"Die Sims 3 - Showtime" - kein neuer Superstar von EA

Einen neuen Superstar bringt EA mit dem "Die Sims 3"- Addon "Showtime" nicht auf den Markt.
Einen neuen Superstar bringt EA mit dem "Die Sims 3"- Addon "Showtime" nicht auf den Markt.
Foto: EA
Was wir bereits wissen
In der neuen Erweiterung von "Die Sims 3" lässt EA den Spieler nach den Sternen greifen. Mit "Showtime" erobern die Sims die Bühne und können Sänger, Zauberer oder Akrobat werden. Doch die Karriere des Addons ist nicht allzu aufregend. Heidi würde wohl sagen: "Heute gibt´s kein Foto für dich."

EA trägt dem von Castingshows wie "DSDS" oder "Das Supertalent" angeheizten Verlangen nach Popularität und schnellem Erfolg nun auch virtuell Rechnung. In "Showtime", der mittlerweile sechsten Erweiterung der Lebens- und Alltagssimulation "Die Sims 3", lässt sich mit dem eigenen Schützling der Aufstieg vom Straßenkünstler zum Supersänger nachspielen. Reicht das für mehr als 15 Minuten virtuellen Ruhm?

Nicht allzu aufregend

Während sich im Fernsehen Superstars, Supertalente, Voices und Topmodels die Klinke in die Hand geben und nach ein paar Boulevard-Schlagzeilen meist nur noch in Bierzelten und Möbelhäusern kleine Erfolge feiern, treibt es nun auch die "Sims" auf die Showbühne. Die virtuellen Menschlein können die Laufbahn als Sänger einschlagen, nicht jedoch als Topmodel oder Hollywood-Größe. Stattdessen lockt alternativ das glamouröse Leben als Zauberer oder Akrobat - ob das wirklich die Karrieren sind, von denen Teenager heute träumen?

Alles beginnt ganz einfach: mit Auftritten auf öffentlichen Plätzen, in Eisdielen, Bars und mit dem Schaulaufen vor Casting-Veranstaltern. Man bringt anderem Sims ein "Sing-O-Gramme" und arbeitet sich über kleinere Auftritte etwa bei Festen langsam nach oben - bis einem die Fans zu Füßen liegen. Konzerthallen, Clubs und Freilichtbühnen finden sich in "Showtime" in einer eigens hierfür gestalteten Nachbarschaft. Dort tingeln die "Stars" von Ort zu Ort, schlüpfen in ihre (nicht besonders vielfältigen) Showklamotten und peppen die Bühnen mit einer Handvoll neuer Deko-Gegenstände auf.

Keine technischen Überraschungen

Früher als in den vorangehenden "Sims 3"-Erweiterungen sind die Handlungs- und Experimentiermöglichkeiten in "Showtime" erschöpft. Es sei denn, man kann sich mit dem Online-Feature "SimPort" anfreunden, über das man via Internet und soziale Netzwerke Bekannte mit seinen Kunststückchen beglückt. Je nach Erfolg wird man dafür mit Geld belohnt oder darf neue Gegenstände freischalten - allzu aufregend ist das nicht.

Spiele-Bewertung Technisch bietet "Showtime" keine Überraschungen. Das Addon fügt sich harmonisch in das Hauptprogramm ein - allenfalls ein kleines Ruckeln hier und ein Soundaussetzer da stören den gewohnt unspektakulären Gesamteindruck. Fans von "Sims 3" werden sich wohl blind auch auf dieses Addon stürzen und als Casting-Kandidaten ihre Traumkarrieren verfolgen - auch wenn diese Erweiterung relativ wenig Abwechslung, zu wenig Content und eine recht laue Langzeitmotivation bietet. Heidi würde wohl sagen: "Maxis, diesmal hast du nicht alles gegeben. Deshalb gibt's heute kein Foto für dich." (_teleschau - der mediendienst)