Velvet Assassin: Drogen zur Realismus-Steigerung
22.01.2009 | 17:26 Uhr 2009-01-22T17:26:00+0100
Als wir "Velvet Assassin" in unserer Vorschau beleuchteten, stellten wir die Frage, ob man den Holocaust auf diese Art „versoften“ sollte. Das Spiel setzt auf ein hohes Maß an Realismus, und für einige Branchenvertreter ist das etwas zu viel.
Im Gespräch mit dem Blog MTV Multiplayer reden die Entwickler des Stealth-Actionspiels "Velvet Assassin" über ihre Ambitionen. Besonders aufgrund der prekären Inhalte stößt das Spiel bei manchen Journalisten auf Argwohn. Wo wir anfangs noch das generelle Thema Holocaust als fragwürdig für ein Videospiel empfanden, müssen sich die Entwickler von SouthPeak und den Replay Studios nun auch andere Fragen zu gewissen Inhalten gefallen lassen.
Besondere Probleme kommen nun durch den Gebrauch von Drogen ins Spiel. In "Velvet Assassin" soll der Spieler nämlich Morphium einnehmen können, um die Zeit zu verlangsamen und dabei gleichzeitig angreifen zu können. Spiele wie Fallout 3 bekamen ebenfalls durch die Möglichkeit, im Spiel Drogen zu nehmen, Probleme und mussten diese Inhalte dann abändern.
SouthPeaks Produkt-Marketing-Manager Aubrey Norris will diese jedoch nicht aus dem Spiel nehmen und verteidigt die Idee.
Eines der stärksten Features von "Velvet Assassin" sei die große historische Genauigkeit, auf die man viel Wert legen würde. „Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass Morphium allgemein als Schmerzmittel für verwundete Soldaten und Arbeiter auf allen Seiten des Krieges verwendet wurde“, so Norris. Nicht nur, dass es zum Realismus des Spiels beitrage, es spielt auch eine wichtige Rolle bezüglich des Gameplays.
„Die Nutzung von Morphium soll aber keinesfalls die Nutzung von Drogen verharmlosen“, so Norris weiter. Es solle lediglich den Realismus und den historischen Hintergrund im Spiel stärken. "Es ist unglaublich wichtig für uns, dass die künstlerische Integrität des Entwicklers (Replay Studios) in jeder Hinsicht bestätigt wird. Der Spieler soll realistische Erfahrungen machen, und deshalb haben wir uns für Morphium entschieden.“
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