THQ setzt neue "MUD"-Version ordentlich in den Sand

Definitiv kein Überflieger: THQ´s "MUD: FIM Motocross World Championship".
Definitiv kein Überflieger: THQ´s "MUD: FIM Motocross World Championship".
Foto: dtp
Wer gerne auf einem Motocross-Motorrad über schlammige Pisten rasen, sich packende Duelle mit anderen Fahren liefern und ein paar Tricks hinlegen will, kann "MUD: FIM Motocross World Championship" getrost ignorieren. Eine große Vielfalt an Spielvarianten reicht nun mal einfach nicht aus.

Nachdem die letzte Ausgabe von THQs Offroad-Reihe "MX vs. ATV" in den Händlerregalen versumpft ist, warten Motocross-Fans händeringend auf Nachschub. Und sie werden weiter warten müssen, da "MUD: FIM Motocross World Championship" trotz beeindruckenden Lizenzpakets nicht der erhoffte Überflieger ist.

Das für PC, PlayStation3 und Xbox 360 erhältliche Motocross-Game verfügt über die offizielle FIM-Lizenz und umfasst die beiden Klassen MX1 und MX2 inklusive aller Originalfahrer und -Bikes. Eine große Rolle spielt das aber nicht, da der Realismus nicht zu den Stärken des Titels aus der italienischen Softwareschmiede Milestone ("SBK") zählt. Die Bikes lassen sich viel zu einfach lenken und nahezu ohne Einsatz der Bremsen um Haarnadelkurven steuern. Die Bodenbeschaffenheit hat keinerlei Einfluss auf das Fahrverhalten. Und selbst Kollisionen mit Konkurrenten führen nur selten zum Sturz.

Solide grafische Darstellung

Nichts auszusetzen gibt es an der Vielfalt der Spielvarianten: Angefangen bei schnellen Einzelrennen über diverse Meisterschaften bis hin zu Online-Multiplayer-Duellen - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Spaß machen diese Herausforderungen aber nur bedingt, da das eigentliche Spielgeschehen - wie schon erwähnt - nicht überzeugen kann.

Spiele-Bewertung Allein die "MUD World Tour" motiviert etwas länger. In diesem Modus verdient der Spieler durch Siege und das Erreichen der vorgegebenen Ziele Geld. Dieses investiert er anschließend in neue, als "Helden" bezeichnete Fahrer mit speziellen Talenten und die Verbesserung ihrer Fähigkeiten. Darüber hinaus lassen sich sogenannte "Karten" erwerben, etwa um weitere Tricks freizuschalten, die Wirkung von Energy-Drinks zu steigern oder um mehr Geld für das Erreichen einer Platzierung zu erhalten. Alles in allem kann der Spieler seine Siegprämien in 100 solcher Karten anlegen.

Die grafische Darstellung der abwechslungsreich gestalteten Rennstrecken, die unter anderem in Brasilien, Portugal und Deutschland angesiedelt sind, ist solider Durchschnitt. Und auch der Sound der Motocross-Maschinen könnte einen Tick besser sein. (_teleschau - der mediendienst)