen sich zurück in ihre eigene Welt und versuchen oft damit eine Abgrenzung gegen die elterliche Kontrolle zu schaffen.
Dagegen sind die Eltern aber nicht völlig machtlos: Bei exzessivem Internetkonsum oder Spielen am Computer kann man einschreiten, indem beispielsweise (Kinder-)Sicherungen aktiviert werden oder verbindliche Internet-/PC Zeiten festgelegt werden. Denn klar ist: Man kann die neuen Medien nicht aus den Familien ausschließen. Kinder und Jugendliche müssen aber auch lernen: Computer oder Internet sollten nicht das Miteinander in der Familie bestimmen.
Haben sich die Probleme im Vergleich zu den letzten 3, 4 Jahren verändert?
Die Vielfalt der Spiele hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. Anspruchsvolle Machart und die Möglichkeit, eigenen Interessen auch im Spiel nachzugehen oder einfach mal in eine virtuelle Welt einzutauchen, haben natürlich die Attraktivität der Spiele bei Kindern und Jugendlichen enorm gesteigert. Gleichzeitig ist die Sorge der Eltern über negative Einflüsse von Video- und Computerspielen auf die Entwicklung ihrer Kinder gewachsen und ein viel diskutiertes Thema geworden.
Allerdings war das Familienleben zu jeder Zeit Veränderungen ausgesetzt und damit verbunden waren immer neue Herausforderungen und Aufgaben. Die Weiterentwicklung der Medien macht es notwendig, dass sich die Gesellschaft und die Familie im Besonderen achtsamer in Bezug auf ihre Mitglieder verhält und den Einzelnen nicht sich selbst überlässt.
In "SCHAU HIN!" werden Tipps zum richtigen Umgang mit Medien aufgelistet. Dort heißt es "Computer sind keine Babysitter". Vergessen das viele Eltern und halten sich nicht daran?
In den meisten Familien, insbesondere mit jüngeren Kindern, werden klare Absprachen über die Nutzungsdauer am Computer getroffen. Aber genauso wichtig ist es, dass Kinder und Jugendliche möglichst frühzeitig lernen, selbstbestimmt und eigenverantwortlich mit den neuen Medien umzugehen. Klar ist, dass es Situationen im Familienalltag gibt, in denen Kinder auch einmal alleine Zeit verbringen. Aber dennoch sollten Eltern hinschauen, womit sich ihre Kinder beschäftigen. Und es ist gut, einfach auch mal nachzufragen, oder sich ein Spiel erklären zu lassen und sie zu fragen, was den Kindern daran gefällt.
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23:06
Meine Meinung:
Ich habe ein altes Super Nintendo, das wurde jede
Ferien ausgepackt. Wir hatten Superspaß daran.
Mein Sohn ist jetzt 9 und hat zu Weihnachten einen DS geschenkt bekommen. Ich habe zwar tägliche DS-Zeiten eingeführt, stelle jedoch fest, daß ich meinen Sohn quasi operativ von dem Gerät entfernen muß. Außer wenn ich sage: komm wir machen was.
Soll heißen, daß wir auch immer mal gemeinsam spielen oder gemeinsam erleben.
Und das ist meinem Sohn sehr wichtig.So wie der Ausflug in dem Maxipark gestern, oder Federballspielen vorgestern.
Fazit: Wenn man mit seinen Kindern etwas gemeinsam unternimmt, ist die Gefahr geringer, daß sie von Video- bzw Computerspielen gefangen werden.
22:33
Eigentlich ist es fast sinnlos mit Kindern einen vernünftigen Dialog über das Spielen im Internet zu führen.
Vielen Erwachsenen fehlt das Einfühlungsvermögen sich in die Welt eines Kindes wieder einzufühlen. Wie können ssie dann erwarten zu verstehen was ein Kind in diesem Spiel sieht.
Ist es wirklich das brutale Killerspiel, das Erwachsene in so einem Spiel sehen weil sie so viel mehr Informationen über die Welt haben oder sind es nur ein paar bunte Abziehbildchen auf die sie in aller kindlicher Unschuld ballern.
Ich weiß nur eins: Es sind gerade die ganz unschuldig daher kommende Spiele, die fast konditionierenden Einfluss auf das Verhalten der Kinder haben können.
WoW ist eines der Spiele wo nach aller Regel der Kunst prägend auf das Verhalten von Menschen haben kann. Ich denke alleine nur an das Bezahlsystem, dass es belohnt wenn man möglichst viel Zeit im Internet verbringt. Das hat Schülerkarrieren zerstört und führte zur Sucht.
Tja, die Zeiten sind vorbei, wo irgend ein einzelner Programmierer sich so auf die schnelle in Blöckchengrafik ein Programm runter schreibt und es als Spiel verkauft.
Genauso wie es Lebensmitteldesigner gibt, gibt es Spieledesigns, die nach modernsten psychologischen Modellen arbeiten um Spieler möglichst lange Spielen zu lassen.
So macht man ein Spiel geil.
Solange so was nicht allgemein bewusst gemacht wird was da so mittlerweile auf unsere Kinder losgelassen wird.
Wer braucht noch Erziehung wenn er Internet-Spiele hat. Ich frag mich nur zu was unsere Kinder erzogen werden.
15:32
Von welchem Planeten kommen denn die Antworten?
Bei massiven Internetkosum sollen die Eltern eine Sperre einrichten. Meinen sie die Eltern die ihre Kinder fragen wie man den DVD-Rekorder anmacht? Es sind doch in 90% der Fälle die Kinder, welche die Sperre einrichten, ausrichten oder umgehen können. Ich habe selten so widersprüchliches gesehen wie das hier. Da wird erst davon ausgegangen das die Kinder also eine Diskussion mit den Eltern führen was den an Spielen so gut ist und wie lange wo und wann gesurft werden kann. Und im selben Zug sollen diese Kinder dann, überspitzt ausgedrückt, ihrem Henker sagen wo der seine Axt vergessen hat? Im Leben nicht. Ich finde hier wird nichtmal Ansatzweise nach wirklichen Lösungen geschaut. Eine Art Medien- oder Computerführerschein, welcher einem das Wissen vermittlet seine Kinder schützen zu können, wäre eine Möglichkeit. Ohne einen solchen Führerschein kann man dann keine elektronischen Geräte erwerben. Das ganze könnte man sogar, ähnlich dem echten Führerschein staffeln.
A berechtigt einen Spielekonsolen(ohne Internetzugang) zu betreiben
A1 sind dann die NextGen-Konsolen mit Netzzugang
B ist die Berechtigung für PCs ohne internet
BE dann halt wieder mit Internet
... etc pepe usw
Hiermit hätte man einige Sachen abgehandelt. Man hat ein rechtliches Mittel Eltern bei nichteinhalten von Sicherheitskriterien rechtlich zu belangen. Die Aussagen Ich hab doch keine Ahnung was mein Kind da spielt und Was ich über PCs weiß, weiß ich eh nur von meinem Kind kann man Ersatzlos streichen. Ferner könnte man so, wie bei Eltern die ihre Kinder schlagen oder sonstwie misshandeln, geregelt das Sorgerecht entziehen.
Das Bild von der bideren Vorstadtfamilie, Tochter, Sohn und Hund und brav Sonntags alle in die Kirche, dass dort oben beschrieben wird entspricht in keinster Weise der Realität. Hier muss was Messbares her und keine utopisch träumerischen Wunschideen das alle Eltern sich Vorbildlich um ihre Kinder kümmern.