Wer bestimmt eigentlich die "FIFA"-Spielerstärken?

93 - und damit ein "Stärke"-Punkt weniger als Cristiano Ronaldo: Lionel Messi ist nicht mehr der beste Spieler in EAs "FIFA" Reihe. Aber ...

93 - und damit ein "Stärke"-Punkt weniger als Cristiano Ronaldo: Lionel Messi ist nicht mehr der beste Spieler in EAs "FIFA" Reihe. Aber wer entscheidet eigentlich darüber, welche Werte die beiden Überstürmer und die 18.000 anderen virtuellen Kicker in der Fußballsimulation bekommen? In einem Gespräch mit ESPN FC verriet der Kölner Electronic-Arts-Mitarbeiter Michael Müller-Möhring nun, wie er zusammen mit einem Team aus Statistikern dafür sorgt, dass sich die digitalen Fußballer auf dem virtuellen Rasen authentisch verhalten: Demnach liefert ein Netzwerk aus 9.000 Datensammlern weltweit die wertvollen Informationen - darunter professionelle Scouts und Trainer, aber auch Dauerkartenbesitzer, die Spieler beobachten, einschätzen und diese Werte EA über eine speziell eingerichtete Webseite zukommen lassen. 300 Mitarbeiter würden sich anschließend darum kümmern, diese Zahlen auf Attribute wie Passen, Dribbeln, Flanken, Grätschen oder Sprinten zu übertragen. Und auch wenn sie darin mittlerweile ziemlich geübt sind, gibt es immer wieder Sonderfälle, die sich nicht ins Raster passen. Thomas Müller etwa. Der FC-Bayern-Star ist demnach "kein großer Dribbler" und auch kein herausragender Schütze. Allein sein Stellungsspiel macht ihn jedoch zu einem Weltklassespieler. Diese Fähigkeit jedoch abzubilden, ist schwierig, weshalb EA eine subjektive Steigerung der Gesamtbewertung vornahm. Mit einer Stärke von 87 ist Thomas Müller der neuntbeste Spieler der Bundesliga und gehört auf seiner Position in "FIFA 17" zu den besten Spielern.

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