Verbraucherschützer mahnen EA wegen Origin ab
06.12.2011 | 11:00 Uhr 2011-12-06T11:00:00+0100
"Battlefield 3" bleibt weiter im Gespräch. Das datenhungrige und zum spielen nötige "Origin" steht weiter in der Kritik. Jetzt hat der Verbraucherzentrale Bundesverband Publisher EA abgemahnt und droht im Zweifel mit einer Klage.
Hartnäckig heftet sich der Shooter "Battlefield 3" an die Fersen des Verkaufskönigs "Modern Warfare 3": Bislang wurden zwölf Millionen Exemplare des PC- und Konsolenspiels an den Handel ausgeliefert - und davon acht Millionen an den Mann gebracht. Allein in der ersten Verkaufswoche setzte das Spiel fünf Millionen Kopien ab, der große Konkurrent "Modern Warfare 3" hingegen zwölf Millionen.
Ärger bereitet immer noch das datenhungrige Zusatzprogramm "Origin", das benötigt wird, um "Battlefield 3" überhaupt auf dem PC spielen zu können. Weil entsprechende Hinweise nur im Kleingedruckten auf der Rückseite der Verpackung zu finden seien, wurde Publisher Electronic Arts nun von der Verbraucherzentrale Bundesverband abgemahnt. Darüber hinaus halten die Verbraucherschützer die zwischenzeitlich überarbeiteten Endbenutzer-Lizenzvereinbarung für "Origin" immer noch für problematisch. Zum einen, weil die allgemeinen Geschäftsbedingungen so weit gefasst sind, dass unklar ist, welche Daten das Programm vom Computer des Nutzers sammelt und was EA damit anstellt.
Zum anderen wird beanstandet, dass der Käufer erst nach der Installation von "Origin" den Lizenzvereinbarungen und allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmen muss. Sollte EA die monierten Punkte nicht ändern, will die Verbraucherzentrale Bundesverband vor Gericht ziehen. (_teleschau - der mediendienst)
0mitdiskutieren