THQ: Pläne gegen die Bedrohung der Gebrauchtkäufer
10.08.2010 | 17:30 Uhr 2010-08-10T17:30:00+0200
Der Handel mit gebrauchten Spielen ist vielen Firmen ein Dorn im Auge. Spiele seien geistiges Eigentum, der Weiterverkauf würde der Branche schaden. Jetzt will sich auch THQ mit Download-Inhalten und Premium-Modellen gegen den Second-Hand-Verkauf schützen.
Der Handel mit gebrauchten Spielen ist laut THQ-CEO Brian Farrell eine wachsende Bedrohung. Um dieser entgegenzuwirken, plant das Unternehmen, verstärkt auf herunterladbare Inhalte zu setzen und ein Premium-Online-Play-Modell ins Leben zu rufen.
"Wir glauben, dass wir so unsere digitalen Umsätze steigern werden und Spieler länger an unsere Spiele binden können. Dadurch verringern wir auch den Handel mit gebrauchten Spielen“, so Farrell.
Mit diesen Plänen geht THQ einen ähnlichen Weg wie beispielsweise EA oder Take 2. Unternehmen wie Amazon, Gamestop oder eBay profitieren jedoch vom Handel mit gebrauchten Spielen. Auch SEGA-Europe-Chef Mike Hayes unterstützt diese Praktiken nicht. Man würde den Gebrauchthandel genau im Auge behalten. Allerdings wäre der Image-Schaden für die Firmen nach Hayes‘ Ansicht zu groß. Man dürfe nicht versuchen, den Leuten den Gebrauchthandel zu verbieten, um ihnen den Kauf neuer Exemplare aufzuzwingen.
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12:04
@#6 dr.seltsam:
Was mich persönlich ärgert ist, dass man die Lizenzvereinbarung vorher nicht zu sehen bekommt...
Und genau darum ist es in Deutschland auch nicht rechtsgültig. Microsoft kann da ein Liedchen davon singen. Das ist z.B. einer der Gründe dafür dass M$ in Deutschland es nicht schafft die Anzahl der Aktivierungen für eine Windooflizenz zu beschränken, was sie aber gern würden.
11:50
@ Dr. Seltsam
Da ich die Lizenvereinbarung in 99% der Fälle erst nach! Erwqerb des Produktes einsehen kann, ist die völlig unerheblich.
Und wieso soll ich das gebrauchte Spiel verkaufen? Ich verteile stets Privatkopien in meinem Freundeskreis.
11:26
@1Oma Schmidtchen:
wenn Sie die Lizenzvereinbarungen bei der Installation von Software nicht einfach mit einem Klick akzeptieren, sondern auch mal lesen würden, dann wüssten Sie, dass Sie lediglich Nutzungsrechte an der Software erwerben.
Sie kaufen vielleicht den Datenträger, das Handbuch, aber nicht die Software.
Was mich persönlich ärgert ist, dass man die Lizenzvereinbarung vorher nicht zu sehen bekommt.
Natürlich darf ein Publisher den Nutzern die Weitergabe der Nutzungsrechte auch untersagen.
Rechtlich ist das kein Problem.
Ich wüsste das aber gerne bevor ich die CD/DVD gekauft, ausgepackt und ins Laufwerk gelegt habe.
Da sollte der Gesetzgeber noch mal dran.
Mit Kauf dieses Produkts akzeptieren Sie die beiliegenden Lizenzvereinbarungen
Ein solches Geschäftsgebaren würde in anderen Branchen nie geduldet.
09:12
Gut, ich unterstütze die armen, verschuldeten Spielemacher und schmeiße meine Spiele ab jetzt nur noch weg, wenn ich mich daran satt gespielt habe, anstatt sie zu verkaufen.
^^
07:29
Brauchts nur noch die richtigen Lobbyisten für ein Gesetz :)
00:32
Boykottieren, fertig! Gesetzlich unterbinden? Ja nee...is klar!
20:31
Lizenzverkauf ist ein großes Geschäft. Ich glaube wenn große Unternehem ihre nicht mehr benötigten Lizenzen nicht verkaufen dürften, dann wär aber was los. Bei den kleinen Gamer ist das egal, die kann man ja schön abgezocken. Das Vorhaben der Computer-Spiele-Industrie muss ganz klar gesetzlich unterbunden werden.
19:06
Spiele seien geistiges Eigentum, der Weiterverkauf würde der Branche schaden. Au weia. Man kauft also diese Spiele gar nicht, man mietet sie nur? Wenn diese Argumentation den deutschen Zeitungsverlegern zugetragen wird, gibt es demnächst wohl ein Verbot, auf der Arbeit die Zeitung in der Kantine liegen zu lassen.